Kann das iPhone5 einen Nutzer von Samsung Galaxy S3 und HTC One X überzeugen?

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Sisyphos

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Mein iPhone5 und ich oder kann das neue iPhone einen Nutzer von Samsung Galaxy S3 und HTC One X überzeugen?

Als ich das iPhone5 auspackte und in die Hand nahm war mein erster Gedanke, oh ist das lütt. Dabei ist es größer als dazumal mein N97 war, wenn auch bei weitem nicht so dick. Aber gegenüber dem Galaxy S3 und den HTC One X wirkt es geradezu winzig, trotz des vergrößerten Bildschirmes.

Die Verarbeitung ist wirklich gut. Keine Spalten, keine Kanten wo sie nicht sein sollen, kein Geräusch kann provoziert werden. Metall und Plaste und Glas gehen fast nahtlos ineinander über. Perfekt gemacht, da kann man wirklich nicht meckern. Mein Gerät hatte bei der Auslieferung auch keine Macke.

Das iPhone liegt gut in der Hand und kann auch mit kleinen Händen bequem bedient werden. Dass das HTC oder das Samsung ein scheinbar günstigeres Verhältnis von Handy- und Displaygröße haben ist wahr. Aber das täuscht, denn oben und unten sowie an den Seiten benötigen die Konkurrenten ebensoviel Platz um das Display herum wie das iPhone. Nur durch die größeren Bildschirme täuschen darüber hinweg. Anscheinend verlangt die Technik bei allen Firmen ihr Recht.

Gleich nach dem Auspacken begannen meine Probleme. Das Handy muss aktiviert werde. Das geht ja nun auch ohne iTunes aber man braucht eine SIM-Karte. Ohne ist das nicht möglich, auch nicht mit PC und iTunes. Das leuchtet mir zwar nicht ein, aber gut, warten wir eben bis smartmobil endlich die Nanokarte schickt. Viel zu lange für einen ungeduldigen Menschen natürlich. Mal ehrlich, es mag ja Gründe haben, ein Handy mit SIM-Lock ohne Karte nicht aktivieren zu lassen. aber die Inbetriebnahme des freien Gerätes an eine SIM-Karte zu knüpfen, ist wahrlich übertrieben und gegebenenfalls sehr lästig, wie in meinem Fall.

Nachdem die Aktivierung überstanden war, konnte ich mich endlich mit dem Handy an sich beschäftigten. Von meinem iPad kenne ich den Umgang mit iTunes ja schon ein wenig, das war also kein Problem. Erste Überraschung war, dass bei der Einrichtung
angeboten wurde, die Googlekontakte mit iOS zu verknüpfen. Die wurden auf das Handy kopiert. Auch ohne Exchance-Konto besteht die Möglichkeit, unschwer die bestehenden Kontakte zu übernehmen. Allerdings werden die Informationen nur eingeschränkt übernommen. Beispielsweise Geburtstage und Bilder ignoriert. Gruppen werden aus Google nicht übernommen, können am iPhone auch nicht eingerichtet oder bearbeitet werden. Hier hat Apple erneut etwas Sinnvolles nicht nachvollziehbar unterlassen. Man kann auch auf dem iPhone nur wenig mit den eingerichteten Gruppen anfangen. Lediglich die Anzeige auf bestimmte Gruppen zu beschränken ist möglich, wenn auch umständlich.

Auch die Übernahme der Kontakte als Exchangekonto gelingt nicht perfekt, Es fehlen immer wieder Nummern, Bilder, Geburtstage.
Zu einem Verlust der Nummern kommt es bei beiden Wegen, weil das iPhone nur eine Nummer pro Zuordnung akzeptiert. Wenn im Googlekonto mehrere Nummern als "mobil" gekennzeichnet sind, wird nur eine von denen übernommen. Auch Nummer, die mit einer selbst benannten Zuordnung versehen wurden, akzeptiert das iPhone nicht.
Hier ist es nicht willens, ein wenig Flexibilität zu zeigen. Aber das zieht sich ja generell durch den Umgang mit iOS.

