iPad Air im Test

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Seit dem Relase am 1. November nutze ich nun das iPad Air, hier eine Zusammenfassung meiner Eindrücke zu Apples iPad Air.nnTablets, Geräte die im Grunde schwer zu sortieren sind, will man sie einer eindeutigen Nutzungskategorie zuordnen. Dennoch schaffte es Apple mit dem iPad einen Markt in Schwung zu bringen, welcher vorher kaum vom Kunden wahrgenommen wurde.
Seiner Zeit sass Steve Jobs auf einer Bühne im Sessel, hielt dabei einen übergrossen iPod Touch in den Händen und erklärte der Welt wozu solch Gerät, iPad getauft, doch alles nützlich sein könnte. Der Rest ist Geschichte, dass iPad schlug wie eine Bombe am Markt ein und aktuell kann man in Kalifornien auf 170 Millionen verkaufte Einheiten zum Tablet zurückblicken.
Selbst schaue ich auf das Ur-iPad und in der Folge auf ein iPad 3 zurück, aktuell nun das iPad Air.

Auf der diesjährigen "iPad Keynote" stellte Apple die neuen Tablets vor und sorgte für eine Entscheidungsfrage, welche wohl manchem Interessenten eines neuen iPad im Kopf umhergeht. Zum neuen 9,7 Zoll iPad verkündeten die Kalifornier einen neuen Namen, nicht "iPad 5" wird dieses heissen, man taufte es auf "iPad Air" um dessen deutlicher Gewichtsreduktion gerecht zu werden. "Jop, sehr schön, aber haut mich nun nicht vom Hocker", so dachte ich bei den Worten von Phil Schiller. Zu diesem Zeitpunkt hatte man noch kein Wort zum iPad mini verloren, auf dieses waren die meisten Apple Fans, so wie ich, wohl sehr viel mehr gespannt. Im Verlauf der Keynote viel dann der entscheidende Zusatz zum neuen 7,9 Zoll Tablet, "Retina..." und ich dachte "Yes!, genau dieses wird es bei mir werden". Dazu dann die technischen Daten, welche für iPad Air und iPad mini Retina die gleiche Leistung ansagen. Für mich und auch einige Kollegen aus dem USP Team, ja hier finden sich tatsächlich auch noch ein paar Apple User ;), war mit der Keynote das neue Mini gesetzt. Zum Ende, deutlich "Denkste...."

Fakt ist, mit dem iPad Air und dem iPad mini Retina schafft Apple eine Gretchenfrage, denn beide Modelle sind in beinahe allen Punkten identisch. Einzig die Grösse des Screens und damit des Gehäuse macht den Unterschied zwischen den Apple Tablets.
Ich nutze das iPad im Verhältnis 50 : 50 für den privaten und beruflichen Teil. Daheim auf der Couch zum surfen und konsumieren aller möglichen Inhalte, für den Beruf bietet sich das iPad als Ersatz des MacBook Pro an. Präsentationen in kleiner Runde, Besprechungen von Materialtests und gesammeltes zeigen der zugehörigen Protokolle in kleiner Runde, da ist das iPad einfach deutlich praktischer als der mobile Rechner. Bisher war es das iPad 3, dieses sollte nun aber ersetzt werden, iOS 7 fordert hierauf langsam seinen Tribut, es ist schwer und auch ein Stück weit unhandlich. So fuhr ich also am 1. November, den ich als Brückentag frei hatte, aus einer Laune in den Hamburger Apple Store im Alstertal Center. "Nur mal ansehen, mal sehen ob das Air nun wirklich so leicht und schlank ist", so der Gedanke. Für mich stand zu diesem Zeitpunkt ja noch das iPad mini Retina als Objekt der Begierde, aber auch die Gretchenfrage, ob nicht doch besser das Air. Im Store angekommen, das iPad Air neben einem iPad mini in die Hand genommen, ich glaube zur Entscheidung dauerte das keine 10 Sekunden -> "Verdammte Scheis*e ist das leicht!" schoss es mir durch den Kopf....und nach Hause fuhr ich mit einem iPad Air in der 64 GB Speichervariante, mit Zusatz "Wifi + Cellular", in der Farbe "Silver".

