Reviews: C2, S3com, S4, S6, S10, SL10

Diskutiere Reviews: C2, S3com, S4, S6, S10, SL10 im Fundgrube (Biete/Suche/Tausche) Forum im Bereich Sonstiges; Hallo USP, Einige von euch kennen mich vielleicht schon aus dem HK oder aus dem TT-Forum aber für diejenegen, die mich noch nicht kennen(gelernt...
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MK

Guest
Hallo USP,
Einige von euch kennen mich vielleicht schon aus dem HK oder aus dem TT-Forum aber für diejenegen, die mich noch nicht kennen(gelernt haben :biggrin:) gibt's hier eine ganze Ladung Testberichte. Leichte Ironie in einem der Berichte bitte ich zu entschuldigen...

Damit auch hier die Siemens-Oldtimer gebührend gewürdigt werden: Testberichte ohne Ende :)
Viel Spaß beim Lesen

Review: Siemens C2

Einführung
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Ich habe das C2 weder noch werde ich es wahrscheinlich je haben. Trotzdem werde ich mal versuchen einige Stärken und Schwächen dieses Gerätes zu beleuchten.

Empfang
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Leider ist der Empfang deutscher Sender trotz der riesigen Antenne sehr schlecht. Es werden lediglich einige Südafrikanische und fernöstliche Sender empfangen, was in der Praxis zu sehr hohen Gesprächskosten führt. Holger H.* (*Name geändert) erlebte eine böse Überraschung als er auf einem Tauchgang vor Sylt in Seenot geriet und seinen Tauchkollegen anrufen wollte: Dessen Handy war leider ein Opfer der Fluten geworden. Von solchen Mißgeschicken abgesehen kann man die Erreichbarkeit in Deutschland dennoch gerade noch als Befriedigend bezeichnen. Erreicht man hingegen die südliche Hemisphäre verbessert sich der Empfang schlagartig.

Portabilität
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Ein ausgezeichnetes Gerät. Es ist bis zu 25-mal leichter als vergleichbare Geräte (Telefonzellen) und passt mit seinen 12000ccm wirklich in das kleinste Bundeswehr-Tornister. Allerdings muss man hier Zugeständnisse an die Antenne machen, die immer einen Fingerbreit Platz braucht, um hinauszuragen.

Akku/ Standby
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Hier ist das Testgerät leider nicht mehr auf der Höhe der Zeit denn der verwendete NiCd Akku entspricht nicht mehr unseren Anforderungen an den Umweltschutz. Obschon er eine Kapazität von 4500 mAh Stunden hat, ist die Verwendung von gefährlichen Inhaltsstoffen nicht zu verantworten. Die Standby-Zeit von wenigen Stunden ist gerade recht für den gemütlichen Nachmittag in geselliger Runde. Hierbei sollte man aber aus Liebe zu den Freunden und um das fröhliche Beisammensein nicht zu stören, auf laute und penetrante Klingelmelodien verzichten.

Proll-Faktor
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Der Kenner legt sein Gerät nicht auf den Tisch sondern hängt es sich um den Hals, denn schließlich will der gegenüber sofort wissen mit wem man es zu tun hat. Das Siemens C2 ist mit seinen 6970g dafür ganz ausgezeichnet geeignet. Vorbei sind auch die Zeiten wo man sich riesige, auffälig gelb gefärbte Telefonzellen um die Brust geschnallt hat. Das Siemens C2 bietet nun auch dem Geschäftsmann von Welt die Möglichkeit sein Handy in passendem Anthrazit zum Anzug zu tragen. Schrillere Farben sind heutzutage ohnehin unerwünscht.

Design
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Die Zeitlosen Linien in Verbindung mit Deutscher Massivbauweise machen aus dem Siemens C2 einen Klassiker der europäischen Schule und stellen es in eine Reihe mit dem Reichstag und der alten S-Klasse von Mercedes-Benz. Dieses gerät strahlt unverwüstliche Solidität aus und sollte in keinem Haushalt fehlen. Als Briefbeschwerer oder als Türstopper leistet es jahrelang treue Dienste.

Conclusio:
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Das Siemens C2 ist ein modernes Gerät das dem Mann von Welt in jeder nur erdenklicher Situation treu zur Seite steht

<>

Leichte Ironie in diesem Beitrag bitte ich zu entschuldigen.

technische Informationen stammen von
Elmi's Homepage

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So jetzt leg ich mal richtig los! Eine Meinung zu meinem S3com. In etwas abgewandelter Form hatte ich sie auch schon mal bei www.dooyoo.de gepostet.


Review Siemens S3com
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Einführung
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Das Siemens S3 war seinerzeit die Weiterentwicklung des S1 und existierte in drei Varianten. Die erste war das Siemens S3 (ohne alles), das dem S1 sehr ähnlich sah (nur kürzer) und daher sehr eckig und Achziger-like aussah. Allerdings schaut es um Welten besser aus als die Konkurenzhandys dieser Zeit, weil es große und glatte Flächen hatte und auf Schnörkel verzichtete. Zeitlos und Elegant, Siemens halt. Wenig später kam das S3 plus, das deutlich kleiner war und über ein verbessertes Display sowie ein anderes Gehäuse verfügte. Der dritte im Bunde war dann das Siemens S3 com, wobei com hier nicht etwa für "communication" oder "compatibility", sondern einfach nur für "comfort" steht. Und genau dieses Handy war es, das ich nun über einen Bekannten bekam...