Von iTunes bin ich jedenfalls mehr und mehr angetan. Die komplette Sicherung des Phones und seine Wiederherstellung funktioniert weitaus besser als alles mit Android. Auch die Verwaltung der Apps mit iTunes und die Gestaltung der homescreenseiten damit ist hervorragend. Hingegen fehlt mir sehr die Möglichkeit, SMS mit dem PC zu lesen und vor allem zu schreiben. Das macht MyPhoneExplorer perfekt, eine vergleichbare Sache habe ich für iOS nicht gefunden. Sehr schade für allem für die, die häufiger SMS schreiben.
Auch die Macke, dass man sein iPhone nicht einfach an einen beliebigen PC hängen kann, ist ziemlich lästig.

Es gelang mir dann allerdings nicht, meine Kontakte in die Cloud zu verschieben. Die auf das Handy kopierten Googlekontakte gelangten nicht dorthin. Auch der Versuch, die Kontakte aus Google zu kopieren, immerhin erlaubt Google den Export als appletaugliche Datei, scheiterten. Der Import in die Cloud gelang nicht. Der PC gab vor zu arbeiten, aber es passierte nichts, die Kontakte landeten im Nirvana aber nicht in der Cloud. Ob ich die Cloud und das Handy von allen Kontakten leerte oder nicht, die Cloud verweigerte sich und meinem Anliegen, die Googlekontakte zu integrieren. Theoretisch soll es gehen, praktisch ist das offensichtlich nicht so einfach.

Also muss ich aktuell noch mit dem Googlekonto als Exchange arbeiten. Immerhin klappt die Synchronisation von iPhone und Google in beide Richtungen problemlos und nach einer Anpassung der Nummernbezeichnungen habe ich auch alle wichtigen Dinge auf dem iPhone. Nur die Geburtstage, die sträuben sich noch und das Handy scheint darauf zu bestehen, die mit der Hand genannt zu bekommen. Wie überhaupt Handarbeit bei wenig Automatisierung unter iOS viel häufiger ist als ich erwartete. Während ich unter Android die Möglichkeit habe, auch einen ganzen Ordner oder mehrere Ordner samt Inhalt aus Dropbox auf das Handy zu schieben, erwartet das iPhone, dass ich jedes Bild gesondert anklicke und eins nach dem anderen einzeln zum Download anweise. Das kostetet ziemlich viel Zeit. Wenn zwischendurch der Bildschirm ausging, brach der Download auch noch meistens ab.

Der Homescreen war rasch eingerichtet. Es gibt ja nicht so viel Möglichkeiten. Ich kann den Lockscreen und den Hintergrund des Homescreens mit eigenen Bildern versehen und die Programmbuttons verteilen. Immer noch ist es so, dass die sich zwar in einer gewünschten Reihenfolge sortieren lassen, unweigerlich aber alle in Reih und Glied in der obersten Zeile stehen und erst wenn diese gefüllt ist, eine neue Zeile akzeptieren. Kreative Gestaltung und Anpassung an eigene Wünsche und Gewohnheiten sind nicht vorgesehen. Auch die Widgets fehlen mir sehr. Die Aufnahme einiger Dinge in die gut gestaltete Informationsleiste ist noch unzureichend und bietet längst nicht den Komfort, den gleich auf dem homescreen sichtbare Widgets bieten. Auf einen Blick sehen zu können, wie viele Stunden man wahrscheinlich noch bis zum Laden hat, ist manchmal ganz hilfreich. Wenn ich hingegen sehen will, wie lange das iPhone schon läuft, sehe ich das zwar gut, brauche dafür aber mindestens 3 Klicks und muss zwischendurch scrollen.
Dass ich den Lockscreen nur mit Zahlen und nicht mit Gesten/Zeichen entsperren kann, ist dagegen nur ungewohnt aber nicht tragisch. Obwohl ich das Gestenzeichnen immer noch bevorzuge. Es ist aber nicht so sicher wie Zahlen, das ist wohl wahr.

