Nokia: Verkauf der Mobilfunk-Sparte an Microsoft gescheitert

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Seit längerem gibt es Vermutungen, dass sich Microsoft um eine teilweise Übernahme des finnischen Mobilfunk-Herstellers Nokia bemühen könnte. Jetzt wurde bekannt, dass beide Unternehmen miteinander verhandelt haben, letztlich aber erfolglos



Die ersten Gerüchte über eine mögliche Übernahme von Nokia machten bereits im November letzten Jahres die Runde. Damals waren Vermutungen aufgekommen, dass sich der Computer-Produzent Dell seine PC-Sparte verkaufen könnte, wobei Microsoft als potenzieller Käufer genannt wurde. In diesem Zusammenhang wurde auch angenommen, dass sich Microsoft zudem für die Mobilfunk-Sparte von Nokia interessiert, um in Zukunft die gesamte Palette von Smartphones über Tablets und Notebooks bis hin zu PCs mit dem eigenen Namen - und in eigenen Fabriken hergestellt - verkaufen zu können. Mit dieser Strategie hätte sich Microsoft am Vorbild Apple orientiert, wo man ebenfalls Hardware unter eigenen Namen vertreibt und damit satte Gewinne einfährt.

Wie jetzt das angesehene Wall Street Journal berichtet, gab es anscheinend wirklich konkrete Verhandlungen zwischen beiden Unternehmen. Die Verhandlungen über eine Übernahme der Mobilfunk-Sparte hätten diesen Monat stattgefunden, wären aber erfolglos beendet worden. Offenbar konnten sich beide Seiten nicht über den Preis einigen, darüber hinaus zeigte man sich bei Microsoft offensichtlich besorgt wegen der inzwischen schwachen Marktposition von Nokia. Nach Angaben jener Quellen von denen die Informationen stammen, werden die Verhandlungen auch nicht zu einem späteren Zeitpunkt fortgeführt werden.

Die beiden Unternehmen arbeiten bereits seit einiger Zeit sehr eng zusammen. Inzwischen setzt man bei Nokia vollständig auf das mobile Betriebssystem Windows Phone, andere Alternativen wie Android befinden sich derzeit nicht im Programm und sollen auch nicht geplant sein. Zwar beherrschen die Finnen mit ihren Lumia-Smartphones den Markt für dieses Betriebssystem nach Belieben, am gesamten Markt für Mobiltelefone spielt Nokia aber nur noch eine untergeordnete Rolle. Und das, obwohl das Unternehmen über ein Jahrzehnt lang die absolute Nummer 1 am Markt war. Die Abhängigkeit von Microsoft ist vielen Investoren ein Dorn im Auge, weshalb bereits seit einiger Zeit ein Umdenken gefordert wird. Das scheint aber mit dem derzeitigen Nokia-Chef, dem ehemaligen Microsoft-Manager Stephen Elop, nicht zu machen zu sein.
 
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