iPhone 5S im Test

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Vorgestellt am 10. September, seit dem 20. September auf dem Markt, Apples iPhone 5S.nnEine Nacht vor dem Apple Store am Ku´damm gecampt und am Tage des Release tatsächlich eines abbekommen, ein iPhone 5S in Space Gray mit 64 GB Speicherkapazität. Anders kann man es nicht zusammenfassen, etwas Verrücktheit und Glück führten dazu, dass ich nun seit guten drei Wochen Apples aktuelles "Top iPhone" im täglichen Gebrauch habe.
Hier möchte ich nun ein kurzes Fazit zum iPhone 5S zusammenschreiben.

Die Spezifikationen

Das iPhone 5S ist eine Weiterentwicklung des iPhone 5, ein typisches "S Modell" von Apple. Hervorzuheben sind beim 5S der weltweit erste 64Bit Chip, der M7 Motion Coprozessor und der im Home Button integrierte Fingerabdrucksensonsor.

  • A7 Chip mit 64Bit
  • M7 Motion Coprozessor
  • 4 Zoll Retina Display (Auflösung 1136 x 640 Pixel, 326 ppi)
  • iSight Kamera mit 8 Magapixeln (1,5 µ Einzelpixel) und ƒ/2.2 Blende
  • FaceTime Kamera mit 1,2 Megapixeln
  • Videoaufnahmen in 1080p, Slowmotion in 720p
  • Höhe 123,8 mm, Breite 58,6 mm, Tiefe 7,6 mm, Gewicht 112 g
  • Speicherkapazitäten 16 GB, 32 GB und 64 GB
  • Akkukapazität 1570 mAh

Lieferumfang

Neben dem eigentlichen iPhone ist, Apple-typisch, der Lieferumfang auf das nötigste beschränkt. Es findet sich das obligatorische Lightning Kabel zur Verbindung mit iTunes, Apples EarPods und ein Ladestecker in der Box, zusätzlich eine knappe Kurzanleitung und die "Nadel" zum öffnen des SIM Trays.

Design und Verarbeitung

Beim Design hat sich, mit Blick auf den Vorgänger, nichts verändert. Das iPhone 5S kommt in der Formensprache des iPhone 5 daher. Die Materialien sind Aluminium, Glas und Saphir.
Neu sind die wählbaren Farben für das 5S, zur Wahl stehen "Space Gray", "Silver" und "Gold". Mangels anderer Verfügbarkeiten habe ich mich für das Modell in Space Gray entschieden, dies Farbvariante ersetzt das zum iPhone 5 verfügbare Schwarz. Eine durchaus logische Entscheidung seitens Apple, denn mit dem schwarzen iPhone 5 prägte sich auch der Begriff "Scuffgate", Kratzer in der schwarzen Beschichtung schon ab Werk, sehr schnelle Abnutzung der schwarzen Beschichtung, Probleme denen man beim iPhone 5S offensichtlich aus dem Weg gehen wollte.
Das Space Gray wirkt, in Verbindung mit den weiterhin schwarzen Glaselementen, sehr hübsch auf mich. Aber das trifft eher die Geschmacksfrage eines jeden einzelnen, viel wichtiger, das Gehäuse meines 5S war ohne jeglichen Makel in Form von Kratzern und auch nach drei Wochen Nutzung zeigen sich keinerlei Gebrauchsspuren in der Beschichtung des Aluminiums.
Da derzeit die Farbe Space Gray die, im Grund, einzig verfügbare Farbvariante ist und sich hierzu auch im Netz keine Problemberichte mit der Beschichtung zeigen kann das Kapitel "Scuffgate" mit dem Release des 5S offenbar geschlossen werden.

Typisch für die iPhones ab der vierten Generation, eine beweglich gelagerte Linse der Kamera. Immer wieder trifft man im Netz auf Berichte zu Klappergeräuschen ab iPhone 4, fortgesetzt mit iPhone 4S und 5 und auch zum iPhone 5S wird es wieder diese Berichte geben. Klopft man mit dem Finger die Rückseite rund um die Kamera ab, so hört man in der Tat auch beim 5S wieder ein leichtes Rasseln, so zeigt der Selbstversuch. Durchaus normal und technisch bedingt, auch wenn es hierbei wohl subjektives Empfinden ist, wie störend man diese Geräusch am Ende finden mag.