Die Telefoneigenschaften des iPhone sind ordentlich. Empfang für das Netz, in meiner Wohnung bestehen dafür etwas schwierige Bedingungen, ist fast so gut wie mit den Vergleichsgeräten, für WLAN liegt er auf ähnlichem Niveau wie bei Galaxy S3 und HTC One X als Vergleichsgeräte. Ich kann es auch halten wie ich will, ein Einbruch im Empfang resultiert daraus nicht.
Leider gibt es nicht die Möglichkeit, die Übermittlung der eigenen Nummer ein. und auszustellen. Das ist nicht mal mit den sonst üblichen vielen Klicks möglich, es gibt anscheinend keinen Weg dafür. Schlecht, denn das ist eine Funktion, die ich beruflich viel brauche. Soll ja nicht jeder meine Nummer wissen.

GPS wird rasch gefunden und sogar im Erdgeschoss in Fensternähe findet das Handy die Satelliten. Auch das ist so wie bei der Konkurrenz, nicht schlechter oder besser. Leider fand ich noch kein Programm, dass mir die Zahl und die Empfangsstärke der Satelliten auflistet. Ich fand auch keine Möglichkeit zu sehen, ob das iPhone schon den Ort fand oder noch sucht. Ein entsprechendes Symbol wird nicht angezeigt.

Der Klang beim Telefonieren ist gut, die Gesprächspartner verstehen mich ordentlich, ich sie ebenfalls, auch wenn die großen Androide etwas besser klingen. Für das Freisprechen gilt das Gleiche. Der Klang des Lautsprechers ist brauchbar, aus diesen kleinen Dingern kommen mittlerweile erstaunliche Töne. Immer noch ungeschlagen ist aber das N95 mit seinen beiden relativ großen Lautsprechern, das besser klingt als alle modernen Handys zur Zeit.

Die Kopfhörer erlauben ebenfalls keine Kritik. Ich mag zwar eigentlich InEar-Hörer mit weichen Ansatzstücken, aber die harten Hörer des iPhone sitzen auch in meinen Ohren gut. Der Klang ist ebenfalls tadelsfrei. Von so einem kleinen Ding kann man natürlich keinen echten Bass erwarten, aber der Klang war voll, die Töne sehr klar, man kann alle Arten von Musik mit Genuss hören. Wer mehr Klang haben will, muss relativ viel ausgeben und braucht dann schon große Kopfhörer.

So eignet sich das iPhone hervorragend als MP3-Player und auch als Hörbuchplayer. Die Verwaltung mit iTunes ist nicht ganz unkompliziert, andererseits werden auch audible-Dateien problemlos gelesen.

Das Mailprogramm
hat einen großen Vorteil. Es stellt die Mails deutlich besser dar als alle mir bekannten Programme unter Android oder Symbian. Aber leider fordert es auch wieder viel Handbetrieb. Beispielsweise ist es nicht möglich, in einem Rutsch alle Mails eines Ordners zu markieren und als gelesen zu kennzeichnen. Hier ist wieder langwierige Handarbeit gefragt, wenn man viele Mails gelagert hat. In diesem Fall stößt man auch auf eine weitere Schwierigkeit. Das Programm lädt nur 1000 Mails und löscht alle anderen wieder, wenn man sie mit der Hand herunter geladen hat.. Das ist für mich ärgerlich, da ich alle versandten Mails in einem Account gespeichert habe und gern die Möglichkeit nutze, dort etwas zu suchen oder nachzusehen. Immerhin gibt es ein alternatives Programm, dass mir an dieser Stelle hilft.

Das ist mehr als ich von der Tastatur sagen kann. Die ist so klein, die Tasten sind so winzig, dass ich mich ständig
vertippe.
Auch dass ich die Sonderzeichen, sogar Punkt und Komma, immer wieder mit einem zusätzlichen Klick
auf einer eigenen Ansicht aufrufen muss, bremst das Schreiben mit dem iPhone. Leider existiert keine intelligente Tastatur wie Swiftkey und kein Sliding wie mit Swype. Wer beide Möglichkeiten ausprobiert hat und sich daran gewöhnte, vermisst das sehr. Man ist wesentlich schneller mit dem Swypen, ich bin mehr als halb so schnell wie mit 10 Finger, das ist wirklich schnell für ein Handy. Auch mit einer Hardwaretastatur war ich nie schneller. Nun also die kleinen Tasten des iPhones, es ist klar, für längere Texte kann ich dieses Gerät nicht nutzen.

