LG G2 im Test

Diskutiere LG G2 im Test im LG G2 Forum Forum im Bereich Ältere LG Android Geräte; Vor einigen Tagen hat LG sein neues Flaggschiff auf dem deutschen Markt herausgebracht. An Technik hat LG seinem G2 so einiges mitgegeben, was gut...
Vor einigen Tagen hat LG sein neues Flaggschiff auf dem deutschen Markt herausgebracht. An Technik hat LG seinem G2 so einiges mitgegeben, was gut und schnell ist. Man kann auch sagen, Technik vom feinsten. Ob die technischen Daten jedoch ausreichen, um auch wirklich eine erstklassige Leistung zu bringen? Wir haben das LG G2 einem ausführlichen Test unterzogen.


Verpackung und Lieferumfang:

Mittlerweile hat auch LG bei der Verpackung auf Eco Packaging umgestellt, also auf Papier auf Recycling Basis bzw. Tinte auf Soja Basis. Neben dem G2 enthält die Verpackung noch eine Kurzanleitung, ein USB Ladegerät mit 1,8 A, einem USB auf Micro USB Daten- und Ladekabel, ein Kabel-Headset sowie einen Pin zum Öffnen des Simtrays. Ein Akku liegt hier nicht bei, da der Akku beim G2 ja fest verbaut ist.

Design und Verarbeitung:

Nach dem Öffnen der Verpackung und dem Herausnehmen des G2 fällt einem als erstes das ungewöhnliche Design der Lautstärketasten sowie des Power Buttons auf. Diese sind nicht wie üblich an den Seiten des Handys angebracht, sondern auf der Rückseite unterhalb der Kamera. An den Seiten des G2 sind nur der Simtray Schacht zuerkennen, an der Unterseite der Anschluss des Micro USB sowie der 3,5 mm Klinkenanschluss und der Lautsprecher. An der oberen Seite ist weiterhin die Infrarot Diode angebracht sowie ein Mikrofon. Auch an der Unterseite soll sich ein Mikrofon befinden. Allerdings sind wir uns da nicht ganz sicher, ob es sich tatsächlich um ein Mikro handelt oder um einen zweiten Lautsprecher. Doch dazu später mehr.

Das LG G2 besitzt die Maße 138,5 x 70,9 x 8,9 cm bei 140 Gramm Gewicht. Es liegt damit noch ganz gut in der Hand und ist geringfügig größer als das Samsung Galaxy S4. Das LG G2 hat allerdings auch ein etwas größeres Display mit 5,2 Zoll. Insgesamt sieht das G2 ganz schick aus mit seinen gerundeten Ecken. Das Display nimmt fast die ganze Vorderseite ein, es gibt links und rechts kaum noch Platz für einen Rand. Das Display sieht dazu noch leicht gebogen aus. Dieses sogenannte Edge-to-Edge Design sorgt aber dafür, das auch beim G2 nun die Android tasten im Display eingeblendet werden. Hardwaretasten zur Bedienung von Android entfallen beim G2 daher.

Die Rückseite des G2 besteht aber ebenso wie beim Samsung Galaxy S4 aus Polycarbonat, ist genau glatt und sammelt ebenso Fingerabdrücke oder Fettflecken. Man könnte fast meinen, das die Rückseiten von ein und demselben Hersteller kommen.

Die Verarbeitung selber ist durch das Unibody Gehäuse aber doch als gelungen zu betrachten. Da knarzt und wackelt nichts. Hohle Stellen sind beim Klopfen auf die Rückseite des G2 nur in der Mitte etwas zu hören, ansonsten macht alles einen festen Eindruck. Trotz allem hätte LG für ein Gerät, welches als Flaggschiff herausgebracht wurde, eine etwas bessere Rückfront wählen können.

Display:

Das Display des LG G2 besteht aus einem 5,2 Zoll großen IPS Display. Die Auflösung liegt bei 1920 x 1080 Pixeln, also Full-HD, bei insgesamt 424 ppi. Das ist für ein solches Gerät ein ausgezeichneter Wert. Die Farbdarstellung und Helligkeit des IPS Displays sind beeindruckend, die Blickwinkelstabilität ebenfalls sehr gut.