Äußerlichkeiten
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Wer sich mit heutigen Siemens Handys einigermaßen auskennt, der ist beim Anblick des S3com erst mal ziemlich platt, denn das S3com ist nach dem S1 das größte Handy, das die Münchner je für ein GSM gebaut haben. Dennoch gab es seinerzeit einen Prospekt, wo man das S3 seiner (relativen) Flachheit wegen als "Hemd- und Hosentaschenhandy" pries und es mit einem Kolibri verglich Ich persönlich habe aber ein Problem damit mir einen 260-Gramm Kolibri vorzustellen... Weiter gibt es auf dem S3 einige Knöpfe, die mit der Einführung der S10/11 Baureihe in der Versenkung verschwanden. Das wären im Detail der

-Info-Knopf, dessen Funktion bei der S10/11 und S25 Baureihe weitgehend vom "Eigenschaften" Knopf übernommen wurde

-Cancel-Knopf, der zum Abbrechen sowie zum löschen von Eingaben benutzt wurde. Diese Funktion wurde ab S10/11 von der Auflegen-Taste übernommen.

-Aus/ein Knopf. Diesen Knopf habe ich zu schätzen gelernt, weil man das Handy so beim auflegen nicht aus versehen ausschalten kann. Fiel aber dem Reduktionswahn der Handytastaturen zum Opfer und findet sich nun als Zweitbelegung auf der "Auflegen-Taste.

Im Gegensatz zu den Handys der S10/11, S25, und X35 Serie kommt das S3 mit nur zwei Softkeys aus. Die Bedienung klappt trotzdem ganz prima und vor allem deutlich flotter als bei aktuellen Handys. Im Übrigen werden zukünftige Siemens Handys der X45 Serie ebenfalls wieder nur zwei Softkeys haben, weil man festgestellt hat, dass zwei der Knöpfe meistens sowieso nur für das Blättern im Menü verwendet werden. Diese Funktion wird nun einem zentralen Navigationsknopf zufallen.

Aber zurück zu unserem Oldtimer. Das S3com ist als Handy klassischer Bauart mit einem Huckepackakku ausgerüstet, der als SlimLine dank 550 mAh gerade mal 20 Stunden Standby schafft. Damals war das gar nicht mal schlecht und vor allem die Talktime kann es auch heute noch mit dem meisten aktuellen Handys aufnehmen. Andererseits stimmt es schon bedenklich wenn allein der Akku größer ist als ein Nokia 8210 ohne Oberschale... Andererseits bietet diese Bauart auch den Vorteil, dass man extreme Akkus bauen kann, die das Handy dann zwar potthässlich machen, dafür aber die Standby und Sprechzeiten deutlich erhöhen.
Das S3 Display ist in etwa mit dem des S6 vergleichbar und obwohl es etwas grobkörnig ist sehr gut lesbar. Eher amüsant finde ich den Sim-Karten Slot des S3. Der ist nämlich für die full-size Sim-Karten ausgelegt. Sprich: Wer es verwenden will braucht einen Adapter, denn sonst ist das schöne Telefon nur ein Kreditkartenhalter und zwar ein ziemlich schwerer! Generell macht das S3com aber einen sehr soliden Eindruck, den ich bei den neuen Siemens (X35/ X45) sehr vermisse. Das sechs Jahre alte S3com knirscht überhaupt nicht, während ein nagelneues S35 oder C35 einen da hemmungslos anknarzt. Allein das Outdoor M35 macht da einen robusteren Eindruck, aber wer will schon ein Gummihandy mit sich rumtragen? Meiner Meinung nach könnte Siemens ruhig mehr wert auf die Verarbeitung seiner Business Handys legen, anstatt ein Outdoormodell als das einzig geräuschfreie Modell anbieten zu müssen.


Bedienung
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Nach klassischer Siemens-Tugend: Easy to use. Übersichtliche Menüs selbsterklärende, logische Struktur und ein ausgezeichneter Gesprächskomfort dank Telefonhörer-Format. Was will man mehr?


Akku/ Standby
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Wie gesagt, 20 Stunden Standby sind heutzutage echt übel aber wer damit leben kann für den kommt das S3 auch heute noch in Frage! Gesetzt den Fall natürlich er hat eine ausreichen große Aktentasche :D


Empfang/ Sprachqualität
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Form follows function! Absolut auf seinen Zweck hin optimiert braucht man mit dem S3com keine Funklöcher fürchten. Darüber hinaus ist die Sprachqualität dank hochwertigem Mikrofon und Lautsprecher in jeder Situation angemessen.


Zusammenfassung:
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Auch wenn das jetzt etwas extrem klingen mag: Das S3com ist nach wie vor ein gutes Telefon. Wer auf Spiele, Dualband und Vibrationsalarm verzichten kann und ein grundsolides Telefon sucht liegt mit dem S3 gar nicht mal so falsch. Sicherlich gibt es "intelligentere" und kleinere Handys und Smartphones aber es gibt nur wenige MobilTELEPHONE als dieses.


