Google Nexus 5 im Test

Diskutiere Google Nexus 5 im Test im Nexus 5 Forum Forum im Bereich Google Nexus Forum; Am 31.10.2013 hat Google das neue Nexus 5 endlich offiziell vorgestellt. Kurze Zeit später konnte man das Nexus 5 auch im Google Play Store in der...
Am 31.10.2013 hat Google das neue Nexus 5 endlich offiziell vorgestellt. Kurze Zeit später konnte man das Nexus 5 auch im Google Play Store in der 16 GB Version für 349,00 Euro bzw. in der 32 GB Version für 399,00 Euro bestellen.

Das Nexus 5 wird wie bereits das Nexus 4 von LG hergestellt. Offensichtlich basiert es auf dem LG G2, wobei sich aber einige Unterschiede ergeben. Hauptsächlich fallen hier das kleiner Display von 4,95 Zoll im Gegensatz zu dem 5,2 Zoll großen LG G2 auf sowie der deutlich leistungsschwächere Akku von 2.300 mAh (LG G2 = 3.000 mAh). Dafür wird beim Nexus 5 aber bereits das aktuelle Android 4.4 KitKat ausgeliefert. Zumindest wird direkt beim ersten Einschalten nach dem aktivieren einer WLAN Verbindung bzw. einer mobilen Verbindung ein knapp 140 MB großen Update heruntergeladen und installiert. Nach dem obligatorischen Neustart ist dann Android 4.4 installiert. Daher hier direkt die Warnung, das Nexus 5 nach der Erstinbetriebnahme ohne WLAN zu starten.



Verpackung und Lieferumfang:

Die Verpackung besteht beim Nexus 5 aus einer bunt bedruckten Umlage, die eine weiße Pappschachtel umschließt. Zumindest die Umhüllung dürfte nicht wie mittlerweile oft üblich aus recyceltem Papier bestehen. Beim Nexus 5 wir nicht allzu viel mitgeliefert. Neben dem Nexus 5 werden lediglich ein USB Netzteil, ein USB Kabel, ein Sim Opener sowie einige kleine Anleitungen in verschiedenen Sprachen mitgeliefert. Selbst der sonst übliche Kopfhörer ist nicht dabei, also eine recht sparsame Lieferung.


Design und Verarbeitung:

Das Design des Nexus 5 unterscheidet sich deutlich von seinem Bruder, dem LG G2. Zum einen findet man auf der Vorderseite keinerlei Schriftzug auf Modell oder Hersteller. Und durch das kleinere Display sowie dem kleineren Akku sinkt das Gewicht auf leicht 130 Gramm bei Abmessungen von 137,8 x 69,1 x 8,5 mm. Dafür besteht die Vorderseite nur aus einem einzigen Stück Glas (Corning Gorillaglas 3), der direkt bis zu den Rändern reicht. Dieser Rand ist so schmal, das das Display eigentlich komplett eingefasst aussieht. Schaut man aus einem bestimmten Blickwinkel, erkennt man hierdurch keinerlei Display mehr, sondern meint, man würde auf eine komplett schwarze Scheibe schauen. An der oberen Seite befindet sich der Mitte der runde (!) Lautsprecher sowie links davon die Front Kamera. Rechts vom Lautsprecher dürften sich noch Helligkeitssensor sowie der Annäherungssensor befinden.

Die Rückseite des Nexus 5 erscheint mir persönlich doch wertiger als die des G2. Während die Rückseite des G2 reines Plastik zu sein scheint und dazu noch überaus glatt ist, fühlt sich die Rückseite des Nexus 5 etwas gummiert an, also weder rutschig noch nach „Nur-Plastik“. Auch der schön eingeprägte Nexus Schriftzug finde ich sehr ansprechend. Des weiteren befindet sich auf der Rückseite links oben die Hauptkamera sowie der LED Blitz. Die Kamera steht etwas vor, was nicht ganz so schön ist, da hier eine flache und stabile Lage auf dem Tisch nicht mehr ganz gewährleistet ist. Ein ganz leichtes wackeln lässt sich somit nicht vermeiden, was aber in den meisten Fällen wohl kaum störend wirken dürfte.

Die Powertaste sowie die Lautstärketasten sind aus Keramik hergestellt, was dem ganzen auch einen guten Eindruck vermittelt. An der Unterseite befindet sich neben dem Micro USB Anschluss noch links der Lautsprecher sowie rechts das Mikrofon. Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, als wenn es zwei Lautsprecher wären, ist dem nicht so. Auf der oberen Seite befindet sich dann nur der 3,5 mm Klinkenanschluss.

Wie bei den Nexus Geräten üblich, gibt es wieder keine Möglichkeit, den Speicher mittels MicroSD zu erweitern. Hier muss man also mit den verfügbaren 16 oder 32 GB auskommen. Und auch der Akku ist nicht austauschbar.

Insgesamt muss man sagen, das LG hier eine wirklich saubere Arbeit abgeliefert hat. Bei dem mir vorliegenden Nexus 5 sind keine unsauber gearbeitet Kanten zu finden und auch keine Spaltmaße.