Lieferumfang

Der Umfang an Zubehör, welchen Apple einem iDevice mit auf den Weg gibt, ist wie immer auf das Nötigste reduziert. Neben dem iPad Air findet sich das Lightning Kabel und ein Ladegerät in der Box, da ich ein "Air" mit Mobilfunkteil kaufte findet sich noch die Nadel zum SIM Tray. Das war es, ich werde nie verstehen warum Apple dem iPad keine EarPods beilegt, denn auf der Couch sitzend höre ich nicht selten auch mit dem iPad Musik beim "daddeln".

Design & Verarbeitung

Natürlich, auch das iPad Air spiegelt die typische (und so auch erwartete) Qualität der Verarbeitung wieder. Glas und Aluminium in ein schlichtes und geradliniges Design gepresst, um das Display findet sich nun auch beim iPad die angephaste und polierte Kante wieder, welche Apple mit dem iPhone 5 erstmals als Designelement einführte. Sehr schick, aber wahrscheinlich auch empfindlich, hier wird die intensive Nutzung über kurz oder lang sicher kleine Kratzer produzieren. Oder man nutzt ein Case, welches die umlaufende Kante mit abdeckt.
Die Anlehnung des neuen 9,7 Zoll Tablet an die Formensprache des iPad mini sorgt beim Air tatsächlich für mehr Handlichkeit, verglichen mit dem iPad 3 ist das Air tatsächlich um einiges schlanker. Der nun schmalere Rahmen um das Display streckt das iPad optisch, was dem Device gut steht. Das mir die reduzierte Dicke, auf dem Punkt ist das Air 20 Prozent dünner zum Vorgänger, tatsächlich auch subjektiv auffällt würde ich nicht sagen. Dennoch, Apple konnte mit der Reduktion in der Dicke beim iPad Air auf den optischen Trick verzichten, dass Gerät läuft nicht mehr in einer "scharfen Kante" zum Rahmen hin aus. Beim Air gehen die Seiten in einer "stumpfen" Rundung in die Rückseite über und dies nimmt man beim in die Hand nehmen sehr wohl positiv wahr. Wer sich noch an ein iPhone 3G / GS zurückerinnert, der kann das "Handschmeicheln" der runden Kante im Kopf gut nachvollziehen.

Apple verzichtet beim iPad Air auf den Einsatz von TouchID, es findet sich also der klassische Home Button am Tablett wieder. So praktisch ich den Fingerabdrucksensor am iPhone 5S im täglichen Umgang finde, der dort flach gehaltene Button erfordert Gewöhnung. Beim iPad Air fühlt sich das mit der sanften, konkaven, Wölbung des Button einfach richtiger an. Diesen Punkt kann man gern als Spinnerei betrachten, für mich als langjährigen Nutzer diverser iDevices ist der Home Button und dessen Gestaltung aber eine nicht unwichtige Geschichte. Wo mein Daumen quasi blind in einen konkaven Home Button rutscht und darauf dann mit bekanntem Druckgefühl agiert, da ist der flache und recht hart zu drückende Button aus Saphirglas des 5S noch immer irgendwie komisch, nicht Apple...Also, auch wenn subjektiv, das iPad Air sammelt bei mir einen Pluspunkt für den klassisch gestalteten Home Button.
Natürlich wäre der Einsatz von Touch ID auch am iPad Air eine feine Sache gewesen, aber Apple kann die neuen Button aktuell schon nicht in ausreichenden Mengen zum aktuellen iPhone beschaffen, somit wäre Touch ID am iPad Air wohl eher eine "Katastrophe der Verfügbarkeiten" für beide Geräte geworden.

Beim Design fällt weiter auf, die Button zur Lautstärkeregelung bestehen nun aus Metall, sind physisch voneinander getrennt und der Farbe des restlichen Gehäuse angepasst, gut so. Bisherige Generationen das iPad wiesen hier eine eher hässliche und billig wirkende Wippe aus schwarzem Kunststoff auf. Auch der Schalter zur Rotationssperre, oder wahlweise zum Stummschalten, sowie der Power Button, besteht nun aus Metall. Beides Details welche den Eindruck von Wertigkeit beim iPad Air deutlich steigern.