Nachtrag:
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Mehr zur Belustigung meiner Kollegen hatte ich dieses Handy mal eine Woche im täglichen Einsatz. Dabei habe ich ein Feature zu schätzen gelernt: Wenn man die Displaybeleuchtung komplett abschaltet bleibt die Zentrale Ein/Aus Taste immer beleuchtet. Ein kurzer Druck und die Beleuchtung ist wieder an! Wenn man dann ca. 20s ohne eine andere Taste zu drücken wartet geht die Beleuchtung wieder aus und man kann ohne Beleuchtung weiter nach Herzenslust rumdrücken :)
Noch ein nettes Detail, ist der integrierte Visitenkartenhalter hinter dem Akku: Da der Akku etwa DIN A7 Format hat, kann man bequem 3-4 Visitenkarten zwischen Akku und Gerät klemmen, die garantiert faltenfrei bleiben!
Das Gehäuse drumherum ist nämlich perfekt verarbeitet und da knarzt und knackt überhaupt nichts! Echte Wertarbeit halt noch (Handarbeit wäre übertrieben ;)


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Und gleich noch einer!

Review: Siemens S4 power
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Ein Handy für Waldarbeiter und Gewichtheber

Einführung
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Nachdem ich vor einiger Zeit über Umwege zu einem Siemens S4 für meine Handysammlung gekommen war, betrachtete ich dieses Handy anfangs eher belustigend. Dieses Funktelefon hatte ja doch sehr viel Ähnlichkeit mit einem mittelprächtigen Amateurfunk-portable. Doch was ein Handy wirklich ausmacht bekam ich sehr bald zu spüren!




Äußerlichkeiten
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Wie gesagt ist dieses Handy vom Design her nicht gerade eine Offenbarung, aber dafür ist es auch nach fünf Jahren noch einigermaßen ansehnlich, während so manches andere Gerät Baujahr '95 fürchterlich kitschig anmutet. Etwas mehr dürfte den Meisten aber das Gewicht von weit über 200g ausmachen. Was für das tägliche Fitnesstraining noch einigermaßen akzeptabel ist, entpuppt sich im Alltag als Hemdtaschenkiller, gesetzt den Fall man bringt es überhaupt in die Tasche hinein. Dazu kommt noch, dass das Gerät auf Höhe der Tastatur leicht geschwungen ist, was dazu führt, dass es unten einen leicht angedeuteten "Standfuß" hat.
Wie man es von einem solchen Veteranen fast schon erwartet verfügt das S4 über eine ausziehbare Hochleistungsantenne. Was man dem Handy aber nie zutrauen würde ist sein 1350mAh LiIon Akku! Unter dem Akkudeckel verbirgt sich eine Zweizelleneinheit von der Größe zweier aufgeblasener Feuerzeuge, der Dem Handy Standbyzeiten bis 70h beschert. Ansonsten verfügt das S4 über echte Oberklassenverarbeitung und über ein Gehäuse, das eigentlich kaum kaputtzukriegen ist.



Bedienung
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"Easy to use". So lautete der Kampfspruch der Münchner mit dem sie ihre ersten Handys bewarben. Das S4 folgt dieser Tradition mit einer einfachen Menüführung, die sich in Ansätzen auch noch in den Handys der X35/X45 Serie findet. Über eine separate "Info-Taste" bekommt man in jeder Lage nützliche Hinweise, auf die man aber meistens gar nicht angewiesen ist, weil das Gerät wirklich leicht zu durchschauen ist. Dank zweier Softkeys hat man immer die richtigen Funktionen zur Hand und mit dem seitlich angebrachten Schieber blättert man problemlos durchs Menü. Auch das kontrastreiche und gut beleuchtete Display kann es noch problemlos mit dem Display des Siemens C25 aufnehmen. Zwar ist es relativ klein aber dafür vollgrafisch und messerscharf.



Akku/ Standby
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Wie oben gesagt verfügt das S4 serienmäßig über einen LiIon Akku, mit dem man dann auch ein Wochenende wegbleiben kann ohne gleich ein Ladegerät mit sich herumzuschleppen. Die Talktime ist sogar deutlich länger als bei aktuellen Siemens-Handys (ca. 360-400 min). Ein nettes Detail ist der im Lieferumfang enthaltene Tischlader, mit dem man den Akku bei Bedarf füttern kann. Unverständlich ist aber, warum man das Netzteil nicht als Reiseladegerät einsetzen kann, wo wie es bei der S3 Serie Standard war.



Empfang/ Sprachqualität
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Hier könnte ich wohl eine "Ode an den Empfang" formulieren, denn was das S4 ist so ziemlich das heftigste was ich je erlebt habe. Während man mit diesen modernen Designerhandys schon fast wegen einer Litfasssäule keinen Empfang mehr hat, kann mit dem S4 noch problemlos in den Kellern von öffentlichen Gebäuden telefonieren, die ja als Luftschutzräume angelegt sind. Auch mitten im Wald ist man beim Spazieren gehen noch gut erreichbar. "Netzsuche" dürfte mit dem S4 allenfalls dann auftreten, wenn der lokale Sendemast ausfällt. Die Sprachqualität ist klar und verständlich und dank der Hörerähnlichen Gehäuseform vermisst man beim S4 keinen Festnetzkomfort.


