HOYZER BEI KERNER

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MK

Gast
Da war er, der große Judgement Day im deutschen Fernsehen. Der Skandal, dass einem vermeintlichen Betrüger im deutschen Fernsehen eine Plattform geboten wurde, verpuffte wie ein Hasenfurz in der Wüste.

Der personifizierte Satanas entpuppte sich letztendlich als geldgeiles, moralisch schwaches Windei, dessen Mitleidsbekundungen so glaubhaft rüberkamen, wie ein altersschwacher Fußball mit einem "Pfffffft" kurz vor der Strafraumgrenze platt liegen bleibt.

Kerner stellte die Fragen, die er stellen mußte. Fragen nach der gerechten Strafe mutierten jedoch schon zur Real-Satire. Ich hätte da noch die gute, alte Guil­lotine anzubieten, dann bräuchte sich der Sünder zumindest keinen Kopf mehr um seine Zukunft zu machen. Naja Spass bei Seite, natürlich steht der Vertrag schon mit RTL2 für Big Brother - Das Dorf. Strafe genug, vorallem für den geneigten Zuschauer.

Ja - was soll man Hoyzer als "Verräter des deutschen Nationalsports" nun auferlegen in einer Zeit wo Kinderschänder und Vergewaltiger nach 3 Jahren in die Freiheit entlassen werden?! Mit wieviel Maß bewerten wir Moral, Ehrlichkeit, Wahrheit und Anstand? War der Apfel den Eva im Paradies Adam anbot in Wirklichkeit gar nur eine matschige Gurke?

Herr Hoyzer, es war nicht professionell und definitiv falsch auszupacken: Ein überlegendes Lächeln einhergehend mit dem prozesserprobten ackermannschen Victory-Zeichen und Sie wären heute ein freier Mann.



Denn wie sagte schon Einstein ...
Wenn A fuer Erfolg steht, gilt die Formel A = X + Y + Z.
X ist Arbeit, Y ist Muße, und Z heißt Mundhalten.
In diesem Sinne freuen wir uns auf die WM und sehen nicht immer alles "schwarz"...
 
F

Fabian Holzmann

Senior Mitglied
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381
Mark, dazu muss ich 2 Dinge sagen:

1. Wo lernt man wie man in einem Forum postet (Überschrifft!) :P :D (nicht so ernst nehmen ;-))

2. Meine Meinung zu dem ganzen Skandal, ob die die Person nun leiden kann oder nicht oder wie auch immer ich seine Straftat beurteile: Ich findes es wenigstens gut dass Herr Hoyzer einer der wenigen Prominenten ist (und damit meine ich nicht nur im Sport) der Courage zeigt und sich vollkommen stellt. Klar, fürher oder später wären sie ihm warscheinlich eh auf die Schliche gekommen, allerdings muss ich sagen finde ich es trotzdem besser dass sich dieser Mensch dazu bekennt. Wenn ich darüber nachdenke wieviele schwarze Geschäfte in all diesen Etablismen ablaufen finde ich es gut dass es hin und wieder welche gibt die dazu stehen. Natürlich verbaut er sich dadurch alles, aber das ist meiner Ansicht nach seine gerechte Strafe. Beim Kerner tat er mir allerdings auch irgendwie leid denn man hat dem Menschen angesehen dass er seine Fehler bereut (immerhin ist er seit seinem 14. Lebensjahr Schiri und der Zusammenhang mit diesem Skandal und der kommenden Fußball-WM in Deutschland hat ihm ja derbe die Tränen in die Augen gejagt!). Ok ok, trotzdem sollte man kein Mitleid mit ihm haben, immerhin hat er den Mist gebaut.
Ehrlich, ich habe auch nicht Mitleid mit dem Kerl aber ich finde es wenigstens gut dass einer mal auspackt und als Prominenter so einen Skandal auslöst. Wenn ich mir überlege wie viele da ja anscheinend drinstecken und auch schon Angebote bekommen haben (auch von Torwarten war die Rede).
Und meiner Meinung nach hat der Herr Hoyzer dass nicht wegen dem "Ruhm aus dem Schlamassel" getan sondern weil er einfach noch ein kleiner 25-jähriger unerfahrener Schiedsrichter war bei dem die Karriere schneller ging als er sie verkraften konnte. Ich denke viel eher dass dem bei all dem Stress mit den Kroaten und dem DFP eher die Nerven geplatzt sind. Er mag sich auch dumm angestellt haben aber immerhin ist es jetzt raus und er steht dahinter.....

Meine Cents dazu..... :-)

Gruß Fabi
 
P

paloema

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30
Das ist sicherlich ein schwieriges Thema, und ich denke Mitleid für Hoyzer wäre nun wirklich der falsche Ansatz.

Ich sage dazu nur: "homo homini lupus" (Thomas Hobbes). Es bedeutet soviel wie "der Mensch ist des Menschen Wolf". (Manche) Menschen sind schlecht und nutzen die Ihnen gegebenen Möglichkeiten zum eigenen Vorteil.

Dies bringt mich auf ein weniger diskutiertes Thema in diesem Zusammenhang. Ich prangere nämlich vielmehr die Rahmenbedingungen an, die der DFB seinen Angestellten bietet:
Wie kann es überhaupt zu so etwas kommen, ohne dass vorher eingegriffen wird. Wenn ein Zweitliga-Schiri häufiger in einer Kneipe auftritt, in der in größeren Rahmen Sportwetten getätigt werden, muss das doch irgendwem auffallen?
Warum werden nicht Schiris zu zweifelhaften Entscheidungen intensiv gehört? Ich weiß, damit würde man sie wieder einem Generalverdacht unterziehen. Aber es muss doch möglich sein, auf wiederholte Vorkommnisse schneller zu reagieren.
Warum ist der Fußball so reformunfähig? Ich vertrete schon seit Jahren die Meinung, dass der Videobeweis eingeführt werden müsste (auch wissend, dass damit wahrscheinlich auch eine effektive Spielzeit notwendig wäre). Im Zuge moderner Kommunikation sollte das doch zeitnah funktionieren, dass ein Oberschiri vorm Fernseher sitzt. Vielleicht kann ja Siemens das Equipment sponsorn ;-)

Letzte Baustelle für mich:

Wie kann es sein, dass die Namen der von Hoyzer Beschuldigten in die Öffentlichkeit kommen? Ob ich Hr. Jansen nun glaube oder nicht. In Deutschland gilt immer noch die Unschuldsvermutung, und solange nicht das Gegenteil bewiesen ist, tut mir dieser Mann und seine Familie mehr als leid.

Gruß

Paloema
 
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