Eine der tiefgreifendsten Änderungen nennt Apple "TouchID", gemeint ist hier der im Home Button integrierte Scanner zur Erfassung von Fingerabdrücken. Diese Neuerungen hat tatsächlich einen grösseren Einfluss auf die Haptik des iPhone, als man im Vorfeld glauben mag. Bisher war ein Home Button leicht nach innen gewölbt und passte sich damit dem drückenden Finger an, zusätzlich wurde dabei die "Drückrichtung" des Button zentriert.
Beim iPhone 5S ist der Home Button nun flach, von einem Ring umgeben und aus Saphirglas. Im Ergebnis drückt sich das zentrale Bedienelement damit völlig anders, als von früheren iPhones gekannt. Der Druckpunkt ist härter und durch die jetzt flache Gestaltung kann der Button sich beim drücken leicht verkanten, die Folge ist dabei ein vernehmbares "Klick". Das alles klingt vielleicht wie eine Randnotiz, man sollte aber bedenken wie sehr man sich als jahrelanger iPhone Nutzer an des Feeling des bisherigen Home Button gewöhnt hat. Ich für meinen Teil wahr jedenfalls zu Beginn leicht irritiert, sobald ich am 5S den Button betätigte.

Display

Hier gibt nicht viel zu sagen. Apple übernimmt beim 5S nicht nur die 4 Zoll des Screens, auch das eigentliche IPS Panel ist das gleiche wie beim Vorgänger, dem iPhone 5. Das ist keine schlechte Entscheidung, der Screen des 5S zeigt leuchtende Farben und ist bei Bedarf sehr hell, die Helligkeit lässt sich praktisch stufenlos zwischen 5 und 459 cd/m² regeln. Die Helligkeit reicht sicher nicht mehr, um auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch all zuviel zu erkennen, aber bei welchem Display ist dies schon möglich.
Keine Kritik gibt es bei der Ausleuchtung des Displays, hier finden sich mit blossem Auge keine hellen und dunklen Flecken in einem schwarzen Hintergrund. Lediglich bei der Schwarzdarstellung zeigt der Screen LCD-typisch Schwächen, wirklich sattes Schwarz zeigt das iPhone 5S nicht
Die Farbwiedergabe ist ausgesprochen natürlich, AMOLED Displays diverser Hersteller mögen hier bunter sein, sind aber auch meist deutlich von der Farbtreue der iPhone 5S Wiedergabe entfernt.
Der Blickwinkel ist für ein LCD Display sehr gut, kippt man das iPhone von oben nach unten zeigen keinerlei Abweichungen bei Kontrast und Farbe. Bei Kippung von links nach rechts wird der Kontrast mit steigendem Blickwinkel leicht schwächer, bei den Farben zeigen sich aber auch hier kaum störende Abweichungen.

Eine "Frage des Glaubens" ist sicher die von Apple gewählte Grösse des Screens, 4 Zoll sind es beim iPhone 5S. Android Nutzer können hier sicher nur müde lächeln, sind hier bei den Herstellern doch Grössen ab 5 Zoll üblich.
Mir selbst reichen die 4 Zoll und deren 16:9 Format, führen sie doch dazu, das man auch das 5S wieder bequem mit dem Daumen einer Hand bedienen kann. Aber dies ist subjektiv, hier soll jeder selbst seine eigenen Präferenzen setzen.

Zur Schärfe des Retina Displays gibt es nicht viel zu sagen, die Auflösung 1136 x 640 Pixel mit 326 ppi führt zu einer knackscharfen Darstellung, also nichts zu bemängeln.

