Indien will 20-Euro-Handys

Diskutiere Indien will 20-Euro-Handys im Netzbetreiber- & Provider Forum Forum im Bereich Herstellerübergreifend; Naja nicht ganz Europa, trozdem aber interesannt: Quelle: heise news Meine Meinung: Ein netter und krasser Kontrast zu all unseren...
P

Piotr Lamasz

USP-Guru
Threadstarter
Dabei seit
01.07.2004
Beiträge
1.183
Ort
München
Modell(e)
MDAcompact @ 2GBSanDiscUltraII
Naja nicht ganz Europa, trozdem aber interesannt:

Indien will 20-Euro-Handys

Der staatliche indische Telekommunikationskonzern Bharat Sanchar Nigam Limited (BSNL) wünscht sich Billigst-Handys für 1.000 Rupien, umgerechnet etwa 17,80 Euro. Dadurch könnten sich mehr Inder einen Telefonanschluss leisten, was die Zahl potenzieller Kunden stark erhöhen würde. Derzeit sind Endgeräte erst ab rund 3.000 Rupien (rund 53,50 Euro) zu haben, für Viele ist das nicht leistbar. Um günstigere Handys anbieten zu können, möchte BSNL jetzt ein Joint Venture mit einem ausländischen CDMA-Spezialisten eingehen, um in Indien zwei Millionen Geräte unter eigener Marke fertigen zu können. 

Der neue Partner soll jedenfalls ein Top-Unternehmen sein, das mindestens 200 Millionen Dollar mit Telekommunikation umsetzt, in den letzten drei Jahren mindestens fünf Millionen CDMA-Geräte abgesetzt hat und an einer der Weltbörsen gelistet ist. Wer diese und weitere in einer Ausschreibung genannte Voraussetzungen erfüllt, kann sich bei BSNL bewerben -- sofern er bereit ist, Kapital und Know-how mitzubringen, indisches Personal zu schulen, für Ersatzteile zu garantieren und technische Unterstützung zu gewähren. Der indische Konzern würde unter anderem Personal, elektrischen Strom und Flächen an seinen bestehenden Fabrikstandorten in Mumbai, Kalkutta und Jabalpur beisteuern. Das Joint Venture soll jeweils eine Million CDMA-Mobiltelefone und Drahtlosgeräte produzieren.

BSNL hat derzeit zirka 1,4 Millionen CDMA-User, wovon 650.000 einen Fixed-Wireless-Service nutzen (also mit ihren Funktelefonen an einen festen Standort gebunden sind). Dazu kommen über sechs Millionen GSM-Kunden, samt Festnetz werden 35 Millionen Anschlüsse betrieben. Etwaige Produktionsüberschüsse könnten exportiert werden. Indien hat über eine Milliarde Einwohner, von denen mehr als die Hälfte in der Landwirtschaft arbeitet. Das Bruttosozialprodukt lag 2002 bei 470 Dollar pro Kopf; auf 100 Bürger kommen gut sieben Telefonanschlüsse, rund 35 Prozent davon sind Mobiltelefone. Regierungsziel sind 20 Millionen Breitbandanschlüsse bis 2010. (Daniel AJ Sokolov) / (jk/c't)
Quelle: heise news

Meine Meinung: Ein netter und krasser Kontrast zu all unseren Highendübermegabedürfnissen, was Mobiles angeht. Die wollen doch glatt nur Telefonieren damit.
 
Tinkerbell

Tinkerbell

Profi Mitglied
Dabei seit
30.06.2004
Beiträge
865
Ort
Dortmund
von den Nur-telefonieren-wollern gibts allerdings auch in Europa genug, nur wird für diese User kein Produkt hergestellt. Man denke an die breite Masse der Rentner etc.
 
Thema:

Indien will 20-Euro-Handys

Sucheingaben

telekommunikation indien

Oben