Wie gewohnt, im Portraitmode gehalten, findet sich oben die Buchse für den Kopfhörer und unten der Lightning Port. Neu ist die Positionierung der Lautsprecher, links und rechts neben dem Port, das 9,7 Zoll Tablet kann nun auch Stereo, dazu aber später noch mehr.

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Haptik

Das iPad Air ist unverschämt leicht, selbst nach einigen Wochen Nutzung fällt mir dieses noch immer wieder auf sobald der Griff zum Tablet ging. Neben allen inneren Werten, es ist das Gewicht, welches beim "Air" absolut positiv im Alltag zu bemerken ist. Wo das iPad 3 gerne zur "Hantel" wurde, wenn man dieses längere Zeit mit nur einer Hand gehalten hatte, beim neuen Apple Tablet ist das alles kein Problem mehr.
Ich nutze das "Air" gerne zum abendlichen daddeln auf der Couch, nicht selten schlafe ich dabei einfach mal ein. Ich kenne also das Gefühl sehr gut, wenn einem ein iPad in´s Gesicht fällt. Direkter Vergleich iPad 3 zu iPad Air, das "Air" ist hierbei weniger schmerzhaft ;)
Da ich mit dem iPad oft genug auch unterwegs bin, hier machen sich schlankes Design und reduziertes Gewicht deutlich bemerkbar, das neue 9,7 Zöller nimmt weniger Platz in der Tasche und zerrt weniger beim Transport. Beim surfen, lesen, Dokumente bearbeiten ist die "neue Leichtigkeit" einfach der Trumpf schlechthin zum iPad Air.

Doch hat die Reduktion beim Gewicht auch einen Punkt, welcher die sonst hohe gefühlte Wertigkeit schmälert. Auch das Display hat eine Schrumpfkur erfahren, sprich dessen Bauteile. Apple führt es auf dieser Seite im Detail an. Alle benannten Einsparungen beim Material des Displays führen zu einem "Touch Gefühl" das mich an Kunststoff denken lässt. Das Display vibriert beim tippen deutlich und es klingt hohl, das "tappen" der Finger ist deutlich zu hören. Schaut man ein Video auf YouTube, oder lässt sich vom Musikplayer berieseln, so wird das Display zu einer einzigen stark vibrierenden Fläche. Man gewöhnt sich an vieles, technisch kann ich die Zusammenhänge zwischen "Air" und dem verhalten des Displays nachvollziehen, aber Wertig fühlt sich dies alles am Ende leider nicht wirklich an. Sorry Apple, wäre das iPad Air am Ende vielleicht 5 Gramm schwerer, dafür aber das Display so in der Haptik wie bei den früheren iPads, es wäre vielen Usern wahrscheinlich deutlich lieber gewesen.

Display

Zur Haptik des Displays habe ich mich ja eben ausgelassen, sonst bietet es aber keinerlei Gründe zur Kritik. Knackig scharf mit hoher Farbtreue und perfekter Abgrenzung zwischen strahlend hellen und dunklen Bildanteilen kommt es daher. Dabei ist das Panel sehr Blickwinkelstabil, auch bei seitlicher Betrachtung werden Farben nicht verfälscht und der Kontrast bleibt erhalten.
Auch die Ausleuchtung des Screens ist gut, lediglich um den Rahmen herum kann man leicht hellere Bereiche wahrnehmen, an den Stellen wo die LED´s verbaut wurden. Technisch ist dies kein Mangel, es ist eine konstruktiv bedingte Eigenheit der EDGE Displays und diese findet sich quer durch alle Hersteller wieder. Clouding, ebenfalls eine prinzipielle Schwäche von EDGE Displays, findet man am iPad Air hingegen nicht.
Was mir positiv auffällt, trotz Glossy Display spiegelt der Screen des "Air" kaum bei Gegenlicht. Wie sich das bei direkter Sonneneinstrahlung verhält konnte ich nicht testen, hier in Rostock macht sich der Planet schon längere Zeit rar und es ist insgesamt zu ungemütlich draussen um an der frischen Luft das Tablet zu nutzen.