Kamera

Apple setzt beim iPhone 5S auf 8 Megapixel, wie schon beim Vorgänger, als technische Weiterentwicklung führt Apple eine Vergrösserung der eigentlichen Pixel auf 1,5 µ an und setzt eine ƒ/2.2 Blende ein. Dies alles, neben beweglichen und hinterleichteten Linsenelementen und einer "True Tone" getauften Dual-Foto-LED, soll die Kamera des neuen iPhone im Verhältnis zu der schon anerkannt guten Kamera des iPhone 5 aufwerten.
Bisher hatte ich hier einfach noch nicht die Zeit für einen ausgiebigen Test der Kamera, kann aber die von Apple versprochene Verbesserung der Aufnahmen, gerade bei schlechten Lichtverhältnissen, durchaus nachvollziehen.
Die grösseren Pixel in Verbindung mit der grösseren Blende sorgen für eine höhere Empfindlichkeit des Aufnahmechips, dies bedeutet, das iPhone 5S setzt den "Blitz" deutlich später ein (wenn man hier die Automatik gewählt hat) und dennoch geben die gemachten Bilder mehr Details wieder. Wird dann der Einsatz der Foto-LED doch notwendig, so scheint das Konzept von "True Tone" deutlich aufzugehen. "True Tone" steht für die Kombination zweier LED´s, eine für kaltweisses und die andere für warmweisses Licht zuständig. Das iPhone berechnet nun eine zur Umgebung passenden Lichtfarbe und setzt entsprechend die beiden LED´s ein. Im Ergebnis sorgt diese Technik gerade bei Portraitaufnahmen für natürliche Hautfarben.
Da ich hierzu mit keinen Vergleichsbildern dienen kann verweise ich auf zwei ausgiebige Tests von Profifotografen:


Zwei weitere Neuerungen führt Apple zur Kamera des 5S ein, Videoaufnahmen in Slowmotion und eine Serienbildfunktion, beides wird durch die enorme Rechenpower des A7 Chip ermöglicht.
Slowmotion Videos werden mit 120 fps aufgenommen, zu wählen ist die Funktion per Kamera-Menü. Gut gelöst ist hierbei die Festlegung für den Videoabschnitt der verlangsamt wiedergegeben werden soll, dieser kann nach Beendigung der Aufnahme einfach mit "Schiebern" festgelegt werden. Weniger gut, auch wenn "Slowmotions" in der normalen Fotoablage auf dem iPhone gespeichert werden, so ist der Export solchen Zeitlupenaufnahmen auf den Rechner unverständlicher Weise nicht möglich. Was auch immer man sich in Kalifornien dabei dachte, hier sollte dringend nachgebessert werden. Glücklicher Weise haben sich erste Entwickler dieses Umstandes bereits angenommen und bieten spezielle Apps, welche den Export von Slowmotion Aufnahmen ermöglichen, TrueSloMo sei hier genannt.

Die Serienbildfunktion der Kamera kann hingegen voll überzeugen, dank des A7 sind hier 10 Aufnahmen pro Sekunde möglich. Sinnvoll ist dieser Modus bei der Aufnahme von sich schnell bewegenden Objekten. Einfach denn Finger auf dem Auslöser lassen und das 5S schiesst eine Serie, diese wird als Stapel in den Aufnahmen gespeichert und automatisch die beste Aufnahme vorgewählt. entweder man editiert hier nun manuell, oder speichert direkt das automatisch vorgewählte Bild als Einzelbild.

Insgesamt muss ich gerade zur Geschwindigkeit der "5S Kamera" noch ein paar einige kurze Worte verlieren. Hier ist deutlich zu spüren, wie sehr der A7 für Power sorgt. Starten und Fokussieren gehen bei der Kamera des 5S tatsächlich in Windeseile, auch beim direkten Vergleich zur Kamera des iPhone 5 ist dies deutlich sichtbar. Ich bin wirklich beeindruckt.

A7 und M7nnApple entwickelt seine Chips von Grund auf selbst und lässt diese dann von Zulieferern fertigen. So auch wieder beim A7, es handelt sich wieder um einen Dualcore Chip mit integrierter GPU. Als Besonderheit zum A7, hier handelt es sich um den ersten 64Bit fähigen Chip in einem Smartphone.
"Wieder nur Dualcore", könnten man im ersten Moment denken, gerade wo bei der Konkurrenz doch Quadcore- und Octacore Chips zum Einsatz kommen. Dennoch ist Apples iPhone 5S aktuell wieder das schnellste Smartphone und zeigt damit, wichtiger als blosse Hardware ist am Ende die Abstimmung aus Hard- und Software. Ich werde mich jetzt nicht an die Auflistung von unzähligen Benchmark Tests machen, verweise nur exemplarisch auf einen "Google Nexus 5 schlägt im Benchmark alle, nur nicht das iPhone 5S".
Auch die Auswirkungen des "64Bit Betriebs" spürt man beim 5S im Alltag wohl weniger, hier zeigen sich die Stärken hauptsächlich bei grafisch aufwendigen Spielen wie InfintiyBlade3.
Das Spiel habe ich mir direkt auf mein 5S geladen, obwohl ich nun absolut nicht der "Zocker" bin, aber die Neugier auf die erste in 64Bit lauffähige App war grösser. Und ja, es beeindruckt wirklich, alles sehr detailliert und absolut keine Ruckler, auch Treppenbildung in senkrechten Linien finden sich keine. Offensichtlich scheinen die 64Bit dann doch kein Marketinggag gewesen zu sein.
Wie dem auch sei, selbst vom iPhone 5 kommend bemerkt man die Rechenpower des 5S, absolut nichts reagiert verzögert, keine Gedenksekunden beim Start von Anwendungen, einfach alles flüssig bei der Nutzung. Kommt man dann vielleicht von einem iPhone 4S, oder noch früheren Generationen, zum iPhone 5S ist man wahrscheinlich sprichwörtlich geplättet vom Dampf des aktuellen iPhone.