Zusammenfassung:
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Ein TELEPHON ohne Zucker aber dafür ein Super Telefon, das seine Zweck besser erfüllt als jedes andere Handy, das es zurzeit auf dem Markt gibt. Sicherlich, wein Ericsson R250 ist stabiler und ein Siemens Sl10 ist schöner, aber das S4 ist ein Telephon und kein Klunker.
:top:

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Da ist ja noch einer...

Review: Siemens S6D
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Aber jetzt erstmal zum S6

1997 brachte Siemens mit dem S6 den lang erwarteten Nachfolger für das selige siemens S3com heraus. Am Grundkonzept hatte sich nicht viel geändert: Flaches "pocket" Gehäuse, Graphisches Display, Monoband Chipsatz und Knöpfe in Hülle und Fülle.


Äußerlichkeiten
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Wenn man einigermaßen zeitgemäße Handys gewöhnt ist, dann wird man zuerst etwas schmunzeln denn das S6 ist von der Fläche gesehen das absolute Monster Handy (was es auch damals schon war). Ein Vorteil dieser Bauweise liegt natürlich auf der Hand: Auf so ein riesiges Gehäuse passen auch riesige Tasten. Mit ca. 9mm Durchmesser sind die Nummerntasten und die Abnehmen/ Auflegen Tasten risengroß und selbst von älteren oder kurzsichtigen Zeitgenossen sicher zu bedienen. Leider haben sie einen ausgeprägten Gummi-Druckpunkt, der es sehr schwer macht ohne Tastenton festzustellen, ob die Taste nun schon gedrückt wurde. Dieses Manko wurde in den teureren Modellen (S10, E10) behoben. Diese Geräte haben einen deutlich härteren Druckpunkt und vor allem stabile, abriebfeste Kunststoffkappen. Aber zurück zu unserem S6. Etwas seltsam mutet die Befestigung des Akkus an. Im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen sitzt der Akku nicht unten auf der Unterschale sondern wird von oben eingeschoben. Diese Lösung hat leider fatale Auswirkung auf die Balance des Handys. Da in der Unteren Hälfte praktisch nur die Tastatur (ansteuerung) sitzt, die richtig "schweren" Bauteile aber allesamt auf der Oberseite liegen, sollte man davon absehen das Handy in der Hemdtasche zu transportieren, auch wenn das flache Gehäuse dazu animieren kann - Das Gerät fällt einfach viel zu leicht heraus. Eleganter gelöst ist dagegen die Sim-Kartenhalterung (kleine SIM). Da diese (wie üblich) hinter dem Akku sitzt kann man beim S6 die SIM Karte bei aufgeschobenem Akku einlegen, indem man sie einfach von oben über einen kleinen Schlitz einführt. Das weckt doch rührende Erinnerung an das Gute alte Bosch Car Tel 214 und andere Zeitgenossen, die noch ein Scheckkartenlesegerät von einer SIM Halterung mit sich herumgetragen haben.


Bedienung
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Nun, viel gibt es da nicht zu sagen. Ein simpel gestricktes und extrem leicht verständliches Menü, wo man sich auf Anhieb zurechtfindet. Die Wippe auf der linken Seite ist sehr praktisch wenn man sich durchs Menü hangelt. Beim Vorgänger (S3com) mußte man noch mit Softkey und Cancel durchs Menü hangeln. In der Praxis erweist sich das S6 dennoch als eher unpraktisch weil man einfach nicht immer Platz genug hat um eine Tastatur mit Handy dran mit sich herumzuziehen. Trotzdem ist es aber irgendwie schnuckelig vor allem für menschen, die flache Handys lieben.

Empfang
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Hier kann man dem S6 so schnell nichts vormachen. Denn nicht umsonst hat es diese Monster-Gummi Antenne! Wo selbst mein R320s mit IAT10 gelegentlich aufgibt bleibt das S6 brav im Standby. Der Fairness halber muss man aber auch sagen dass das S6 (leider) nur ein Singleband Handy ist und deshalb entweder D-Netze oder E-Netze unterstützt.


Akkuleistung
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Darüber kann ich leider nicht allzu viel sagen, weil mein Gerät nicht mehr ganz neu ist, aber so drei bis vier Tage müssten bei einem 1000 mAh LiIOn Akku eigentlich drin sein. Das S6 habe ich jetzt einem Freund für Auto gegeben, bis er sein eigenes Handy hat. Bei ihm hält das Handy (ausgeschaltet) einen Monat bis es sich selbst entladen hat. Auch nicht schlecht :)


Conclusio
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Insgesamt ist das Siemens S6 ein praktisch unkaputtbares Hardcoregerät das bis auf Wasserdichtigkeit den Anforderungen des Alltags... blablabla ... sehr gut standhält und auch kleinere Aus-flüge auf den Boden oder in den Schmutz nicht übel nimmt. Von der Größe und der Ausstattun her ist es aber nur noch was für puristen.
:D

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Huch, wo kommt der denn her?