A7 & M7

Auch beim iPad Air kommt der aktuelle A7 Chip mit 64 bit Architektur zum Einsatz, getaktet auf 1,4 GHz. In der Praxis bedeutet dies Leistung satt, Anwendungen, welche das iPad Air an seine Leistungsgrenzen führen könnten, die müssen erst noch geschrieben werden. Das Tablet reagiert auf Eingaben wunderbar schnell, Arbeitsabläufe in zB Pages sind flüssig. Im direkten Vergleich mit dem A7 im iPhone 5S legt das iPad Air bei der Performance sogar noch ein "Schippchen" drauf, die im Vergleich um 100 MHz höhere Taktung sorgt zum Beispiel für den schnelleren Aufbau von Seiten im Safari.
Vom M7 bemerkt man dagegen beim iPad eher wenig, ich wüsste auch nicht welche "Fitness App" ich auf einem 9,7 Zoll Tablet sinnvoll nutzen sollte. Das der Co Prozessor verbaut ist macht sich eher bei der Akku Ausdauer positiv am iPad bemerkbar.

Dieses Kapitel kann man im Grunde mit "Leistung bis zum abwinken" schliessen, denn diese stellt das iPad Air durch die verbaute Hardware im Alltag bereit.

Empfang

MIMO, so nennt sich eine Technik zum Wifi Empfang bei mobilen Geräten. Beim iPad Air setzt Apple erstmals auf MIMO, im Tablet sorgen zwei Antennen für den stabilen Signalfluss über das Wifi Netzwerk. Der Hersteller verspricht einen verdoppelten Datendurchsatz per Wifi und verspricht am Ende nicht zu viel.
Mit dem iPad Air habe ich nun, verbunden im 5 GHz Bereich verbunden mit einer Time Capsule, im heimischen Netzwerk einen steten Datendurchsatz von 300 Mbit/s. Somit kann auch das iPad die volle Bandbreite meines Internetanschlusses abrufen und ist damit einfach nur sauschnell per Safari unterwegs. Empfangstechnisch gibt es keinen Grund für Klagen, der Wifi Empfang ist durchgängig mit vollem Ausschlag vorhanden.
Auch Unterwegs ist der Empfang des Mobilfunknetzes kein Problem, dass LTE der Telekom ist stabil verfügbar. Beim iPad Air verbaut Apple nun endlich auch einen LTE Chip, welcher alle in Deutschland genutzten Frequenzen unterstützt, LTE der drei grossen Provider ist also kein Problem mehr.nnAkku & Ausdauer

Bei allen Massnahmen, welche Apple zur Reduzierung des Gewichtes beim neuen iPad getroffen hat, ist auch der Akku betroffen. Im "Air" hat der Akku nur zwei Zellen und diese bringen es auf eine Kapazität von 32,9 Wattstunden, zum Vergleich, beim iPad 3 waren es noch drei Zellen mit einer Kapazität von 43 Wattstunden. Nicht unbeträchtlich, wie stark der Akku der "Schrumpfkur" Tribut zollen musste.
Trotz allem gibt Apple auch zum iPad Air eine durchschnittliche Akkulaufzeit von 10 Stunden an...und stapelt damit doch um einiges tief.

Es ist immer schwer, wenn man erreichte Akkulaufzeiten auswerten möchte und diese in ein für alle vergleichbares Mass bringen möchte, ich gebe hier also nur meine subjektiv erreichte Laufzeit an.
Ich habe am iPad Air stets auch den Mobilfunkteil aktiv, alles was am iPad in irgendeiner Form Push und Ortungsdienste nutzt ist aktiv. Die Helligkeit des Displays ist auf ca 50 Prozent geregelt, die eigentliche Steuerung übernimmt dabei das iOS per Automatik. Genutzt wird das iPad zum Surfen, ab und an Musik dabei, E Mails bearbeiten und Lesen. Ab und an wird auch mal Pages genutzt, oder Keynote.
Bisheriger Spitzenwert, welcher mir unter dem Menüpunkt "Benutzung" bisher angezeigt wurde, waren 18 Stunden "Benutzung" bei knappem 3 Tagen "Standby". Wobei aktuell der Akku gut für 5 Tage Standby reicht, ich habe aber derzeit wenig Zeit und damit liegt das iPad oft unbenutzt auf dem Tisch.