Spannender finde ich persönlich aber den "Motion Coprozessor" M7. Dieser ist direkt im A7 integriert und hat nur wenige Aufgaben, das Erfassen von Tracking-Daten. Entsprechend schmal ist der kleine Prozessor ausgelgt, er tacktet mit lediglich 180 MHz. Apple sieht hier eine Möglichkeit für zum Beispiel neue Fitness Apps, welche durch den A7 stromsparend mit Bewegungsdaten versorgt werden können.

Akku und Ausdauer

Der Akku des iPhone 5S hat eine Kapazität von 1570 mAh, dies ist also eine nur geringe Steigerung zu den 1440 mAh des iPhone 5. Hier zeigt sich direkt der M7 als positive Neuerung, da der A7 nicht mehr für das Tracking genutzt wird spart die Kombination aus A7 und M7 deutlich Strom.
Die Befürchtung das die, im Vergleich zum iPhone 5, verdoppelte Leistung der CPU im 5S allzu kurzen Prozess mit dem Akku im alltäglichen Betrieb machen könnte bestätigt sich nicht.
Es ist immer schwierig Angaben zur realen Laufzeit eines Akkus im Verhältnis zur Nutzung eines Devices zu machen. Ich komme mit dem 5S auf eine Laufzeit von gut einem Tag bei normaler Nutzung. "Normale Nutzung" steht für reichliche Nutzung von E Mail, hemmungslose Aktivierung von Push- und Ortungsdiensten zu allen Apps, Telefonie, häufige Nutzung von Tapatalk für den Blick in´s USP Forum und natürlich Telefonie. Verglichen mit dem iPhone 5 habe ich zum Ende des Tages ca. 20 % Akkukapazität auf dem 5S übrig.
Kurz, das iPhone 5S wird wahrscheinlich problemlos für fast jeden über den Tag kommen, aber wie eigentlich bei jedem Smartphone Nutzer am Abend nach dem Ladegerät verlangen.

Telefonie, Audio und Empfang

Der Lautsprecher für Telefonate ist von guter Qualität. Die Gesprächspartner sind gut zu verstehen, und die Lautstärke lässt sich weit genug nach oben regeln, um auch in lauten Umgebungen noch Telefonate führen zu können. Gerade in Verbindung mit HD Voice macht telefonieren einfach Spass, nicht nur über die unterstützenden Mobilfunk Provider, auch FaceTime Audio wird in HD abgewickelt.

Die mitgelieferten EarPods sind vom Klang her gut in der Mittelklasse zu sortieren. Einzeln kosten sie 30 Euro im Verkauf, in diesem Umfeld müssen sich Apples mitgelieferte Kopfhörer mit ihrem sauber durchgezeichneten Klang absolut nicht verstecken. Mir persönlich sitzen die EarPods zu locker in den Ohren, weshalb ich hier dennoch auf Alternativen ausweiche. Man sollte aber die Apple Kopfhörer zumindest erst testen und dann entscheiden, ob sie den persönlichen Ansprüchen nicht doch schon genügen.