Review: Siemens S10D
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Zusammenfassung
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Ich habe dieses Handy vor langer Zeit aus Firmenbeständen (natürlich stilecht: Siemens) bekommen und bin seither hellauf begeistert. Im Gegensatz zu den aktuellen Funzel-Handys wie ME45 und S45 hat das S10 noch große und bequem zu drückende Tasten. Die Memotaste auf der linken Seite ist zwar eher Spielerei aber ab und an kann man das doch mal brauchen. Der Schieber für die Lautstärke ist aber leider nicht gerade schlau konstruiert, denn er kann sich relativ leicht lösen und dann muss man das Gerät öffnen. Die Reparatur selbst ist aber eine kleine Fingerübung aber doch etwas lästig. Ansonsten ist die Sprachqualität gut und vor allem der Akku ist fast nicht leerzukriegen. Der Empfang ist den heutigen Handys in fast allen Belangen weit überlegen und auch das schöne, große Farbdisplay trägt zur Zufriedenheit bei. Allein in der Nacht sieht man leider nicht mehr allzu viel von den schönen Farben. Trotzdem: Ein Handy für Leute, die telefonieren wollen und auf WAP & Co. verzichten können und vor allem gemäß der alten Siemens-Maxime:

Easy to use!



So und jetzt noch etwas ins Detail:

Äußerlichkeiten
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Das Siemens S10/ S11 hat nicht unbedingt Traummaße (LxBxH 127x46x25 mm = 160ccm) und gehört mit seinen 185g in der Serienversion auch eher zu den Schwergewichten unter den Handys. Dabei war es in seiner Zeit (Siemens S6/ Nokia 3110) Sensationell klein und leicht. Das Gewicht hängt auch start vom verwendeten Akku ab. Mit dem Standard Power-Akku kommt man auf etwa 185g, währen man mit dem Vibrationsakku auf 150-160g kommt. Das Telephon war damals als Business Handy konzipiert und es sieht auch heute noch sehr professionell aus. Das Handy war seinerzeit in zwei Farben erhältlich: Normal war es grau-anthrazit, aber für T-D1 stellte Siemens auch eine "Limited Edition" mit einer auberginenfarbenen Oberschale her. Die Unterschale ist im Standardfarbton gehalten, damit man auch die Normalen Akkus, die ja von außen sichtbar sind einsetzen kann. Ansonsten wäre mir nur noch die Sonder-Edition 150 Jahre Siemens in Silber bekannt, die aber extrem rar sind (150 Stück weltweit).

Bedienung
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Easy to use! Hier ein Beispiel wo der Siemens Slogan voll zutrifft. Dieses Handy kann wirklich jeder auf Anhieb bedienen. Die Menüführung wird auch durch das Große Display stark vereinfacht, weil man einfach einen besseren Überblick hat. Dass das Display farbig ist, ist hierbei ein nettes Zubrot, was aber allenfalls wenn man im Telephonbuch blättert ein echter Vorteil ist. Probleme mit der Ablesbarkeit hatte ich nie, denn man kann die Farben im Menü anpassen, von orangestichig bis hin zu einem Grün-in-Grün Display. Auf der linken Seite ist ein Lautstärkeregler angebracht, mit dem man auch durch die Menüs blättern kann. Dieser sollte wohl eine Hommage an das Schwestermodell Sony CMD-X-2000 sein, das ja mit einem Jog-Dial Rädchen ausgestattet ist. Leider löst sich die Klammer, die den Schieber an der inneren Haltung anclipst nur allzu leicht, was dazu führt, dass sich die Halterung verschiebt und so kein Kontakt mehr zum Schalter vorhanden ist. Dann muss man das Gehäuse öffnen... Ich habe schon einige Handys gesehen, wo eben genau das passiert war.
Ansonsten gibt es aber nicht viel zu beanstanden. Die Tasten sind groß und griffig und sehen auch nach zwei Jahren so abgegriffelt aus wie die vom C-35 meines Bruders nach 3 Monaten. Der Akku ist leicht zu wechseln und Zubehörteile wie Freisprecheinrichtung und Headset kann man über die verpolsichere Schnittstelle schnell und einfach anschließen. T9 und Co. wird angesichts der perfekten Tastatur niemand vermissen!


Akku/ Standby
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Das S10/ S11 ist serienmäßig mit einem 1800 mAh Lithium-Ionen Akku ausgerüstet, der bei mir auch nach zwei Jahren noch mindestens 3-4 Tage (oder 80-90 Stunden) auf Bereitschaft bleibt. Der Vibrationsakku hat zwar nur 1100 mAh, ist aber deutlich leichter und schafft auch immer 60h Standby. Im Gegensatz zu den modernen Handys stimmen dies Angaben noch ziemlich genau mit den Herstellerangaben überein: Siemens versprach seinerzeit für den Standard Akku 100h Standby. Da ich aber nie 10 Stunden telephoniert habe kann ich über die talktime keine Angaben machen.


Empfang/ Sprachqualität
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Der Empfang ist ja bei vielen neuen Handys ein altes Problem: Durch die immer kleiner werdenden Gehäuse bleibt immer weniger Platz für eine vernünftige Antenne. Nicht so beim Siemens S10! Selbst mir der Stummelantenne hat es noch an Orten Empfang wo ein Siemens C-35 längst quittiert, von einem S-35 ganz zu schweigen. Allein mein Siemens S-4 mit der langen Ausziehantenne hat einen noch besseren Empfang. Zum Thema Sprachqualität kann ich eigentlich nur sagen, dass das S10 verständlich und klar übermittelt. Das ganze Getue um EFR und FR ist sowieso übertrieben, weil es auch sehr stark vom verwendeten Handy abhängt wie gut man versteht/ verstanden wird. So hatte ich mit einem Nokia 3210 (und EFR) Probleme meinen Gegenüber zu verstehen, während ich mit einem S10 und FR keinerlei Probleme habe.