LG verwendet beim G2 die sogenannte Zero Gap Technologie. Hierdurch wird erreicht, das das Deckglas direkt auf der Pixel Schicht aufliegt und man eine eigentlich vorhandene Lücke entfällt. Wenn man genau hinsieht, fällt einem das im direkten Vergleich zwischen einem anderen Handy und dem G2 direkt auf. Der Vorteil liegt auf der Hand, denn Reflexionen werden verringert und auch im vollen Sonnenlicht kann man das Display immer noch sehr gut erkennen. Bei einer Ausbeute von 413 cd/m2 aber auch kein Wunder.



Hardware, CPU und Speicher:

Beim LG G2 wird eine Qualcomm Snapdragon 800 Quadcore CPU eingesetzt, welche mit 2,3 Ghz taktet. Daneben wirken noch eine Adreno 330 GPU und 2 GB Arbeitsspeicher. Alles zusammen bewirkt ein ungemein flüssiges und schnelles Bedienen des G2. Wenn man durch die Homescreens, App oder auch durch die Widget slidet, bemerkt man keinerlei Ruckeln oder stocken. Apps starten ruckzuck ohne merkliche Verzögerung und auch das Surfen macht Spaß, da die Websites recht fix gerendert werden.

Auch wenn wir nicht viel auf Benchmarks geben und diese zum Großteil auch von den Herstellern optimiert werden, aber das G2 ist derzeit allen anderen auf dem Markt erhältlichen Android Modellen überlegen, egal ob es das Samsung Galaxy S4, das HTC One oder das Sony Xperia Z ist. Hier hat LG ein wirklich recht fixes Gerät auf den Markt gebracht. Lediglich gegenüber dem Samsung Galaxy Note 3 muss es sich in einigen Punkten geschlagen geben. Dies könnte aber auch an Android 4.3 liegen, welches auf dem Note 3 bereits verfügbar ist. Hoffen wir mal, das LG bald auch dem LG G2 Android 4.3 und anschließend auch schnell Android 4.4 KitKat folgen lässt.

Das LG G2 wird mit 16 oder 32 GB ausgeliefert. Da es jedoch keinen Micro USB Kartenschacht gibt, sollte man sich schon überlegen, welches Modell man nimmt. Von der 16 GB Version bleiben direkt nach Start nur noch knapp etwas über 10 GB über, den Rest nimmt sich bereits das installierte Betriebssystem.

Als Akku wurde ein 3.000 mAh Modell gewählt. Dieser ist nicht wechselbar, also fest verbaut. Allerdings sollte er ausreichen, um wenigstens einen Tag zu überstehen. Poweruser, die ggfs. auch noch leistungsstarke Spiele zocken, werden aber auch bei diesem recht starken Akku wohl kaum einen Tag schaffen. Bei uns im Test hatten wir trotz dauerhaftem WLAN, Push Mails mit 3 Konten, ständiges Nutzen von Tapatalk, aktiviertem ICQ und vielem Browsen im Netz keine Probleme, 16 Stunden Laufzeit zu überstehen. Hierbei sollte gesehen werden, dass wir das G2 lediglich 4 x aufladen konnten, also noch nicht das optimale Ladeverhalten ausreizen konnten.

Das LG G2 funkt in folgenden Frequenzbändern: LTE/4G (800/1.800/2.600 MHz), HSPA+ 42 Mbit/s, UMTS (850/900/1.900/2.100 MHz), GSM (850/900/1.800/1.900 MHz). Hinzu kommt WLAN 802.11ac/n/g/b/a. Also im Prinzip alles, was der Markt derzeit hergibt. Zusätzlich gibt es natürlich Bluetooth in Version 4.0 sowie eine Infrarot Schnittstelle. Mit einer passenden App kann man also z. B. Fernseher oder Musikanlagen steuern.

Software und Bedienung:

Kommen wir zuerst zu der Neuerung mit den auf der Rückseite des G2 befindlichen Tasten. Auch wenn man zuerst meint, das man sich hier überhaupt nicht umgewöhnen kann, da man ja immer nur die seitlichen Tasten gewohnt war. LG wirbt damit, dass die Bedienung hier deutlich einfacher und leichter mit dem Zeigefinger von statten gehen soll. In unserem Test zeigt sich schnell, dass man sich daran gewöhnen kann. Ein weiterer Vorteil liegt auch bei Universal Autohalterungen, wie sie auch der Verfasser dieses Artikels seit Jahren schon im PKW verwendet. Bisher musste man immer schauen, ob die Autohalterung auch mit den seitlichen Knöpfen passt, da die Haltebacken der Autohalterung ja auf die Seiten drücken. Dies entfällt durch die hinten liegenden Knöpfe.

