Robuste Smartphones: Geeignete Geräte für den anspruchsvollen Outdoor-Einsatz

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Egal ob Freizeitsportler, Aktivurlauber, Bauleiter oder Handwerker: Smartphones müssen je nach Beruf und Hobby einiges aushalten. Wer sich viel draußen aufhält, ist mit speziell für den robusten Einsatz konzipierten Outdoor-Modellen bestens beraten. Sie verfügen über extrem belastbare Gerätehüllen und auch die im Inneren verborgenen Komponenten halten höchsten Belastungen stand. Dieser Ratgeber verrät, worauf beim Kauf dieser Handys zu achten ist.


Die Schutzklasse

Beim Blick ins Sortiment von Outdoor-Smartphones ist unter anderem von der sogenannten IP-Schutzklasse die Rede. IP steht dabei für International Protection. Diese Kennzahl informiert über den Geräteschutz hinsichtlich Wasser und Schmutz. Hat ein Smartphone beispielsweise Schutzklasse „IP68“, beschreibt die Ziffer 6 den Schutz gegenüber Fremdkörpern (z.B. Staub) und Ziffer 8 die Abschirmung gegen Wasser. Je höher die Ziffern, desto besser. Denn umso zuverlässiger schützt die Hülle des Handys vor äußeren Einflüssen. Die Klassifizierung hinsichtlich des Fremdkörperschutzes reicht von Klasse 0 bis 6. Von Smartphones mit Klassen 1, 2, 3 oder 4 ist im Bereich Outdoor Abstand zu nehmen. Der Schutz ist ungenügend. Klasse 5 kennzeichnet staubgeschützte Handys, die jedoch nicht zu 100 Prozent staubdicht sind. Klasse sechs wäre daher ideal.

Wie gut ein Smartphone gegen Wasser geschützt ist, wird über die Schutzklassen 0 bis 8 vermittelt. Für den anspruchsvollen Einsatz im Freien sollte es mindestens Klasse fünf sein, wobei höhere Klassifizierungen ratsam sind. „Handys mit den beiden höchsten Klassifizierungen überstehen sogar Untertauchen – in der Klasse 7 nur zeitweilig bis zu 30 Minuten bei einer Wassertiefe von einem Meter, in der Klasse 8 auch dauerhaft“, fasst Sat.1 die Vorteile der Top-Wasserschutzklassen in einem Outdoor-Handy-Ratgeber unter sat1.de zusammen.

Zu einem aktuellen Vergleich von Outdoor-Smartphones, der die IP-Schutzklasse einbezieht, gelangen preisbewusste Interessenten über die Elektronik-Übersicht bei der Verbraucherseite Vergleich.org. Das Onlineportal stellt zu diversen Produkten Vergleiche auf und informiert über wesentliche Entscheidungskriterien.

Gorilla Glass

Das Gehäuse eines Outdoor-Smartphones ist im Idealfall bruchsicher. Es überlebt selbst den Aufprall auf härteste Untergründe nahezu ohne Schäden und ist auch in Sachen Funktionalität nicht eingeschränkt. Das Display besteht häufig aus strapazierfähigem Gorilla Glass mit einer Dicke von 0,7 bis 2 Millimeter. Derartiges Glas ist dank eines speziellen Herstellungsprozesses mit Ionen kratz- und bruchfest. Die Vorteile gegenüber herkömmlichem Glas im Überblick:

  • leichter
  • rund 8 Mal bessere Rissfestigkeit
  • rund 3 Mal robuster gegenüber Kratzern
  • bruchfester
  • reagiert sensibler gegenüber Berührung (gut für Touch-Displays)
  • optimierte Lichtdurchlässigkeit

Letzterer Vorteil kommt der Akkulaufzeit zugute. Denn ein Display, dass weniger hell sein muss, damit der Anwender alles gut sehen kann, verbraucht weniger Energie.

Gorilla Glas ist in unterschiedlichen Stärken erhältlich. Die Tabelle verdeutlicht die Unterschiede:
Gorilla Glass 5Bei 80 Prozent der Stürze auf Asphalt aus einer Höhe von 1,6 Metern bleiben keine Schäden zurück.
Gorilla Glass 4Bei 80 Prozent der Stürze auf Asphalt aus einer Höhe von 1 Meter bleiben keine Schäden zurück.
Gorilla Glass 3Kratzfest gegenüber harten Oberflächen (Schlüssel).
Gorilla Glass 2 gilt mittlerweile als überholt und wenn möglich, ist Version 3 zu wählen. Eines mit Gorilla Glass 3 ausgerüstetes Outdoor-Handy ist das in vielen Tests als gut bewertete Samsung Galaxy Xcover 3. Aber auch das Blackview BV6000 bieten den identischen Schutz. Computer Bild hat das Samsung Galaxy Xcover 3 getestet und die Ergebnisse im Video thematisiert:

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Tipps zur Display-Auflösung

Die Display-Auflösung vieler Outdoor-Handys lässt leider zu wünschen übrig. Eine Auflösung von 1280x720 Pixel ist zwar selten, doch wer auf scharfe Bilder nicht verzichten will, sollte dahingehend keine Kompromisse eingehen. Natürlich gibt es in Zeiten von 4K und QHD noch Luft nach oben, was die Bildqualität angeht. Doch im Bereich Outdoor sind Abstriche unausweichlich. Ein 4,5 Zoll großes Display wäre positiv. Noch besser ist eine 5-Zoll-Variante, wobei die nötige Größe immer vom persönlichen Anspruch abhängig gemacht werden muss.

Gewicht: Von federleicht bis Koloss

Viele Outdoor-Smartphones sind relativ schwer, was nicht nur bei der Arbeit auf dem Bau, sondern auch bei der Trekking-Tour durch Neuseeland störend sein kann. Die Auswahl bietet leider alles: Vom knapp 400 Gramm schweren Koloss bis hin zum unter 125 Gramm leichten Motorola Defy+.


Temperaturempfindlichkeit prüfen

Temperaturschwankungen verlangen Smartphones im Freien einiges ab. Damit Hitze und Kälte dem Gerät nichts anhaben können, sollte es entsprechend ausgerüstet sein. Hersteller informieren in der Regel über die temperaturbedingten Eigenschaften.

Weitere wichtige Kennzahlen

Dass auch Prozessor, interner Speicher, Akku-Kapazität und Kamera den individuellen Ansprüchen des Nutzers entsprechen müssen, sollte selbstverständlich sein. Doch auf diese Faktoren gehen wir in diesem Ratgeber nicht näher ein. Online steht eine Vielzahl an individuellen Kauftipps bereit, die es erlauben Smartphones richtig auszuwählen. Hilfreiche Tipps zum Kauf außerdem in unserer Kaufberatung.
(Fotos: DariuszSankowski / Pexels -> 1 million+ Stunning Free Images to Use Anywhere - Pixabay (Freie kommerzielle Nutzung))​
 
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