Sonstiges
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Für das S10 gibt es eine ganze Batterie von Zubehör angefangen von einem Vibrationsakku über eine Freisprecheinrichtung hin zu einem Datenkabel und einem Einbausatz für das Auto. Allerdings sind diese Geräte als Original Siemens Zubehör relativ teuer: 89.90 DM für eine mobile Freisprecheinrichtung sind einfach zu viel! Aber ansonsten ist das Zubehör mehr oder minder praktisch. Wer mobil surfen will, der kann das zwar tun, aber 9600 kbps sind nicht gerade das Wahre, denn das S10 unterstützt naturgemäß noch kein HSCSD oder GRPS und das ist auch gut so

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Und natürlich der Klassiker:

Review: Siemens SL10
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Review Siemens SL10 D

"Muss eine Limousine aussehen wie eine Limousine?"
So wie Audi 1997 den neuen A6 bewarb hätte auch Siemens über sein SL10 reden können. Muss ein Handy denn aussehen wie ein Handy?



1.) Äußerlichkeiten

Vergleicht man das SL10 mit seinen Zeitgenossen so fällt natürlich als erstes das extravagante Gehäuselayout ins Auge. Display, Softkeys und die wichtigsten Tasten sitzen im Wahrsten Sinne des Wortes auf der OBERSchale, während sich der Zehnerblock auf die Unterschale quetschen muss. Das hat den großen Vorteil dass das Gerät im geschlossenen Zustand herrlich einfach und schnörkellos ausschaut ohne dass man auf irgendwelche Tasten verzichten muss.
Aber dieses Design hat auch sein Schattenseiten. So ist der "Pro-Slide" Mechanismus recht empfindlich gegenüber Grobmotorikern und auch sand und sonstigen Pöbel-Schmutz hat das Gerät gar nicht gern. Es fühlt sich ohnehin auf dem Green wohler als auf der Baustelle. Auch das Displayglas ist sehr fragil und mag es weder wenn man sich draufsetzt noch wenn es sich die Hosentasche mit einem Schlüsselbund teilen muss.
Ein feiner Zug dagegen ist es von Siemens gleich eine Ladestation mitzuliefern, in der man das Handy stilvoll deponieren kann. Im Nachhinein fällt auch auf warum: Das SL10 hat bis auf die zwei Ladekontakte keinen direkten (draht) Anschluss an die Außenwelt. Allein über IrDA könnte es gehen aber dazu später. Was mich persönlich wirklich stört ist die Antenne. Jener Stich in das Herz jedes Design-Fans kann es von der Länge her sogar mit den T-Sharks der Ericsson Handys aufnehmen. Nur ist sie nicht ganz so stabil so dass sie nach kürzester Zeit leicht schräg steht oder gar abbricht.


2.) Bedienung

Alles bleibt einfach. Ein einfaches und logisch strukturiertes Menü. Das SL 10 ist halt noch ein Siemens der alten Schule. Nun könnte man ja sagen "Wo nicht viel ist kann auch das Menü nicht schwierig sein". Da ist natürlich was dran aber wenn ich mir die /// oder die Motorola aus dieser Zeit anschaue dann kommt mir das kalte Grausen. Vor allem das (Dreifarb) Display ist für sein alter super. Zwar ist es sehr winkelabhängig aber dafür ist es groß und tagsüber perfekt ablesbar. In der Dämmerung kann es aber schwer werden weil die Beleuchtung viel zu schwach (dafür aber blau-grün) ist.
Wie oben schon gesagt ist das Handy im Normalfall komplett von der Oberschale aus zu bedienen. Das schont den Pro Slide und man hat gleichzeitig ein herrlich kompaktes Gerät zur Hand. Aber auch der Pro Slide hat einige Funktionen. So kann man durch Zuschieben das SL in den Bereitschaftsmodus zurückversetzen und optional auch noch die Tastensperre aktivieren. Aufgehoben wird sie entweder mit der versenkt angebrachten "auflegen" Taste oder durch aufschieben. Das kommt immer sehr lässig wenn man das SL mit einer Hand schließt und dann in die Tasche gleiten lässt, was nicht zuletzt deshalb sehr gut funktioniert, weil das Sl10 nach hinten hin spitz zuläuft.



3.) Ausstattung

Oh je, das ist natürlich bei alten Handys immer so eine Sache. Das waren halt noch handys und keine SMS-Daddel-Bluetooth-Organizer mit Telefonierfunktion sondern eben Telefone. Das SL10 hat immerhin schon eine Uhr und einen Wecker integriert. Vibrationsalarm wäre mit einem 1100 mAh extended Akku zwar möglich, in der Praxis blieb der akku aber ein Ladenhüter, weil er dem SL10 einen fürchterlichen Rucksack verpasst hätte. Die Infrarotschnittstelle ist zwar günstig angebracht (Oben am Handy) aber dafür funkt sie noch nach einem uralten IrDA Protokoll, das kein mir bekanntes (modernes) Handy unterstützt. Auch kann man damit keine Rufnummern übertragen so wie heute sondern ausschließlich Datenverbindungen zu einem Laptop herstellen. Praxiswert davon ist mangels HSCSD/ GPRS/ UMTS etwa gleich null.

