Samsung Galaxy Alpha im Test

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Robbie

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Bisher gab es von Samsung auch bei den High-End Smartphones nur Kunststoff und nicht umsonst wurden diese häufig als Plastikbomber bezeichnet. Viele Fans von Samsung haben sich bereits seit Jahren endlich ein Samsung Smartphone gewünscht, welches sich endlich auch hochwertig anfühlt. Diesem Wunsch ist Samsung mit dem Galaxy Alpha nachgekommen, denn das Samsung Galaxy Alpha ist definitiv Samsungs bislang schönstes Android Gerät. Da das Samsung Galaxy Alpha zusätzlich mit einigen sehr guten Komponenten ausgestattet ist, wollen wir testen, ob das Galaxy Alpha auch das Zeug zu einem Top-Smartphone hat und somit in der Oberliga mitspielen kann.nn
Verpackung und Lieferumfang:

Wie mittlerweile bei Samsung üblich, besteht die Verpackung aus Recyclingpapier. Im Lieferumfang sind neben dem Galaxy Alpha der Akku, ein Netzteil mit USB Anschluss, das passende USB Kabel, ein Headset mit Wechselaufsätzen und Flachbandkabel sowie Kurzanleitungen und Garantiekarte. Witzig, wie auch schon bei anderen Samsung Geräten, das beigelegte Zubehör ist grundsätzlich komplett in Weiß gehalten, auch wenn man ein schwarzes Gerät nimmt.


Design und Verarbeitung:

Eigentlich ist es ja fast schon lächerlich, dass man über ein Detail wie einen Aluminiumrahmen, so einen Hype macht, aber bei Samsung ist es einfach so neu, dass man nicht darum herum kommt. Wenn man das Galaxy Alpha das erste Mal in die Hand, fühlt es sich richtig hochwertig an. Die Maße von 132,4 × 65,5 mm bei einer Dicke von nur 6,7 mm und einem Gewicht von 115 g ist einfach nur klasse. Der Aluminiumrahmen in Verbindung mit dem geringen Gewicht, hier hat Samsung endlich mal alles richtig gemacht.

Auffällig sind beim Rahmen die vier Ausbuchtungen an den Seiten des Galaxy Alpha. Laut Samsung sollen diese dafür dienen, dass im Falle eines Absturzes weniger Schaden entsteht, da es das Gehäuse robuster macht. Ein schöner Nebeneffekt, man kann das Galaxy Alpha sogar auf die Seite stellen (zumindest auf die Seite mit dem Powerbutton) und somit gute Bilder mit dem Selbstauslöser machen. Ein weiterer Vorteil, das Galaxy Alpha liegt dadurch sehr gut in der Hand und man hat zusätzlich „Fühlpunkte“ für die Finger.

Beim Galaxy Alpha wurde auch der Powerbutton und die Lautstärketasten aus Aluminium gearbeitet und haben einen angenehmen Druckpunkt.

Auch wenn die Rückseite, wie bisher bei Samsung üblich abnehmbar, wieder nur aus Polykarbonat besteht, wirkt sie nicht wie billiges Plastik, sondern durch die Gummierung doch recht angenehm.
Stabilität und Verarbeitung des Galaxy Alpha lassen keinen Spielraum zur Kritik. Alles passt einwandfrei, Spaltmaße sind keine zu erkennen und wir konnten dem Galaxy Alpha nicht das kleinste Knarzen entlocken.

An der Unterseite befinden sich der USB Anschluss - leider nur USB 2.0 und nicht wie bei den größeren Brüdern Galaxy S5 und Galaxy Note 4 USB 3.0 - ein Mikrofon sowie der Mono Lautsprecher. An der Oberseite befinden sie noch ein weiteres Mikrofon sowie der 3,5 mm Klinkenkopfhöreranschluss.

Beim Galaxy Alpha wurde ebenso wie beim Galaxy S5 um Galaxy Note 4 in den Homebutton ein Fingerabdruckscanner integriert. Ein weiteres interessantes Detail ist die Kameralinse, die beim Galaxy Alpha aufgrund der geringen Dicke des Gehäuses um ca. 1 mm aus dem Gehäuse hervor hervorschaut.

Nach Abnahme der Rückseite findet man lediglich den wechselbaren Akku sowie der Einschub für eine Nano SIM Karte. Warum Samsung hier auf die bisher übliche Micro SIM verzichtet hat, können wohl nur die Koreaner sagen. Schlimmer ist aber, das Samsung auch auf die Nutzung einer zusätzlichen microSD-Karte verzichtet. Einen erweiterbaren Speicher gibt es somit nicht und man muss mit den verfügbaren 32 GB Hauptspeicher zurechtkommen (es war zwar eine 16 GB Variante vom Galaxy Alpha angekündigt, aber bisher ist diese in Deutschland nicht angekommen).

Aufgrund der Bauweise hat Samsung beim Galaxy Alpha auf eine IP 67 Zertifizierung verzichtet. Das Galaxy Alpha ist demnach nicht gegen Staub, Feuchtigkeit und Wasser geschützt.


