Messenger: Die Alternativen zur SMS im Überblick

Diskutiere Messenger: Die Alternativen zur SMS im Überblick im Programme & Apps Forum im Bereich Herstellerübergreifend; In den 90er Jahren kam mit der SMS erstmals eine völlig neue Technologie auf den Markt, die es den Handybesitzern erlaubte, von überall aus an...
In den 90er Jahren kam mit der SMS erstmals eine völlig neue Technologie auf den Markt, die es den Handybesitzern erlaubte, von überall aus an Freunde eine Textnachricht zu schicken. Dabei beschränkte sich die SMS (Short Message Service) aber stets auf 160 Zeichen. Mittlerweile gibt es aber einige Alternativen, die der SMS mittlerweile den Rang abgelaufen haben. Wir bieten euch hier nun einen Überblick, welche Dienste und Messenger man heutzutage nutzen kann.


Lange Zeit war die SMS das einzige Kommunikationsmittel, wenn man von unterwegs Freunden oder auch der Familie Bescheid geben wollte. Doch seit Beginn der Smartphone-Ära hat sich das nun geändert. Mittlerweile gibt es einige Dienste und Messenger am Markt, die die SMS teilweise schon ersetz haben. Dabei beschränken sich Messenger nicht ausschließlich auf Text, auch Bilder, Musik und Videos können verschickt werden. Der wohl bekannteste Vertreter seiner Art ist der WhatsApp Messenger. Dieser erlaubt es, Textnachrichten zu verschicken, wobei die Länge des Textes unerheblich ist. Auch Bilder, Musik, Videos sowie Kontakte lassen sich damit versenden. Allerdings muss auch der andere Teilnehmer über WhatsApp verfügen. WhatsApp ist bereits für eine breite Auswahl an Betriebssystemen verfügbar. Für die erste Zeit ist WhatsApp kostenlos, danach muss es aber kostenpflichtig verlängert werden. Es wird jedoch eine aktive Internetverbindung benötigt.


Auch Apple bietet einen entsprechenden Messenger an, genannt iMessage. Dieser ist jedoch an das Apple-Betriebssystem iOS gebunden und daher nicht Plattform-übergreifend einsetzbar. Beide Chatpartner müssen also über ein iOS-Device verfügen. Mit diesem Apple-Messenger können sowohl zwei als auch mehrere Personen miteinander über ein iPhone, ein iPod touch oder ein iPad miteinander kommunizieren. Den Messenger gibt es kostenlos, allerdings wird auch hier eine aktive Internetverbindung benötigt. Zudem muss jeder Teilnehmer die Software installiert haben. Auch hier können Fotos, Videos, und Text gesendet werden. Auch Kontakte oder auch Standortdetails lassen sich senden. Zudem ist es möglich, Chats und Unterhaltungen auf einem anderen Gerät fortzusetzen.


Ebenso bietet der Hersteller BlackBerry (ehemals RIM – Research In Motion) einen Messenger an, den BlackBerry Messenger. Dieser ist auf allein BlackBerry-Geräten vorinstalliert, kann bei Bedarf aber auch über die BlackBerry World heruntergeladen werden. Mit dem BBM, wie der Messenger abgekürzt wird, lassen sich Text, Bilder, Videos, Musik sowie Kalendereinträge und auch Standortdaten übertragen. Die Anwendung ist kostenlos, eine Internetverbindung, die weitere Kosten verursachen kann, wird allerdings benötigt. Zwar ist der Messenger bislang noch für das BlackBerry-Betriebssystem gedacht, doch schon bald soll es geöffnet werden, entsprechende Versionen für iOS und Android sind in Planung.


Ein weiterer Messenger ist ChatON von Samsung Electronics. Zunächst nur auf den eigenen Galaxy-Produkten eingesetzt kann ChatON mittlerweile sowohl auf Windows Phone-Geräten als auch mit Apples iOS verwendet werden. Wie auch schon die anderen Kandidaten kommt auch der ChatON Messenger von Samsung mit Bildern, Videos, Audio und Textnachrichten klar. Und auch hier wird, wie üblich, eine Internetverbindung benötigt. Dafür ist die Software als solches kostenlos.


Auch von Seiten der Industrievereinigung der internationalen Mobilfunkanbiete wurde ein Konkurrenz-Produkt zu WhatsApp und Co. auf den Weg gebracht. Es handelt sich hierbei um Joyn (auch joyn geschrieben). Dabei sind die Kosten aber ,wie auch schon bei der SMS und anderen Provider-Diensten, abhängig vom jeweiligen Provider. Sowohl Vodafone als auch die Deutsche Telekom, O2 und E-Plus planten die Einführung Ende 2011. Allerdings wurde der Termin des Öfteren verschoben. Bei Vodafone ist Joyn nun seit Juni 2012 verfügbar, die Deutsche Telekom zog im März 2013 nach. Allerdings können bei der Telekom nur direkte Kunden den Dienst nutzen. Seitens O2 ist die Einführung für Sommer 2013 geplant, E-Plus gab bislang noch keinen Starttermin an. Sowohl für Android als auch iOS steht hier eine Anwendung bereit. Später ist auch geplant, dass der Dienst ins Betriebssystem implementiert wird. Auch hier besteht die Möglichkeit sowohl Textnachrichten als auch Videos und Musik-Dateien an sein Gegenüber zu versenden.


Doch auch die SMS hat noch lange nicht ausgedient. Nach wie vor werden in Deutschland sehr viele Kurznachrichten verschickt. Im vergangenen Jahr waren es täglich rund 157 Millionen SMS. Und auch in Zukunft wird die SMS wohl nicht gänzlich aussterben.
 
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