Zu dem SMS-Programm ist nicht viel zu sagen als die leise Klage, dass es eine Reihe angenehmer Funktionen vermissen lässt. Man kann weder eine eine hängen gebliebene SMS einfach noch einmal versenden noch zeitgesteuerte SMs automatisch senden lassen oder SMS heimlich empfangen, wenn man diese vor jemandem verbergen möchte. Alles das geht zwar mit den eingebauten Programmen der Androide auch nicht aber mit Alternativprogrammen ist es gut möglich, wie zum Beispiel mit Go SMS. Man kann auch nicht sehen, ob eine SMS zugestellt wurde oder noch in der Leitung hängt, hierzu könnte man nur einen extra Zeichencode am Beginn der SMS nutzen, was weitaus unbequemer ist als die entsprechenden Einstellungen bei Symbian und Android.
Das Programm zeigt auch nicht an, ob SMS zugestellt wurden, wie ich es von anderen Systemen gewohnt bin.

Der Browser ist schnell und stellt alle Seiten gut dar. Dass mit flash nicht zu rechnen ist, war ja klar und stellt auch mittlerweile nur noch auf wenigen Seiten ein Problem dar. Die Kompatibilität des Applebrowsers ist davon mal abgesehen besser als die der Konkurrenz. Er stellt Seiten eher so dar wie ein PC-Browser. Wegen des schmalen Bildschirmes ist Surfen aber nur sinnvoll möglich, wenn man das iPhone quer hält.

Erstmals wurde in Profil eingerichtet, dass aber nur eingeschränkt nutztbar ist, nur Nachtruhe kann verordnet werden. Die ist allerdings gut zu gestalten. Man kann definieren, wer einen trotz der Nachtruhe anrufen kann. Das ist sehr erfreulich, wenn man Anrufe der Liebsten nicht verpassen möchte. MAn kann auch einstellen, dass wiederholte Anrufe innerhalb von 3 Minuten doch durchgestellt werden, eine ggf. sinnvolle Sache, vor allem wenn man sie ein- und ausstellen kann.



Das Display das iPhone ist toll. Es stellt die Farben bei Bildern deutlich natürlicher wahr als das das HTC, das Samsung fällt dagegen ab, übertreibt die Farben und ist nicht ganz so scharf wie die beiden anderen Geräte. Hier das gleiche Bild auf allen Geräten.


P1010052.jpg

Der Kontrast des Displays ist sehr gut und stellt das Galaxy in den Schatten, besser aber noch ist das HTC. Die Zeichen sind beim iPhone so klein, dass man hochkant nicht sinnvoll surfen kann. Das ist mit den großen Displays meiner anderen Geräte deutlich bequemer. Alte Augen wie die meinen möchten nicht mehr so kleine Buchstaben deuten müssen und hochkant ständig scrollen zu sollen ist lästig. Wenn man das Handy dreht, wird automatisch gezoomt, so dass die Schrift in beiden Positionen perfekt an die Breite des Bildschirmes angepasst ist. Wie bei Android passt ein Doppelklick die Schrift an die Bildschirmbreite an. Wenn an durch breitziehen zoomt, gelingt das nicht, dann wird die Schrift größer ohne sich an die Bildschirmbreite zu halten. Auch das ist wie bei dem HTC mit seinem guten eingebauten Browser. Das eingebaute Programm des Galaxy hingegen orientiert sich nicht am Display, für diese Funktion muss man zu einem anderen Browser greifen.

Das ist die normale Darstellung einer Forenseite auf allen Geräten.

P1010051.jpg

Zoom durch Doppelklick bringt dann folgendes Bild.

P1010056.jpg

Wenn man das Handy bei stärkerem Zoom dreht, bekommt man folgendes Bild. Das HTC passt automatisch die Zeilen an den Bildschirm an, die beiden anderen Geräte nicht.

P1010055.jpg

Hier seht ihr den Maximalzoom der eingebauten Browser.

P1010053.jpg


Die Kamera ist für ein Handy richtig gut. Die Bilder sind qualitativ in Ordnung. Allerdings sind die Bilder vom SGS3 und vom HTC OneX von gleicher Qualität. Zum Vergleich jeweils das gleiche Motiv mit dem Apple und dem Samsung. Zumindest bei sehr heller Szenerie sind die Bilder es iPhone schärfer, dafür die Farben des S3 natürlicher. Vergleichsfotos bei schlechter Beleuchtung hänge ich vielleicht später noch an.