4.) Akkulaufzeit

Hier schlägt die schwärzeste Stunde für das SL10. 46 Stunden Standby waren schon damals nicht besonders und sind heute völlig indiskutabel. Auch die 3 Stunden Sprechzeit sind eher Mager. Ein Power-User muss das SL10 also jeden Abend in die Ladeschale stellen. Das ist zwar im Alltag kein Problem aber ein wochenende bei den Großeltern ist ohne Ladeequipment nicht drin und das ist recht umständlich zu transportieren.

5.) Display

Wie vielleicht einigen von euch (noch) bekannt ist gab es beim SL10 sehr oft probleme mit dem Display. Die begannen mit fehlenden Zeilen und endeten bei Totalausfällen. Siemens war und ist hier sehr kulant, obwohl sie verständlicherweise langsam den Support einstellen. Ich persönlich hatte nie Probleme aber ich wusste auch dass man das SL10 dahingehend vorsichtig behandeln sollte und wenn man das tut dann braucht man IMHO keine Probleme mit dem Display zu befürchten.


Conclusio

Auch wenn das SL10 sicher nicht mehr zeitgemäß ist, ist es immer noch ein wunderschönes Designerstück, das in keiner Sammlung fehlen darf.


Appendix:

I: Wie mir unterm schreiben gekommen ist, habe ich schon eine zweite Meinung zu diesem Thema geschriben. Ihr findet sie hier: Siemens SL10 en detail!

II: Versionen des SL10
Es gab insgesamt 5 Versionen des SL10.

1.) SL10 Der Urvater aller SL10 (nur Full Rate, D-Netz)

2.) SL10 D Versteht sowohl Half- als auch Full-Rate, ist also ein Dual-Rate Handy für das D-Netz

3.) SL10 E Das einzige E-Netz SL10 gab es bei uns (leider nicht) Es konnte übrigens schon EFR

4.) SL10 (?) Ein Prototyp für den Fingerprint Sensor von Siemens. Leider ging er nicht in Serie





5.) SL10 (?) Eigentlich nur ein Akku mit dem Fingerprint Sensor, aber ich kann mir nicht vorstellen dass man den einfach so in jedes SL10 packen kann also noch eine Spezialversion.



und das Innenleben des Akkus



Für die Fingerprintbilder vielen Dank an meinen Kontakt bei Siemens.

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edit: Hier auch noch die Meinung von dooyoo.de (etwas älter aber lest selbst :D)

Siemens SL10 en detail!
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Einführung
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Seit einiger Zeit bin ich nun stolzer Besitzer eines Siemens Sl10 Handies und es hat mir noch nie Grund zur Klage gegeben. Es ist immer noch ein Traumhandy par excellence, das den Vergleich mit seinen Enkeln nicht scheuen braucht!

Äußerlichkeiten
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Das SL10 ist ein modernes Monoband-Handy im wohl schönsten Gehäuse, das je gebaut wurde. Besonderer Clou ist ein raffinierter Schiebemechanismus, der den Siemensianern 1998 einen Designpreis bescherte. Die obere Hälfte mit dem Display und den Softkeys lässt sich etwa sechs Zentimeter nach oben schieben und gibt den Blick auf eine Folientastatur preis. So ist man vor Fehlbedienung recht gut geschützt, zumal das Handy auf Wunsch durch bloßes Zuschieben automatisch die Tastensperre für die 4 Bedientasten und die 4 (!!;) Softkeys aktiviert. Auf der Rückseite ist eine Aussparung die den Standard-Akku ohne Buckel aufnimmt. Wie es damals für Siemens typisch war kommt auch dieser Mechanismus ohne wackelige Akkudeckel aus.


Bedienung
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Wieder mal perfekte Bedienung und vorbildlicher Displayaufbau. So oder so ähnlich urteilt das Gros der SL10 Benutzer. Und zu recht. Die Menüführung ist selbsterklärend und jemand, der je in seinem Leben ein Siemens-Handy bedient hat, wird automatisch jedes andere, "echte" Siemens-Handy auf Anhieb bedienen können (die Bosch-Siemens Handys S40/42 und C/M 30 mal ausgenommen). Beim telefonieren ist der "Pro Slide" genannte Schiebemechanismus sehr praktisch. Gespräche kann man durch einfaches Aufschieben des Gehäuses annehmen. Dadurch hat man dann auch ein vernünftig großes Telefon, das vom Komfort her einem Festnetzgerät ebenbürtig ist. Das Gespräch wird durch Zuschieben beendet. Aber auch geschlossen ist das Gerät voll funktionstüchtig.


Akku/ Standby
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40 Stunden Standby oder drei Stunden Talktime. Das verspricht der Prospekt vom Standard Akku. Die Praxis dagegen versprich in jedem Fall ein Wochenende ohne Steckdose. Wer länger weg bleibt, tut gut daran den Tischlader mitzunehmen, denn zum einen ist dieser sehr handlich und zweitens ist der Reiselader nur sehr umständlich an der Rückseite des Gerätes anzuschließen, so dass das Gerät nicht mehr richtig liegen kann. Für Hardliner ist ein Vibrationsakku zu empfehlen. Dieser ist baugleich mit dem des Siemens S10/ S11 und hat mit 1100 mAh die doppelte Kapazität des Normalakkus (600 mAh). Leider bekommt das Gerät dadurch aber einen unschönen Buckel.