Lautsprecher & Stereo

Die Lautsprecher und "Stereo am Air" sind mir ein paar gesonderte Zeilen wert.
Eingangs schon erwähnt, Apple hat beim "Air" die Position der Lautsprecher geändert, zudem wurde aus bisher einem Lautsprecher der vorigen iPads ein Paar Lautsprecher und damit kann das neue Tablet nun auch Stereo.
"Schön, das iPad Air kann nun also Stereo, aber so?" Meine Gedanken, sobald ich mal ein Video auf dem iPad schaue, oder kurz Musik abspiele. Analog zum iPad mini wandern die Lautsprecher beim 9,7 Zöller nun auch in den unteren Rand und sind links und rechts vom Lightning Port verbaut. In der Praxis bedeutet dies, Stereo hat man nur, so man das "Air" im Portrait Mode nutzt, dreht man das Tablet auf die Seite sind die Lautsprecher entsprechend nur auf einer Seite und der Stereoeffekt damit ad absurdum geführt. Auch ist die Positionierung der Lautsprecher direkt in der Seite denkbar ungünstig gelöst, so finde ich. Bei den früheren Generationen gab es einen Lautsprecher auf der Rückseite, dieses hatte einen positiven Effekt. Wenn man kurz die Lautstärke der Wiedergabe erhöhen wollte, dann reichte es die Handfläche in Region des Lautsprechers am Rücken des iPad zu positionieren, somit hatte man einen perfekten Schalltrichter. Gerade auf YouTube, wo Videos meist in deutlich unterschiedlichen Audioqualitäten vorliegen, ersparte man sich mit diesem "Kunstgriff" ein ständiges nach regeln der Lautstärke per Button.
Beim "Air" funktioniert dies so nicht mehr wirklich, zudem verdeckt die haltende Hand schnell die Lautsprecher. Ok, man sollte eben zur anderen Seite greifen, aber wenn man die Lautsprecher nicht im Sinn hat, zudem halte ich das iPad immer auf der Seite des Home Button bei der Einhandbedienung und ausgerechnet da sind nun die Lautsprecher verbaut.
Das mag subjektives Gemecker sein, für meinen Teil sehe ich in der Anbringung der Lautsprecher beim Air aber ein klare Fehlkonstruktion.

Kamera

Bei der iSight Kamera gibt es zum iPad Air nichts neues bei der Optik. Apple verbaut das bekannte Modul mit Mehrelemente Linse, bei der Auflösung bleibt es bei 5 MPix. Damit gelingen gute Schnappschüsse, wenn die Lichtverhältnisse stimmen, mehr aber auch nicht. Sobald es mit dem Licht schlechter wird ist die iSight des iPad weiter gehandicapt, es fehlt eine unterstützende Foto LED. Damit ist das iPad Air auch weiterhin keine wirkliche "Knipse", aber wer will das auch wirklich. Sicher mögen 9,7 Zoll als Sucher irgendwie beeindruckend wirken, aber handlich zum fotografieren ist ein iPad einfach nicht. Es reicht für schnelle Schnappschüsse, mehr soll es wohl auch aus Sicht der Kalifornier nicht.
Bei der Frontkamera hingegen hat Apple Verbesserungen zum "Air" gebracht, die Pixel auf dem Aufnahmechip wurden vergrössert und eine vergrösserte Blende verbaut. Damit kann das "Air" auch bei schlechtem Licht besser Details aufnehmen. Ein paar Testanrufe via Skype lieferten hier auf der Gegenseite deutlich positives Feedback.

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Zubehör, Apples Smart Case

Nicht unerwähnt sollte Apples Case zum iPad Air bleiben, das Smart Case.
Ich bin einfach der Typ, der zum iDevice auch ein Case braucht, ich mag einfach keine Kratzer im Gehäuse und finde das Gefühl von Leder in der Hand einfach angenehm. Es mag immer etwas verwunderlich wirken, wenn man das schöne Design eines iDevice direkt in einem Case versteckt, aber wenn das Case sehr schick ist...