Weitere Funktionen der Buttons:

Im StandBy bewirkt ein langer Druck auf den Lauter Button das Öffnen einer Notizen App, das drücken des Leiser Button das Öffnen der Kamera. Der Power Button dient auch zum Auslösen der Kamera.

Vorinstalliert ist auf dem LG G2 Android Jelly Bean in der Version 4.2.2. LG setzt beim G2 wie auch viele andere Hersteller auf eine zusätzliche Oberfläche zur Bedienung, welche mit zahlreichen Zusatz Features ausgestattet ist.

Praktisch hierbei z. B. die Funktion KnockOn. Hier lässt sich das Display aus dem Ruhezustand wecken oder auch wieder schlafen legen, indem man doppelt auf den Bildschirm tippt. Das ist z. B. dann sehr nützlich, wenn das G2 auf dem Tisch liegt und man es nicht in die Hand nehmen möchte, um den Power Button zu drücken.

Weitere Funktionen sind Aslide, mit dem man Anwendungen aus dem Display heraus und auch wieder hinein wischen kann (diese werden dann im aktuellen Zustand gespeichert), ein Gast Modus bei dem sich nur bestimmte vorher festgelegte Apps starten lassen (also ideal, um mal jemand anderes das G2 zum Spielen zu überlassen) , Quick Memo, Quick Remote, LG Remote Service (fernzugriff) und weitere.

Auch die Schnellzugriffsleisten sind interessant. Denn es gibt hier nicht nur eine Leiste mit Schnellzugriffen für Einstellungen, sondern auch für Apps. Leider lassen sich diese nur insoweit bearbeiten, dass man die vorgegebenen Einstellungen und Apps aktivieren oder deaktivieren kann. Weitere Einstellungen oder Apps lassen sich nicht hinzufügen.

Insgesamt finden wir das LG User Interface jedenfalls sinnvoller und praktischer als das z. B. von Samsung. Aber wahrscheinlich ist das auch nur Gewohnheits- oder Geschmackssache.

[slider=1]



Telefonfunktion:


Das Telefonieren mit dem LG G2 ist recht ordentlich. Kaum Rauschverhalten, Umgebungsgeräusche werden gut unterdrückt und die Gesprächsqualität kann sowohl beim Gesprächspartner als auch bei einem selbst mit sehr gut bezeichnet werden. Lediglich beim Freisprechen könnte es zu Problemen kommen, da der Lautsprecher des G2 zwar einen guten Klang hat, aber doch etwas zu leise in lauten Umgebungen sein dürfte. Mit dem beiliegenden Headset lässt sich ebenfalls recht gut telefonieren.

Kamera:

Als weiteres Highlight des G2 kann man die Kamera bezeichnen. Diese verfügt über eine Auflösung von 13 MP und einen optischen Bildstabilisator mit Multipunkt Autofocus. Die Farbdarstellung ist richtig natürlich, die Bildschärfe in Ordnung. Was nicht so gut gelungen ist, wenn ein Motiv mit großen Lichtunterschieden oder starken Schattenbereichen fotografiert werden soll. Hier sind dann oft Teile des Bildes doch zu dunkel dargestellt. Offensichtlich geht hier einiges an Bildinformation dann verschwunden. Dafür hat das LG G2 aber auch einen HDR Modus, von LG „Dynamischer Ton“ genannt. Nutzt man diesen, wird die Belichtung der Motive deutlich besser dargestellt.

Auch gibt es einen Dual-Kamera Modus. Hiermit kann man ähnlich wie beim Samsung Galaxy S4 gleichzeitig eine Aufnahme mit beiden Kameras machen, sodass also auch der Fotograf ins Bild aufgenommen wird.

