"iPhone Bremse" - Schadenersatz in Höhe von 100 bis 999 Milliarden US Dollar gefordert

Diskutiere "iPhone Bremse" - Schadenersatz in Höhe von 100 bis 999 Milliarden US Dollar gefordert im Apple und iPhone Forum Forum im Bereich Smartphones und Tablets; Apple hat sich einen dicken Batzen Ärger eingehandelt. Es geht seit bekanntwerden in den Medien rauf und runter, Apple drosselt die Leistung...
Apple hat sich einen dicken Batzen Ärger eingehandelt.



Es geht seit bekanntwerden in den Medien rauf und runter, Apple drosselt die Leistung des iPhone, wenn dessen Akku nicht mehr die Spezifikationen erfüllt. Kurz - ist der Akku hinüber, dann steht die Höchstleistung der im iPhone verbauten CPU nicht mehr zur Verfügung.

Der Ursprung der Geschichte war ein Posting bei Reddit, hier wurde ein auffälliger Leistungsabfall bei einem iPhone 6 und einem iPhone 6s beschrieben. Im weiteren Verlauf konnte durch GeekBench und andere nachgewiesen werden, dass Apple offenbar bei älteren iPhones dafür sorgt, dass die maximale Leistung der verbauten CPU nicht mehr zur Verfügung steht. Nachdem die Welle der Empörung bereits kräftig am rollen war gab es eine Statement seitens Apple, gegenüber TechCrunch erklärte das Unternehmen, dass man mittels der Firmware einen Eingriff im Power-Management vornimmt wenn der Akku eines iPhone verschlissen ist.


Unser Ziel ist es, unseren Kunden das beste Erlebnis zu bieten. Dies beinhaltet die Gesamtleistung und die Verlängerung der Lebensdauer ihrer Geräte. Lithium-Ionen-Akkus sind nicht in der Lage, Spitzenstrombelastungen bei niedrigen Außentemperaturen zu liefern, sie haben im Laufe der Zeit eine niedrigere Akku-Kapazität und dies kann dazu führen, dass Geräte unerwartet abschalten, um elektronische Komponenten zu schützen.

Im vergangenen Jahr haben für für das iPhone 6, iPhone 6S und iPhone SE ein Feature veröffentlicht, um die momentane Spitzenbelastungen im Bedarfsfall zu dämpfen und so ein unerwartetes Abschalten des Gerätes in bestimmten Situationen zu verhindern. Diese Funktion haben wir nun mit iOS 11.2 auf das iPhone 7 erweitert und wir beabsichtigen diese Funktion zukünftig auf weitere Produkte zu erweitern.​


Nach eigenem Bekunden der Kalifornier hat man also mit der "iPhone Bremse" das Wohl des Kunden im Sinn. Tatsächlich handelt es sich bei nüchternen Betrachtung tatsächlich um einen Kompromiss, entweder stürzt ein iPhone in bestimmten Situationen ab, weil dessen Akku schlicht hinüber ist oder aber es drosselt die Leistung des verbauten Chip und läuft somit langsamer, aber dafür weiterhin stabil.

So nachvollziehbar der Eingriff mittels Firmware sein mag, die Kommunikation der Funktion ist (typisch Apple) eher eine Katastrophe. Und das Unternehmen sieht sich nun weltweit mit verärgerten Kunden konfrontiert. In den Staaten laufen bereits diverse Sammelklagen, laut Patently Apple werden hier Schadenersatzsummen in aberwitzigen Höhen zwischen 100 und 999 Milliarden US Dollar gefordert.
Und auch in Europa gibt es bereits eine Klage, laut HOP wurde diese vor dem Tribunal de grande instance de Paris eingereicht.

Tenor aller Klagen ist, dass Apple mittels des Eingriffs im iOS bewusst Kunden täuschen und zum Kauf eines neuen iPhone animieren wollte. Es wird nun spannend zu sehen sein, wie die Gerichte entscheiden werden und es ist tatsächlich Fakt, mit einer transparenten Information Apples dazu, dass ein verschlissener Akku zum Leistungsabfall beim iPhone führt, hätte sich das Unternehmen den jetzt anstehenden Ärger ersparen können.

Meinung des Autors: Tja, was Apple hier aus technischer Sicht macht ist nachvollziehbar. Das man Kunden dazu im unklaren lässt ist sicher typisch für das Unternehmen, man spricht einfach nur ungerne über technische Details, aber man sollte sich jetzt nicht wundern in Apples Chefetage! Ein neuer Akku ist nunmal günstiger, als ein neues iPhone selbst und Kunden haben diesbezüglich gerne die Wahl, ob man seinem alten Schätzchen mittels neuem Stromspender wieder auf die Sprünge hilft oder doch in ein neues Gerät investiert. Und es ist einfach auch nicht wirklich nachzuvollziehen, warum Apple den Nutzer nicht einfach per Einblendung im iOS Menü über einen schlechten Zustand des verbauten Akku informiert. Damit wäre erklärt, warum ein Gerät plötzlich langsamer läuft und man könnte einfach den Akku Erstzen lassen...
 
  • "iPhone Bremse" - Schadenersatz in Höhe von 100 bis 999 Milliarden US Dollar gefordert Beitrag #2
Robbie

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"iPhone Bremse" - Schadenersatz in Höhe von 100 bis 999 Milliarden US Dollar geforder

.... werden hier Schadenersatzsummen in aberwitzigen Höhen zwischen 100 Milliarden und 999 Milliarden US Dollar gefordert.

Tja, im Amiland könnte ich mir das sogar gut vorstellen. Die Argumentation der Anwälte dürfte doch einfach lauten, das sich Apple dadurch bereichert hat, als das die Apple Kunden anstatt eines neuen Akkus das deutlich teurere neue Modell kauften. Nicht schön, aber dort ein gefundenes Fressen für die Anwälte.
 
  • "iPhone Bremse" - Schadenersatz in Höhe von 100 bis 999 Milliarden US Dollar gefordert Beitrag #3
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Gast185332

Gast
Man wird sehen müssen. Es wäre immer noch der Nachweis zu erbringen, dass Apple sich bereichert hat. Zudem, man muss eben auch das Gegenteil beweisen, dass Apple mit der "iPhone Bremse" nicht dafür gesorgt hat, dass Geräte länger in Nutzung sind (waren).

Aber wie man es drehen mag (und ich drehe ja gerne ;) ), Apple hat sich damit ein echtes Eigentor geschossen. Es wird wahrlich spannend zu beobachten sein, was Apple diese Sache kosten wird...nicht nur Geld, Vertrauen der Kunden und das ist imho wichtiger.
 
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  • "iPhone Bremse" - Schadenersatz in Höhe von 100 bis 999 Milliarden US Dollar gefordert Beitrag #4
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Frankie

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Haben die Jünger in den Stores schon applaudiert :banane:
 
  • "iPhone Bremse" - Schadenersatz in Höhe von 100 bis 999 Milliarden US Dollar gefordert Beitrag #5
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Gast185332

Gast
"iPhone Bremse" - Schadenersatz in Höhe von 100 bis 999 Milliarden US Dollar geforder

Soll das unlustig sein, irgendeine sinnvolle Information kann ich zumindest in deinem Beitrag nicht erkennen.
 
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