Mit dem iPad Air präsentiert Apple auch ein eigenes Ledercase zum Gerät, analog zum iPhone 5S ist auch dieses aus Anilinleder gefertigt. Es passt perfekt und trägt nicht wirklich auf, die Verarbeitung ist dabei perfekt. So sollte es auch sein, denn mit einem angesagten Kurs von 79,- Euro ist Apples Case kein Sonderangebot.
Im Deckel sind Magneten integriert, womit das Case den Zusatz "Smart" verdient, denn diese sprechen die im iPad integrierten Magneten an und wecken es entsprechend beim öffnen des Caser aus dem Sleep Mode. Ja, das konnte schon das "Smart Cover" zum Ur-iPad, dies ist mir klar, auch Lösungen von Drittanbietern nutzen diese Funktion.
Dennoch, das Case von Apple besticht einfach durch die Qualität des Leders, seine Passung und auch die Farben wirken auf dem Anilinleder sehr leuchtend. Zudem sind die Aussparungen für Lightning Port, Kamera und Lautsprecher 100 Prozent passend aus dem Leder ausgestanzt, hier wiederum versagen Drittanbieter nicht selten, so meine Erfahrung. Besonders gelungen finde ich übrigens die Aussparungen für die Lautsprecher, Apple stanzt hier nicht einfach je ein rechteckiges Loch pro Lautsprecher, es wurde jedes einzelne Loch des Gehäuse in das Leder des Case übertragen. Mir gefällt das sehr, einfach irre Detailversessenheit.

Wer also zum iPad ein Case sucht, der sollte vielleicht mal das gute Stück von Apple etwas genauer betrachten.

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Mein persönliches Fazit

Abgesehen von meiner Kritik an den Lautsprechern, dass iPad Air markiert eine neue "Generation iPad" für Apple und die Kalifornier dürfen zurecht Stolz auf die schicke Flunder im 10 Zoll Format sein.
Beeindruckt bin ich von der Leichtigkeit und ich denke dies wird so auch noch eine ganze Weile anhalten, mit jedem Griff zum iPad denke ich noch immer "Scheis*e ist das leicht!". Hier sollte jeder, der über einen iPad Kauf nachdenkt und sich im Vorfeld auf das neue iPad mini festgelegt hat unbedingt erst einen direkten Vergleich der Geräte machen, denn wirklich in Worte fassen lässt es sich einfach nicht, wie handlich das "Air" am Ende ist.
Die Verarbeitung ist, typisch Apple, auf sehr hohem Niveau. Bisher schafft es aus meiner Sicht kein Mitbewerber am Markt, auch nur im Ansatz Glas und Metall so sauber zu verarbeiten. Zum Design verliere ich nicht viele Worte, ich mag, was Jony Ive entwirft. Klar, nüchtern, geradlinig, eben Apple. Aber Design ist und bleibt eine Frage des persönlichen Geschmacks, darüber zu diskutieren macht keinen Sinn.
Leistung, es gibt aktuell keine Anwendung welche den verbauten A7 wirklich fordert, dass "Air" rennt wie nichts gutes und ist dabei absolut flüssig. Hierzu nur eine Wort, "Geil!"

Es klingt wie das übelste Werbegetöse, was ich abschliessend zum "Air" schreibe, aber es trifft einfach. Mit dem iPad Air hat Apple das beste iPad auf den Markt gebracht, was es je gab. Die Kalifornier haben mit dem "Air" wieder eine Duftmarke gesetzt, an welcher sich die restlichen Mitbewerber einfach werden messen lassen müssen.

 
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Guter Artikel, sehe ich alles genau so. Bis auf das Case. Es geht auch einfacher.
Charly
 

iFreddie

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Na, freut einen doch, wenn die eigene Ansicht zum Air auch von anderen geteilt wird :)

Zum Case, ja klar geht da auch einfacher, hab zB auf dem iPad 3 von Anbeginn ein Case von Okazie gehabt und war zufrieden. Das aktuelle Ding von Apple find ich aber einfach schön, so wollte ich das vermittelt sehen, nix weiter.