Auch das iPhone 5S besitzt nur einen Lautsprecher an der Unterseite, von Stereo ist hier also kleine Spur. Dennoch, der gelieferte Sound kann überzeugen, anständig laut ohne zu verzerren taugt er durchaus für die kurzweilige Beschallung mit Musik, oder zur Untermalung eines YouTube Videos

Beim Empfang des iPhone 5S gibt es nichts zu bemängeln, Empfangsprobleme sind kein Thema. Natürlich, an Stellen mit schlechter Netzabdeckung verliert auch das 5S die Verbindung, was aber für jedes Smartphone zutrifft.
Mit dem 5S baut Apple endlich einen LTE Chip ein der sich auf deutlich mehr Frequenzen versteht, LTE ist mit dem 5S also nicht mehr exklusiv im Netz der Telekom zu empfangen, das 5S unterstützt alle drei grossen Provider in Deutschland.

TouchIDnnDie wohl grösste Änderung beim neuen iPhone stellt der Fingerabdrucksensor dar. Apple geht davon aus, dass deutlich zu viele Smartphones aus Bequemlichkeit völlig ohne Schutz durch einen Code genutzt werden. Bei all den sensiblen Daten, welche heutzutage auf einem Smartphone gespeichert sind, im Grunde unverständlich und leichtsinnig.
Mit TouchID kann der Nutzer sehr bequem das iPhone vor ungewolltem Zugriff schützen und aktuell auch Einkäufe im iTunes Store abwickeln. Auch wenn es nicht wirklich lange dauerte und der Chaos Computer Club den Scanner des iPhone 5S mit der Kopie eines Fingerabdruckes austricksen konnte, der dahinterstehende Aufwand war nun auch nicht so gering.

TouchID habe ich nach nicht mal einem Tag Nutzung als eine wirkliche Wohltat für die tägliche Nutzung empfunden. Einscannen von bis zu 5 Fingerabdrücken wird durch TouchID ermöglicht, der Vorgang des Einscannes gestaltet sich dabei als völlig unkompliziert. Wichtiger, in der täglichen Nutzung von TouchID ist die Erkennungsrate sehr gut. Aber, wie auch von Apple angegeben, sind die Finger leicht verschwitzt, oder hat man sich eine Fingerkuppe lädiert, dann verweigert der Scanner auch ab und an seinen Dienst. Nach mehrmaliger Falscherkennung wird dann die händische Eingabe des zusätzlich hinterlegten Passcodes verlangt. Als Vorteil von TouchID kann man sehen, die hohe Erkennungsrate macht es möglich auf ein individuelles Passwort zu setzen, in aller Regel sieht man die Aufforderung zur Eingabe des Passwortes zum entsperren nicht auf dem 5S. Man kann also statt einer vierstelligen Zahlenkombination eine wirkliches Passwort mit mehreren Zeichen ablegen. Nicht, das diese Möglichkeit nicht schon immer im iOS bestanden hätte, aber die Bequemlichkeit trieb mich bisher immer zum einfachen vierstelligen Code.

Aktuell erlaubt Apple noch keinem Drittanbieter den Einsatz von TouchID für seine Apps, hier wird die Zukunft zeigen wohin die Entwicklung geht.

Abschliessend zu TouchID, die erfassten Scans sollen laut Apple verschlüsselt und nur lokal im A7 Chip gespeichert werden, ein Abgleich mit iCloud und anderen Apple Servern erfolgt nicht. Bei der Akribie letzter Zeit, mit der jegliche Sicherheitsmechanismen des iOS geprüft wurden und werden, der medialen Aufmerksamkeit zu TouchID selbst, ich denke es wäre längst bekannt, hätte Apple hier nicht die Wahrheit erzählt. Ich mache mir also keine Sorgen das etwa die NSA nun im Besitz meiner durch TouchID gescannten Fingerabdrücke ist.

iOS 7 auf dem iPhone 5S

iOS 7 habe ich mit Veröffentlichung der ersten Beta auf dem iPhone 5 genutzt. Zur Kritik, oder nicht Kritik in Sachen iOS 7 und Design lasse ich mich hier nicht aus. Was aber eine Erwähnung aus meiner Sicht wert ist, iOS 7 macht ausgerechnet auf dem iPhone 5S aktuell noch Probleme.
App Abstürze sind sicher zu erklären, die Entwickler hatten einfach noch nicht ausreichend Gelegenheit Apps auf die Hardware und den 64Bit Betrieb des 5S anzupassen, einfach weil die Verfügbarkeit des Gerätes noch zu kurz ist. Es ist davon auszugehen das viele App Entwickler noch nicht mal ein 5S zur Verfügung haben, denn die Lieferfähigkeit des neuen iPhone ist noch immer als angespannt zu bezeichnen. Hier sollte also im Laufe der nächsten Zeit Besserung eintreten.