Iphone


IP5.jpg

SGS3

SGS3.jpg

Iphone

IP5a.jpg


SGS3

SGS3a.jpg


Die Panoramabildqualität des iPhone bietet die Konkurrenz allerdings nicht, die ist wirklich eine nette Spielerei.Es ist allerdings gar nicht so einfach, die Kamera immer perfekt gerade zu führen. Da muss ich noch üben.


IP5 Panoramabilder 3.jpg


Die Lage der Kameralinse ist gewöhnungsbedürftig. Ich hoffe, ich bin lernfähig genug und versaue mir nicht noch mehr schöne Fotos auf diese Art, mit dem Finger im Bild.


Foto 14.11.12 18 31 50.jpg


Sonst kann man allerdings nichts beim iPhone einstellen, auch das Kameraprogramm nimmt den User an die Hand wie alle Bestandteile des Gerätes. Man kann ein Raster in Bild legen und HDR-Aufnahmen machen. Mehr Variationen gibt es nicht, doch existieren alternative Kameraprogramme, die deutlich mehr bieten an Funktionen.

Apropos Funktionen - tatsächlich ist iOS auf dem iPhone5 sehr schnell und flüssig, läuft ohne jegliches Stolpern oder Ruckeln. Das machen insbesondere Fremdprogramme auf Android nicht so perfekt, auch wenn Android 4.1.1
selber auf dem Galaxy iOS in diesem Punkt nicht mehr viel nachsteht. Aber in diesem werkeln immerhin 4 Kerne, die bringen in diesem Bezug keine Vorteile.

Als ich bei Freunden war und wir eine größere Datei besprachen stand die Frage, wie ich die mitnehmen könnte. Du hast doch 64 GB in deinem iPhone war der passende Kommentar. Tja, wenn das so einfach wäre. Gut dass ich mein Samsung mit hatte, das kann man nicht nur problemlos an jeden Windows-PC hängen, man kann auch beliebige USB-Sticks lesen und verwalten. Das ist ziemlich bequem und praktisch. So eine Funktion lässt das iPhone leider vermissen. Es hat sicherlich einen Sinn, die einzelnen Programme unter iOS so gegeneinander abzuschirmen. Das macht das System stabiler und verhindert Störungen einzelner Programme durch andere. Aber es schränkt die Funktionalität doch sehr ein. Mal unterwegs einen Film ansehen, den man nicht vorher mit dem PC auf das Handy geschoben hat, ist eben nicht drin. Weiß nicht, ob das mit der Cloud möglich ist. Aber mal eben >1 GB herunter laden, ist nicht für jeden Tarif etwas, von der Situation im Ausland mal ganz abgesehen.

Insgesamt bleibt als Fazit, das iPhone ist ein gutes Gerät, sehr sauber und solide gearbeitet, technisch hochwertig mit einem guten Display und einem großen Speicher. Als Telefon und als Player ist es hervorragend geeignet. Als Smartphone ist es weniger gut. OK, es gibt viele Programme dafür und die meisten Devs entwickeln ihre Apps primär für iOS. Aber mittlerweile bietet Android ebenfalls zahllose Apps und ich vermisse unter Android nichts, unter iOS hingegen eine ganze Menge. Das hängt mit den Restriktionen von iOS zusammen, die vieles sehr mühsam machen.
Beispielsweise vermisse ich auch meinen Stammwecker Alarmdroid. Das Handy umdrehen um die Snoozefunktion zu aktiveren und es zu schütteln, um das Klingel zu beenden mag verspielt wirken. Aber wer wie ich seine Mühe hat, morgens aufzustehen, der weiß solche Mätzen wirklich zu schätzen. Warum kann man das iPhone eigentlich nicht durch umdrehen stummstellen?
Auch erlaubt beispielsweise das Googleübersetzungsprogramm, mal eben SMS einzulesen und automatisch übersetzen zu lassen. Unter iOS geht das nicht, klar, kann doch dieses Programm nicht auf die SMS zugreifen. In diesem Fall wieder einmal - Leider!