Gruss
 

GerdKarrer

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Ich bin überrascht, daß ich hier Forum gar nichts und auch in anderen
Publikationen (z.B. Heise) nichts mehr zu dem Thema "Display-Probleme
mit dem iPad Air" lese.
Gemeint ist das hier
iPad-Air: Problemberichte zum Display | Mac & i
beschriebene Problem.
Keine neue Meldung interpretiere ich erst einmal so, daß es keine Lösung des Problems
gibt ... aber ich lasse mich da gerne eines besseren belehren.
Danke - Gruß Gerd Karrer
 
G

Gast

Gast
Ich kann auf meinem Display Air wifi 16 GB geliefert am 10.11.2013 keine Verfärbungen feststellen.
viele Grüße
Charly
 

iFreddie

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@GerdKarrer

Da es sich hier um den Bericht zu meinem iPad Air handelt, ich keinerlei Verfärbungen auf dem Display feststellten kann, da kann ich dazu auch nichts schreiben.
Was aber nicht in Abrede stellen soll, dass es offensichtlich auch beim iPad Air wieder gelbstichige Displays geben kann. Stichwort Kleber... (auch Darstellungsfehler und bräunliche Verfärbungen soll es geben) In wie weit dann aber übertrieben wird, oder nicht, dies ist schwer einzuschätzen am Ende und sicher auch zum Teil, was Verfärbungen angeht, subjektive Wahrnehmung durch die User selbst.

Lösung des Problems? Kleber trocknet nach und Gelbstich verschwindet. Zumindest bei Meldungen zu gelben Displays bei neuen iDevices ist der Fall damit erledigt. Hier wird einfach so schnell produziert, dass dieses Problem mit dem Kleber daraus resultierend bekannt ist.

Darstellungsfehler, also schwarze Linien. Das kann nun Software sein, oder ein Problem beim Panel. An das iPhone 5 zurückerinnert, hier gab es ein Problem mit flackernden Tastaturen zum Release (hatte ich selbst auch). War ein iOS Problem, wurde entsprechend gefixt.
Sollten es Hardwareprobleme sein, dann wird das ausgetauscht, nicht schön für die Betroffenen, aber auch kein wirkliches Problem. Apple tauscht solches klaglos aus.

Bräunliche Verfärbungen beim Air, scheint bei Apple bekannt, wird getauscht.

Am Ende, es ist die Frage wie viele iPad Air sind betroffen? Alle in keinem Fall, sonst hätte es deutlich mehr Rückmeldungen mit Problemen. Stellt sich also, wie eigentlich immer, die Frage nach der Verhältnismäßigkeit solcher "Problem News". Wenn es am Ende 1% aller Air sind, dann sprechen wir sicher nicht von einem Serienfehler. So stellen es die Medien aber zu gerne dar, das bringt mehr Klicks bei Google...

Und, wir sprechen von LCD Panels, welche eh einer Serienstreuung unterliegen, zudem kommen sie bei Apple von wenigstens zwei unterschiedlichen Herstellern. Beide erfüllen hierbei die Vorgaben von Apple, doch sicher wird es da Toleranzen geben. Somit kann ein Panel von zB LG strahlend weiss sein, dass gleiche von Sharp aber eben etwas wärmeres Weiss zeigen. Ist einfach so, nicht nur bei Apple am Ende.

Gruss
 
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kkongo

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Wobei aktuell der Akku gut für 5 Tage Standby reicht, ich habe aber derzeit wenig Zeit und damit liegt das iPad oft unbenutzt auf dem Tisch.

Also, wenn ich mein iPad nicht anfasse, reicht die Standbyzeit locker 14 Tage (Ich schwöre - nicht gelogen).
Auch alles aktiv (Mob, Wlan, Ortung, Google+,... usw).

Gruss
 

iFreddie

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Entspricht aber nicht dem klassischen Anwendungsszenario...so überhaupt nicht anfassen ;)
 

kkongo

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Das ist ja etwas anderes
Es verdeutlicht, wie akkuschonend IOS ist, denn auch bei Heavy-Useren ist das Debice in 24 Std mehr aus als an.
 
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