Schwerer zu verstehen sind aber Probleme mit dem, in iOS 7 eingeführten, Parallax Effekt. Der Effekt soll für einen "3D Eindruck" auf dem Springboard des iPhone sorgen, erzielt wird dieser durch Verschiebung des Hintergrundes in Abhängigkeit von der Bewegung des iPhone, dabei sollte die Ebene der App Icons eigentlich "fest stehen". Dies funktioniert auf zB dem iPhone 5 hervorragend, nicht aber auf dem 5S. Immer wieder springt hier der Hintergrund mit einem sichtbaren Ruckler, sobald man aus einer App auf das Springbord zurückkehrt, als würde dieser erst noch "kalibriert" werden. Zusätzlich schwimmet auf dem 5S die Ebene der App Icons minimal, was ab und an zu einer seitlich verschobenen Ausrichtung der Ebene führt, selten wohlgemerkt, aber dann umso deutlicher sichtbar.
Ebenso scheinen beim 5S aktuell die Lagesensoren Probleme zu haben, Berichte von falsch kalibrierten Wasserwaagen und falsch anzeigenden Kompassen scheinen tatsächlich alle aktuell ausgelieferten 5S zu betreffen. Hier muss Apple mit den nächsten iOS Updates dringend nachbessern.

Mein persönliches Fazit zum iPhone 5S

Hat er sich nun gelohnt, der direkte Umstieg vom iPhone 5 auf das iPhone 5S?

Kurz und knapp, Ja.
Die verdoppelte Leistung ist an vielen Stellen zu spüren, dass iPhone 5 war nun wahrlich kein langsames Smartphone, das 5S begeistert mich aber mit der noch unmittelbareren Reaktion auf jegliche Eingaben, die Kamera ist nicht nur in ihrer Schnelligkeit beeindruckend, auch die Slowmotion Funktion macht einfach Spass. Die wenigen gemachten Bilder sehen gut aus.
TouchID ist eine wirkliche Bereicherung im Umgang mit dem iPhone, ja klar, für mich in erster Linie aus Sicht der Bequemlichkeit. Kurz den Home Button gedrückt und danach den Finger noch kurz auf dem Button belassen, dass Entsperren des iPhone dauert vielleicht eine Sekunde. So schnell hab ich den früher genutzten PIN nicht eingeben können. Auch im iTunes Store, hier hab ich mir tatsächlich schon vor langer Zeit ein ewig langes Passwort angelegt, nun reicht auch hier ein kurzes auflegen eines Finger, ich mag das einfach.

Persönlich finde ich das iPhone 5S ein gelungenes Upgrade, Apple liefert mit dem aktuellen iPhone ein feines Stück Technik.
 
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Mr. Green

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Ein wichtiger Inhalt wurde hier beim Lieferumfang "unterschlagen" ;)
Die Apple-Sticker/Aufkleber ;)
 

Timsche2210

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Wie bei jedem meiner iPhones bisher ;(
 
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Mr. Green

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Was?
Hattest Du diese noch nie dabei?

Ich hatte sie beim MBP und auch beim 5S.
Hoffe doch auch dass beim iPad welche dabei sein werden....



Mit meinem iPhone 5S
 

Timsche2210

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alle original neu gekauft, alle ohne Sticker :(
 

iFreddie

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Öhm, ich hab da nicht drauf geachtet, muss ich glatt mal gucken.
Frage, warum seid ihr so heiß auf die Dinger?

Gruss


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Timsche2210

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Haben will :D
Als echter Schwabe stellt sich da nicht die Frage nach dem warum.
Sondern eher "Warum habens andere und ich nich"?
 

iFreddie

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@Timsche, hast denn mal einen Blick in den "Umschlag" geworfen, der jene welche, wo auch die Nadel dran befestigt ist ;)
 

Timsche2210

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:O
Ehrlich gesagt nich so genau.
Ist ja sowieso nur die Nadel+Kurzanleitung drin :P
Werd ich aber nachher mal nachschauen ;)
 
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Mr. Green

Gast
Nicht nur die Nadel und Kurzanleitung, sondern auch immer die Sticker......
Sonst kauf sie die auf eBay.... :D
Da werden die Dinger um ein paar €uronen vertickt. :)

Gruß


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