Display:

Die Displaygröße beim Galaxy Alpha beträgt 4,7 Zoll und löst mit 1280 × 720 Pixel auf, bei 312 PPI. Und damit sind wir bei dem ersten Minuspunkt, denn in der Preisklasse, die Samsung für das Galaxy Alpha (UVP 649 €) aus ruft, ist dies eindeutig zu schlecht. Die Auflösung ist im Vergleich mit anderen hochpreisigen Modellen wie Galaxy S5, Galaxy Note 4 oder LG G3 deutlich weniger scharf und auch einzelne Pixel sind erkennbar. Ein Vorteil der geringeren Auflösung ist natürlich, dass hierdurch der Akku weniger belastet wird. Trotzdem hätten wir uns zumindest ein Full HD Display gewünscht.

Dennoch kann die Darstellung in unseren Augen mit einer hohen Bildschärfe und der üblichen Samsung AMOLED typischen knalligen und knackigen Farben aufwarten. Die Helligkeit des Galaxy Alpha ist aber durchschnittlich, dafür leuchtet das Display fast durchgehend gleichmäßig aus, was bei anderen Geräten eher nicht der Fall ist. Wie üblich sind bei AMOLED Displays die Vorteile in der Blickwinkelstabilität sowie bei Kontrast und Schwarzwert. Auch beim Galaxy Alpha kommen diese Vorteile zum Tragen. Insgesamt also ein recht gutes Display mit leichten Schwächen.

Wie auch schon beim Galaxy S5 hat auch das Galaxy Alpha im Menüpunkt Bildschirmmodus mehrere Profile zum Einstellen des Bildschirms bekommen. Hier können Schärfe, Farbspektrum und Sättigung automatisch eingestellt werden. Am besten gefiel uns die Einstellung „AMOLED Foto“ da hier die Farben am natürlichsten wirkten. Der Modus „Einfach“ wirkte eher schlapp während „AMOLED Kino“ die Farben viel zu knallig darstellte und diesen Modus sollte man daher wirklich nur nutzen, wenn man ein Video auf dem Galaxy Alpha anschaut. Im Endeffekt muss dies aber jeder User für sich selbst entscheiden, wie es ihm gefällt.


Hardware, CPU und Speicher:

Als CPU wurde dem Galaxy Alpha der Samsung eigene Exynos 5 Octa SoC spendiert. Diese besteht aus zwei 4 Kern CPUs, zum einen einer Cortex A 15 mit jeweils 1,8 GHz Taktung sowie einem Cortex A7 mit 1,3 GHz Taktung. Unterstützt wird dieser durch eine Mali T628MP6 GPU und 2 GB LP DDR3 Speicher. Diese Hardware kommt zwar nicht an das Galaxy S5 oder ein LG G3 heran, trotzdem ist sie so gut, dass auf dem Galaxy Alpha ein zügiges und ruckelfreies Arbeiten möglich ist. Ein Hakeln war weder beim Scrollen im Launcher noch in den Apps zu bemerken.

Und wenn man sich die diversen Benchmarktests anschaut, braucht sich das Galaxy Alpha auch nicht zu verstecken, da es in fast allen Benchmarkings in den vorderen Plätzen zu finden ist. Worauf man jedoch achten sollte, beim Browsen im Internet sollte man den Chrome Browser nutzen und nicht den internen Browser, da dieser doch deutlich langsamer ist als der Chrome Browser.

Und auch bei grafisch aufwändigen Spielen sollte man niedrigere Einstellungen wählen um ein ruckelfreies Spielvergnügen genießen zu können, denn hier bricht die GPU hitzebedingt recht schnell ein.

An Speicher wurde dem Galaxy Alpha in der vorliegenden Version 32 GB spendiert, von dem dem User nach dem ersten Start noch gut 25 GB zur Verfügung stehen. Nicht nachzuvollziehen ist am Galaxy Alpha jedoch wie bereits erwähnt die Entscheidung, auf einen Micro SD Karten Platz zu verzichten. Sinn macht das beim Galaxy Alpha überhaupt nicht, zumal man die Rückseite hier zum Akkuwechsel abnehmen kann.

Auch der bereits seit dem Galaxy S5 bekannte Fingerabdruckscanner ist am Galaxy Alpha on Board dabei. Hier sind die bereits bekannten Schwierigkeiten auch beim Galaxy Alpha nicht aus der Welt geschafft. Hier wird man abwarten müssen, ob sich die Fehlerquote durch künftige Updates verlängern lässt.

Bei der weiteren Hardwareausstattung ist das Galaxy Alpha aber auf der Höhe der Zeit, wenn man mal vom USB 2.0 Anschluss absieht. WLAN 802.11 a, b, g, n sowie ac, Bluetooth 4.0, UMTS und LTE mit bis zu 300 Mb / 50 Mb (down / up) lassen keine Wünsche offen. Allerdings muss man beim Galaxy Alpha auch auf den häufig vorkommenden Infrarotsender verzichten.