Was das iPhone kann, kann es gut, daran gibt es keinen Zweifel. Aber es kann eben vieles nicht, was bei mir zu einem richtigen Smartphone gehört. Mittlerweile ist Android kaum noch schlechter in der Stabilität und der Performance als iOS, wenn auch unter mehr Hardwareeinsatz. Dafür aber bietet Android viele Möglichkeiten, auf die man unter iOS verzichten muss.
Es ist nicht unbegründet, dass Appleverfechter immer auf den Plastebomber von Samsung herumreiten. Im der Qualitätsanmutung der Hardware bleibt das iPhone unerreicht. Mit den Vorteilen der Software kann ein Appleuser wahrlich nicht mehr punkten.

Sollte Apple sein System offener gestalten, und dem User mehr Möglichkeiten einräumen, könnte mir das iPhone gefallen. OK, dass das passiert ist nicht anzunehmen, ich weiß.

So bleibt das iPhone unweigerlich ein Zweithandy zum Hörbuchhören und gelegentlichen Telefonieren. Es hat mich nicht überzeugt und das Samsung ist nach wie vor mein Stammgerät.


 
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Schöner Bericht. Auch wenn mir von Anfang an klar war, das einem eingefleischten Android User das geschlossene des iOS nicht wirklich liegt, dazu sind die System am Ende zu konträr.
Bei einigen Punkten stolpere ich denn auch.

Die Beschreibung zur Kontaktübernahme und späteren Abgleich mit Google. Das bei Aktivierung des iPhone Kontakte auch automatisch aus Google übernommen werden, das war mir tatsächlich noch nicht bekannt. (mag daran liegen das ich vor Google noch mit Outlook Kontakte abgeglichen habe, dann später also direkt per Exchange von iPhone zu Google) Das es dabei Probleme mit mehreren Einträgen zu einem Kontakt kommt, das ist aber (fasst) zu erwarten. Google formatiert Kontakte anders als iOS, wie von dir beschrieben, zu einem Kontakt mehrere Nummern mit gleicher Bezeichnung, das kann Google tatsächlich nicht im Zusammenspiel mit iPhone. Warum, wieso, weshalb? Keine wirkliche Ahnung, viel mir beim Exchange mit Google auch auf, mit iCloud zB geht es dann wieder.
Hier wäre ein Abgleich von Android mit iCloud spannend, ob es dann auch mit der Formatierung der Kontakte klemmt. Warum der direkte Import deiner Nummern in iCloud bei dir nicht funzte, ich weiß es nicht, finden sich im Netz aber weitere Berichte. Shit happens...

Tastatur...Nunja, man kann schon einstellen das am Ende automatisch ein Punkt gesetzt wird, in den Einstellungen zur Tastatur ;-)

Übermittlung der Rufnummer deaktivieren, natürlich geht das...Einstellungen -> Telefon -> Meine Rufnummer senden -> AUS

Widgets...versteht tatsächlich keiner warum Apple sich so schwer tut hier mehr für das Notification Center zu bieten (oder von Drittanbietern zuzulassen). Wo dann die Widgets am Ende besser aufgehoben sind, liegt wohl im Auge des Betrachter. Mir ist´s zB nix sowas auf dem Homescreen zu haben, hatte ich mal mit Jail ausprobiert und direkt wieder verworfen. Aber wie gesagt, ist wohl Geschmäckle am Ende, da gibt es wenig zu diskutieren.

SMS... zum schreiben am PC und anschließendem versenden übers iPhone -> KLICK. SMS´en vom iPhone auf den Rechner, um sie hierauf zu lesen -> KLCK.
Nachrichten, die nicht versand wurden, können über einen langen Druck auf das rote Ausrufezeichen erneut versand werden. "Verstecktes empfangen" einer SMS, wenn ich das richtig verstehe, erreichst du über die Mitteilungszentrale, hier alle Benachrichtigungen deaktivieren und als Ton "Keine". (wirkt dann aber global, nicht per Nummer).

Jop, dös war´s, was mir so in´s Auge stach.