Die Front Kamera besitzt eine Auflösung von 2 MP

Mangels Zeit konnten wir die Kamerafunktionen nur kurz an testen. Von daher hier nur mal einige Vergleichsbilder – jeweils mit / ohne HDR Modus – zwischen dem LG G2, Samsung Galaxy Note 3 und dem Samsung Galaxy S4.

[slider=2]

Sowohl Front als auch Haupt Kamera können im Full HD Modus aufnehmen. Hier sorgt auch der optische Bildstabilisator dafür, dass es nur zu wenig Verwacklern kommt. Auch hier gibt es diverse Zusatzfunktionen wie Tracking Fokus oder Audio Zoom. Die Aufnahmen lassen sich in 1920 x 1080 sogar bis zu 60 fps aufnehmen. Insgesamt können sich Farben und Schärfe sowie Ton von Videoaufnahmen beim LG G2 sehen lassen.

Multimedia:

Für das Abspielen von Musik bringt das LG G2 gleich 2 Apps mit. Einmal Googles Play Music, welches soweit bekannt ist und dann eine eigene LG Music App, welche viele Einstellmöglichkeiten bietet, angefangen von Presets bis hin zu einem 7 Kanal Equalizer.

Der unten liegende Lautsprecher des LG G2 ist leider etwas leise. Allerdings hat es auch seine Vorteile, das der Lautsprecher nicht auf der Rückseite liegt, wie bei anderen Herstellern. So kann er wenigstens nicht verdeckt werden, wenn das Gerät auf dem Tisch liegt.

Das beiliegende Kabel Headset ist recht gut. Nicht irgend so ein billiges Teil, sondern schon hochwertiger mit Flachkabeln und Alu Design. Der Klang ist zwar etwas Basslastig aber insgesamt sehr ausgewogen. Durch die Plug & Pop Funktion wird die Music App übrigens gestartet, sobald man das Headset einsteckt.

Fazit:

Wer derzeit ein neues Smartphone sucht, das nicht nur ein wirklich tolles Display hat, sondern auch superschnell und mit allen aktuellen Sachen ausgerüstet ist, der sollte sich das LG G2 zulegen. Die einzigen Mankos wären ein fehlender Micro SD Karten Schacht sowie die billig wirkende Rückseite. Hardware und Leistungsmäßig ist das LG G2 jedoch Top.


Und hier noch unser ausführlicher Videotest:
 

Robbie

Co-Admin
Threadstarter
Dabei seit
22.06.2008
Beiträge
47.213
Ort
NRW
Modell(e)
Diverse
Netzbetreiber
O2/D1/D2
Firmware
Stock und CFW´s, ständig neue
PC Betriebssystem
MS Win 7, 8.1 und 10 / Ubuntu 11.x
Unboxing Video und Test Video wurden eingefügt
 
Thema:

LG G2 im Test

LG G2 im Test - Ähnliche Themen

LG Velvet oder Samsung Galaxy S10+ - Kann LG mit den High-End Geräten des Vorjahres mithalten?: LG war für viele lange Zeit erste Wahl, wenn es um neue Smartphones ging, aber es scheint, als wäre der Glanz dieser Zeit vorbei. Nun will man es...
Samsung Galaxy S20+ oder LG V60 ThinQ 5G - Schafft LG wieder den Anschluss an die Spitzenklasse?: LG hatte es oft nicht leicht und brachte seine High-End Modelle oft zu spät auf den Markt oder strich Funktionen, wie das zweite Display im...
LG K41s, LG K51s und LG K61 offiziell vorgestellt - Was sind die Unterschiede der neuen LG K Modelle: Von LG gibt es wieder einige neue Smartphones, aber wer nun auf aktuelle Flaggschiffe wie ein LG G9 gehofft hat, muss sich mit ein bisschen...
Samsung Galaxy S21 aber kein Samsung Galaxy Note 21 mehr - Das soll die Zukunft für Samsung sein: Nach dem neuen Smartphone ist vor dem neuen Smartphone möchte man sagen und auch wenn wir uns in der Regel selten noch an Spekulationen...
Samsung Galaxy Note 20 (Ultra) Einhändigen Modus nutzen für leichtere Bedienung mit einer Hand: Die Samsung Galaxy Note 20 Serie gefällt vielen wegen des scharfen und auch großen Displays, aber in manchen Situationen wird es vielleicht...
Oben