Noch ein Wort zu Akkuleistung. Im Galaxy Alpha ist lediglich ein Akku mit einer Leistung von 1860 mAh verbaut. Eigentlich ist das für ein Gerät dieser Preisklasse nicht akzeptabel. Interessanterweise hält der Akku aber recht gut durch. Hierbei ist es aber wichtig, dass das Galaxy Alpha richtig konfiguriert wird und aktuell nicht benötigte Sachen wie WLAN, Bluetooth, GPS gegebenenfalls deaktiviert werden. Prinzipiell ist es aber ohne weiteres möglich, mit einer Akkuladung den Tag über durchzukommen was in unserem aus Augen auch ausreichend ist.


Software und Bedienung:

Zu Software und Bedienung braucht man beim Galaxy Alpha eigentlich gar nicht viel schreiben. Im Prinzip handelt sich fast komplett um den gleichen Look and Feel sowie die Funktionen wie beim Galaxy S5, nachdem dieses das Update auf Android KitKat 4.4.4 erhalten hatte. Denn mit dieser Android Version wird das Galaxy Alpha ausgeliefert.

Heißt also Touchwiz UI, Fingerabdruckscanner, Einstellungsmenü, MyMagazine, Privat Modus, Download Booster, Toolbox, S-Health, S-Finder, all das ist vorhanden. Wer hier noch ein paar eingehendere Erläuterungen benötigt, der darf gerne in unserem Test zum Galaxy S5 nachlesen.

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Telefonfunktion:

Die Telefon-App ist wie üblich gehalten. Tasten können gut bedient werden und alle Funktionen sind ausreichend und zweckvoll. Auch die Telefonqualität ist ausreichend gut, wobei es wie üblich, auch zum Teil an den Providern liegt, wenn die Sprachqualität geringer ist. Bei einem hiesigen Test am selben Standort mit demselben Gesprächspartner war das eine Gespräch ausgezeichnet. Nach wechseln der SIM Karte eines anderen Anbieters sackte die Qualität des Gesprächs insoweit ab, als dass das Gespräch etwas Dumpf klang. Hintergrundgeräusche werden gut ausgeblendet, so dass auch Gespräche zum Beispiel am Straßenrand einer belebten auf der Straße, gut möglich sind.

Apropos Wechsel der SIM Karte. Wir konnten von Glück sagen, dass wir hier zwei Nano SIM Karten von zwei Anbietern hatten. Denn das Galaxy Alpha ist, wie bereits beschrieben, dass erste bekannte Samsung Gerät, dass anstatt der üblichen Micro SIM Karte eine Nano SIM Karte benötigt.


Kamera:

Die Hauptcam des Galaxy Alpha löst mit 12 MP auf, dieses im 16:9 Format. Der Funktionsumfang ist mit dem des Galaxy S5 vergleichbar, so dass auch hier Selectiver Fokus, Echtzeit HDR, diverse Modi, Zeitraffer und Zeitlupe vorzufinden sind. Auch hier können wir bezüglich der Funktion auf unserem Test des Galaxy S5 verweisen.

Insgesamt gesehen ist die Kamera des Galaxy Alpha recht gut, solange die Beleuchtung gut und ausreichend ist. Bei schlechter Beleuchtung kommt man an hohem Bildrauschen, geringerer Schärfe und Farbdarstellung nicht herum.

Die 2,1 Megapixel Frontkamera scheint hier im Gegensatz zum Galaxy S5 zumindest bei guter Beleuchtung besser zu sein. Selfies und Videoqualität gelingen recht gut.

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Entertainment:

Der Monolautsprecher des Galaxy Alpha befindet sich unten rechts im Gehäuse und ist auch ausreichend laut. Hi-Fi Qualität wie man hier jedoch wie üblich kaum hören. Die vorinstallierte Musik App hat wie üblich ausreichend Einstellmöglichkeiten und auf jeden Fall mehr als die Google Play Musik App.

Wie üblich sind auch die Videoplayer Video und Play Movies vorhanden. Da das Display des Galaxy Alpha ausreichend gut ist, kann man auf diesen je nach Videoqualität auch sehr gut Videos, zum Beispiel in der Bahn, anschauen.


Fazit:

Insgesamt ist das Galaxy Alpha ein starkes Stück Technik. Gefallen haben der stabile und endlich edel aussehende Aluminiumrahmen sowie die ordentliche und robuste Verarbeitung. Die Software steht auf Flaggschiffniveau, da diese dem des Galaxy S5 wie ein Zwilling gleicht.
Sicher gibt es einige Kritikpunkte wie den fehlenden MicroSD Karten Slot, keine Full HD Auflösung und andere Kleinigkeiten sowie der hohe Einstiegspreis. Wer damit leben kann, der dürfte jedoch mit dem Galaxy Alpha glücklich werden.

Allerdings sollte man sich wohl schnell entscheiden. Da mittlerweile das Galaxy A3 und das Galaxy A5 auf dem Markt sind und demnächst auch das Galaxy A7 starten dürfte, könnte es durchaus sein, dass das Galaxy Alpha nicht weiter produziert wird, da auch die Galaxy A Reihe aus Aluminium gefertigt wird.

Und zum Schluss noch unserer ausführlicher Videotest:

 
Thema:

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