Gruß
 

Sisyphos

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Hi Freddie,

danke für die Hinweise!
...
Übermittlung der Rufnummer deaktivieren, natürlich geht das...Einstellungen -> Telefon -> Meine Rufnummer senden -> AUS
...
Das habe ich ganz übersehen bei meiner Suche in dem Menu. "Telefon" steckt so mitten in den weniger wichtigen Programmeinstellungen, dass es mir nie ins Auge fiel.

...
SMS... zum schreiben am PC und anschließendem versenden übers iPhone -> KLICK. SMS´en vom iPhone auf den Rechner, um sie hierauf zu lesen -> KLCK....
OneSMS ist jetzt schon installiert - funktioniert. Nicht ganz so optimal wie MPE aber ausreichend gut für längere SMS.

Das andere probiere auch demnächst aus.

... Nachrichten, die nicht versand wurden, können über einen langen Druck auf das rote Ausrufezeichen erneut versand werden. ...
Und ich hab auf der SMS herumgedrückt und Optionen gesucht ohne Ende. Auf die Idee, das rote Ausrufezeichen zu drücken kam ich nicht. Die Bedienungslogik von iOS überfordert mich offensichtlich.

...
"Verstecktes empfangen" einer SMS, wenn ich das richtig verstehe, erreichst du über die Mitteilungszentrale, hier alle Benachrichtigungen deaktivieren und als Ton "Keine". (wirkt dann aber global, nicht per Nummer).
Ja, das ist die generelle Möglichkeit. Aber das Verstecken von SMS einzelner Empfänger kann mitunter ganz hilfreich sein. Das musste ich meinem Freund jetzt auf seinem Androiden einrichten, der es von Symbian her noch kannte. Der andere in der Runde, der zu Recht die Neugier seiner Ehefrau fürchtet, hat aber offensichtlich mit dem iPhone keine Chance.

Es bleibt schon dabei, mit dem kleinen Bildschirm könnte ich noch leben, aber diese vielen Restriktionen sind unbekömmlich für mich.

Kleine Ergänzung noch. Im Moment muss ich das iPhone als Haupthandy nutzen, weil Vodafone meine Nummer nicht freigibt für den neuen Provider. Also sehe ich regelmäßig nach der Post, telefoniere ca. 1 Stunde am Tag und surfe ein wenig, unter dieser moderaten Nutzung hält der Akku länger als 2 Tage. Damit kann man zufrieden sein. Das ist mehr als ich erwartete.
 

iFreddie

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"Telefon" in den weniger wichtigen...nuja, erste Ebene Hauptmenü :D

Das mit dem suchen von Optionen, SMS, ist so eine Sache. Klingt jetzt blöde, aber bei Apple gilt "einfach mal das anklicken was man sieht, sehen was dann kommt". Hilft vielleicht auch bei dem was du zu Dropbox schreibst, verstehe da nicht recht was du meinst.

Und jop, wie schon geschrieben, das dir als angestammter Androide beim iOS was zu "eng" sein könnte, das war zu erwarten.

Nu den, hoffentlich überstehst die Zeit mit Zwang zum iPhone durch Provider ohne Blessuren. ;-)

Gruß


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Bürger Ede

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Moin erstmal...!

Schön zu lesen @Sisyphos,

So bleibt das iPhone unweigerlich ein Zweithandy zum Hörbuchhören und gelegentlichen Telefonieren. Es hat mich nicht überzeugt und das Samsung ist nach wie vor mein Stammgerät.

aber Moment mal, in der Sache doch ein wahrlich kostspieliges Fazit für ein Zweithandy. Hast Du jetzt nicht irgendwie wahrgenommen, das es "das I-Phone 5" ist und dass es Dir sicherlich schlechter gehen würde, menthal und im Kreise der Anderen, wenn Du nicht eben "das I-Phone 5" in der Hand hättest.

Da war auch außer dem Phone sonst nichts mehr in der Verpackung, was Du evtl. hättest einnehmen können, um Deine Wahrnehmung für "das I-Phone 5" zu sensibilisieren.

Ich bin etwas konsterniert ...!

In diesem Sinne

© VG Bürger Ede ©
 

Sisyphos

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Ach was kostspielig, das ist doch nur Geld. Aber jetzt habe ich ein iPhone und gehöre dazu. Das ist es doch wert, oder etwa nicht!?!
 
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