Bei diesem Preis schlägt das Nexus 5 jedenfalls auch weitaus teurere Smartphones wie das LG G2 oder das Samsung Galaxy S4.

Display:

Das Display des Nexus 5 gehört mit seinem ISP Display, einer Größe von 4,95 Zoll bei 1920 x 1080 Pixeln zu den besseren. Die Pixeldichte liegt hier bei 445 PPI. Durch die hohe Dichte ist das Display sehr scharf und es lassen sich keine einzelnen Pixel mehr erkennen. Dieser Vorteil macht sich vor allem beim Browsen und lesen von Texten oder Dokumenten bemerkbar. Hier wird alles sehr scharf dargestellt. Die Blickwinkelstabilität ist auch beim Nexus 5 überzeugend. Selbst aus starker Neigung kann man noch alles deutlich sehen. Farbdarstellung sowie Helligkeit sind ebenfalls dem oberen Bereich zuzuordnen. Im direkten Vergleich mit dem LG G2 sieht man aber, dass das Display des Nexus 5 etwas weniger hell und von den Farben auch etwas blasser wirkt. Dies fällt aber wirklich nur auf, wenn man beide Geräte nebeneinander liegen hat.

Durch die Full HD Auflösung ist auch das anschauen von Youtube Clips oder Videos auf dem Nexus eine feine Sache.

Insgesamt ein sehr gutes Display, das kaum Schwächen aufweist.


Hardware, CPU und Speicher:

Im Nexus 5 werkelt ein Qualcomm Snapdragon 800, also eine Quadcore CPU mit jeweils 2,26 GHz, die von einer Adreno 330 GPU mit 450 MHz und 2 GB RAM unterstützt wird. Insgesamt also auch ein Paket, welches derzeit mit zu den schnellsten zählt, das derzeit erhältlich ist.

Hierdurch ergibt sich eine sehr flüssige Bedienung. Scrollen durch den App Drawer oder durch die Widgets geschieht ohne Ruckeln oder Lags. Auch der Seitenaufbau in Chrome geht sehr fix vor sich.

Welchen Anteil hier das neue Android 4.4 KitKat hat, wird sich wohl erst zeigen, wenn dieses für andere Geräte verfügbar ist. Denn Android 4.4 soll laut Google einiges für die Performance bringen.

Durch die gute Performance ist das Nexus 5 auch fast uneingeschränkt für Spieler zu empfehlen. Diese dürften beim Nexus 5 keinerlei Probleme haben, auch richtige Powerspiele zu nutzen, ohne dass sich in der Performance Abbrüche ergeben.

Das „fast uneingeschränkt" bezieht sich in diesem Fall auf den Akku. Im zum LG G2 mit seinem 3.000 mAh starken Akku ist im Nexus 5 lediglich einer mit 2.300 mAh verbaut. Auch wenn das neue Android 4.4 KitKat laut Google ein besseres Energiemanagement nutzt, wenn man das Nexus 5 nicht aktiv nutzt, werden Power User kaum mehr als einen Tag schaffen. Bei uns im Test lag das Nexus 5 am Abend ein wenig unter dem Wert eines Galaxy S4, was aber auch an dem noch nicht vollständig kalibrierten Akku liegen kann. Hier wird man abwarten müssen, wie weit der Akku tatsächlich im Alltag reicht. Fakt ist aber, an den Akku vom LG G2 reicht es auf keinen Fall heran. Dieser hat hier am Abend noch mehr als das doppelte an Leistung, als das Nexus 5.

Das Nexus 5 wird mit 16 oder 32 GB ausgeliefert. Da es jedoch keinen Micro USB Kartenschacht gibt, sollte man sich schon überlegen, welches Modell man nimmt. Von der 16 GB Version bleiben direkt nach Start nur noch knapp etwas über 12,5 GB über, den Rest nimmt sich bereits das installierte Betriebssystem.

Das Nexus 5 funkt in folgenden Frequenzbändern: LTE/4G (800/850/900/1.800/2.100/2.600 MHz), UMTS (800/850/900/1.700/1.900/2100 MHz), GSM (850/900/1.800/1.900 MHz). Hinzu kommt WLAN 802.11 a/b/g/n/ac Dualband (2,4 und 5 GHz). Also im Prinzip alles, was der Markt derzeit hergibt. Zusätzlich gibt es natürlich Bluetooth in Version 4.0 sowie NFC.


Software und Bedienung:

Beim Nexus 5 erhält man das aktuelle Android 4.4 KitKat. Google hat hier doch einiges an Neuerungen gebracht. Die Icons wirken z. B. etwas größer aber dafür flacher. Die Software Buttons am unteren Rand sind nun nicht mehr auf schwarzem Hintergrund sondern durchscheinend. Bei langem Druck auf den Homescreen erscheint neben den Hintergrund-Einstellungen auch das Menü für die Widgets, welche somit nicht mehr im App Drawer zu finden sind. Ferner bekommt man hier dann auch den Einstell-Button für Google Now. In der Grundeinstellung ist Google Now von Haus aus aktiviert. Starten kann man Now nun durch einen Wisch über den Home Button oder durch wischen über das Display von links nach rechts. Möchte man Google Now nicht nutzen, kann man es über die Einstellungen auch jederzeit deaktivieren.
Nach Erstaktivierung hat man lediglich einen einzigen Homescreen zur Verfügung. Daneben gibt es dann nur noch Google Now. Weitere Homescreens lassen sich aber dadurch hinzufügen, indem man Apps oder Widgets hinzufügt und diese über den Rand des derzeitigen Homescreens hinausschiebt.