Empfang/ Sprachqualität
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Wie die meisten älteren Siemens Handys zeichnet sich das SL10 auch durch einen überdurchschnittlich guten Empfang aus. Das ist einem dann doch die Stummelantenne wert. Ein modernes Siemens S-35 kann es vom Empfang her nicht mit dieser Design-Ikone aufnehmen. Auch die Sprachqualität ist schon ohne EFR sehr gut, weil der Lautsprecher immer gut am Ohr liegt und nur bei wirklich schlechter Empfangslage
ein wenig rauscht. Ohnehin hängt die Sprachqualität von Handys viel stärker von der Qualität der Lautsprecher und Mikrofone als von technischen Fachsimpeleien wie Full Rate (FR) oder Enhanced Full Rate ab. Es ist völlig unangemessen Werbung für "glaskare EFR Gesprächsqualität" zu machen, wenn der Lautsprecher des Handys nicht wiedergeben kann, was die Technik prinzipiell erlaubt.


Sonstiges
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Das SL10 war seinerzeit das einzige Siemens Handy, das eine I/R Schnittstelle hatte. diese befindet sich wohl aus Designgründen auf der Vorderseite der unteren Schale. Hier wäre etwas Form-Follows-Function-Denken angebracht gewesen. Denn durch diese Positionierung des riesigen I/R Fensters ist der PDA oder Laptop immer im vollen Strahlbereich des Handys. Beeinflussungen sind da besonders ärgerlich zumal alle späteren Siemens Handys die I/R Schnittstelle auf der Seite haben.
Das riesige Farbdisplay ist zum SMS lesen optimal geeignet, aber die Farbe ist wirklich nur eine Spielerei. Die Beleuchtung des Displays ist ein wenig unregelmäßig und speziell bei schräger Draufsicht ist das Display auch relativ schwer ablesbar. Tagsüber fällt das aber nicht auf. Aber das Display macht aus anderen Gründen von sich reden: Das SL10 ist konstruktionsbedingt sehr anfällig für Displayausfälle. Da das Gehäuse aufschiebbar fällt der obere Teil mit dem Display recht flach aus. Um die ganze Technik dennoch unterzubringen entschied man sich fatalerweise dafür die Rückseite der oberen Schale ziemlich dünn zu bauen. So kann aber beim telefonieren die Oberkante der unteren Schale von hinten genau auf die Mitte des Displays drücken und es so schnell zerstören. Deswegen von einem Konstruktionsfehler zu sprechen erscheint mir dennoch überzogen, weil man das meiner Meinung nach in Kauf nehmen muss. Niemand würde beispielsweise über Porsche schimpfen wenn die Autos bei forcierter Fahrt konstruktionsbedingt mit dem Heck ausbrechen.


Meine Meinung zu den Displayausfällen
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Kaum ein Handy von Siemens hat je eine solche Resonanz hervorgerufen wie dieses erste Edel-Handy der Marke. So hat es auch ein unverwechselbares Flair, das erst das SL45 wieder in Ansätzen erreicht. Aber wer schön sein will, der eben muss leiden und das gilt auch hier. Vor allem wenn Rambos schön sein wollen. Viele Leute beschweren sich, dass ihnen das Display kaputtgegangen ist, aber meistens sieht man dann auf den ersten Blick warum: Kratzer soweit das Auge reicht, ein ausgeleierter Schiebemechanismus, Fallspuren und und und. Natürlich sollte ein normales Handy das alles klaglos überstehen aber das SL10 ist halt kein normales Handy. Genausowenig würde ja auch kaum jemand von einem Cabriolet erwarten, dass es die Rallye Monte Carlo übersteht. Man muss halt aufpassen können. Das soll natürlich nicht heissen, dass das SL10 ein Sensibelchen ist, aber robust ist es auch nicht gerade. Aber aus Sicht unserer Rambos ist allein das Handy schuld. Genauso wie ein Audi TT nun mal kein Idiotenauto ist, ist das SL10 ein Handy für Menschen, die auf ihre Sachen aufpassen.


Ich hoffe das war die Ladezeit auch wert :D
© DG2MST @HK & Dooyoo & TT & USP

... aus dem alten USP Board ... :)
 
P

posti

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191
Hallo Mark,

"schwere Kost", vor allem, wenn man Siemens' Vorzüge erst mit dem S25 erkannt hat. Das lese ich mir doch erst noch mal durch, bevor ich mich äußere. Die Ladezeit war es auf jeden Fall wert (betrifft mich ja nicht, kein Zeittarif).

Jedenfalls gab es ja schon mal tolle Produkte. Und der Sinneswandel vieler USP-user zur Marke, zum Service, zu Innovation und Zuverlässigkeit etc. ist ja auch nur zu verständlich.

Besteht die Hoffnung, mit der Öffnung des Forums auch mal Hintergründe zu erfahren, was die wahren Ursachen sind für die strukturellen Veränderungen bei Siemens und die wachsende Toleranz des Forums?

Veränderungen sind ja immer sehr interessant.

Gruß
Jürgen
 
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