Die Sprachsteuerung mittels des beworbenen „OK Google“ funktioniert leider nicht in Deutsch. Um diese Funktion nutzen zu können, muss das Nexus 5 auf Englisch bzw. Amerikanische Sprache umgestellt werden. Dies ist natürlich für deutsche User nicht so schön. Hier bleibt nur zu hoffen, das dies zügig nachgeliefert wird.

Eine weitere Neuerung ist, das man neben dem Google Launcher nun relativ schnell auf andere alternative Launcher wechseln kann, wenn man diese installiert hat. Hier gibt es nun einen eigenen Menüpunkt in den Einstellungen. In den bisherigen Android Versionen musste man noch die Programmberechtigungen löschen, um wechseln zu können.

Zudem ist ein neuer Fotoeditor hinzugekommen. Die neue App Fotos (daneben gibt es noch die übliche Galerie App) bietet die Möglichkeit, Fotos direkt am Nexus 5 zu verbessern oder mit Effekten zu versehen. Ferner können hiermit Fotos und Videos automatisch in der Cloud gesichert werden.

Eine SMS App ist in dem Sinne nicht vorinstalliert. Dies soll nach dem Willen von Google nun auch über Hangout gesendet werden. Hierzu muss dann die entsprechende Handynummer in Hangout gespeichert werden. Nach Berichten im Netz kann es hier aber ohne weiteres sein, das Google die versendeten SMS auf einem Server speichert. Ob das jeder so schön findet, mag ein jeder selber entscheiden. Aber man hat auch die Möglichkeit, aus dem Play Store eine alternative SMS App zu installieren und diese dann als Standard App zu nutzen.



Telefonfunktion:

Die Telefonfunktion des Nexus 5 ist soweit in Ordnung. Einige Testanrufe konnten ohne Störungen erledigt werden und auch die Gesprächspartner konnten sich soweit verstehen. Die im Netz bereits berichteten Mängel in der Gesprächsqualität konnten hier nicht so ganz nachvollzogen werden. In den Einstellungen konnten aber weder Geräuschunterdrückung noch eine Möglichkeit der Lautstärkeerhöhung in besonders lauten Umgebungen gefunden werden. Ggfs. Liegt hier aber auch nur ein Softwareproblem vor.


Kamera:

Die Hauptkamera im Nexus 5 arbeitet jetzt mit 8 Megapixel und einem optischen Bildstabilisator. Damit werden Fotos zwar deutlich besser aufgenommen, als es noch beim Nexus 4 war, jedoch dies meist nur unter optimalen Bedingungen. Fotos werden oft überbelichtet und auch sich bewegende Objekte gut zu treffen, ist nicht gerade einfach, dass der Autofokus des Nexus 5 relativ langsam ist.

Videos kann man beim Nexus 5 bis hin zu 1080p Full HD erstellen. Aber auch hier scheint es immer wieder Probleme zu geben, denn hier kommen immer wieder Ruckler vor. Es ist insgesamt daher anzunehmen, dass die Kamera Software noch nicht ganz optimal läuft. Das dies tatsächlich so ist, kann man auch im XDA Forum sehen, wo schon die erste optimierte Kamera Software zu bekommen ist (leider nicht für die Original Firmware des Nexus 5). Hier kann aber davon ausgehen, das Google recht bald ein Update zur Verfügung stellt.

Ansonsten ist die Kamera App recht schlicht gehalten. Mehr als einige Modi und kleinere Einstellungen sind nicht vorhanden. Hier hat man beim Samsung Galaxy S4 oder LG G2 doch weitaus mehr Einstellmöglichkeiten.



Fazit:

Insgesamt gesehen, haben LG und Google ein recht starkes Handy abgeliefert, welches von der Hardware und der Verarbeitung zu einem Spitzenpreis verkauft werden. Das Nexus 5 ist ein sehr schnelles, kompaktes und hochwertiges Smartphone. Auch das vorinstallierte Android 4.4 KitKat wirkt sich beim Nexus 5 in der Performance aus. Kleinere Nachteile sind bisher der recht schmale Akku (inwieweit sich hier KitKat tatsächlich auswirkt, wird man erst bei längerer Nutzung sehen können) sowie kleinere Software Fehler, die hoffentlich bald von Google behoben werden. Wer für ein Top - Smartphone nicht unbedingt auch einen Top – Preis zahlen will, liegt beim Google Nexus 5 jedenfalls goldrichtig.

Und hier noch unser ausführlicher Videotest:
 
Thema:

Google Nexus 5 im Test

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