Samsung Galaxy S5 im Test

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Nach Vorstellung des neuen Samsung Galaxy S5 musste sich Samsung jede Menge Kritik gefallen lassen. Kaum Innovationen, nur geringe Unterschiede zum Vorgänger dem Galaxy S4, eine Rückseite die aussieht wie Heftpflaster, wieder nur Kunststoffgehäuse und so manches mehr. Natürlich sind diese Vorwürfe zum Teil nachvollziehbar. Zur Abgrenzung zum Samsung Galaxy S4, hat das neue Galaxy S5 auf den ersten Blick nicht so viel zu bieten. Eine etwas schnellere CPU, eine Kamera mit höherer Auflösung, ein geringfügig größeres Display, das jedoch dieselbe Auflösung wie das alte Modell hat.

In diesem Test wollen wir auch mal schauen, was an den Vorwürfen dran ist oder ob sich das neue Galaxy S5 eher als Wolf im Schaffell entpuppt.

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Verpackung und Lieferumfang:

Bei Verpackung und Lieferumfang gibt es im Grunde genommen nichts Neues. Seit dem Galaxy S4 (oder war es sogar schon das Galaxy S3?) liefert Samsung seine Handymodelle in Verpackungen aus 100 % Recyclingpapier. Und auch beim Lieferumfang gibt es nicht viel Neues. Enthalten sind Handy, Kurzanleitungen, Headset mit Wechselnoppen, USB Netzteil und ein USB Kabel. Enttäuscht hat hier etwas, das Samsung nur das übliche USB Kabel beigelegt hat, obwohl das Galaxy S5 genau wie das Galaxy Note 3 über einen USB 3.0 Anschluss verfügt. Wer also diesen Anschluss vollständig nutzen möchte, um zum Beispiel Daten deutlich schneller zwischen Computer und Galaxy S5 zu kopieren, muss zusätzlich noch ein USB 3.0 Anschlusskabel erwerben.



Design und Verarbeitung:

Vom Design her geht Samsung mit dem Galaxy S5 eher wieder zurück zum Galaxy S2. Denn wurden das Galaxy S3 und S4 eher immer etwas runder, ist das Galaxy S5 jetzt wieder etwas eckiger oder kantiger geworden, hat sich also dem Galaxy S2 wieder angenähert. Der Homebutton ist wieder etwas runder geworden, dafür die Kamerafassung etwas eckiger. Insgesamt gefällt das wieder besser.

Die Rückseite des Galaxy S5 sorgte im Netz nach Vorstellung eher für negatives Aufsehen. Denn nach vielen Bildern die man im Netz finden konnte, sah die Rückseite eher wie Heftpflaster aus. Hat man das Galaxy S5 jedoch erst mal in Händen, kommt man zum Schluss, dass das Galaxy S5 von der Rückseite her eher eine hochwertige Optik hat. Auch wenn die Rückseite wieder mal aus Plastik besteht, macht diese gummierte Beschichtung, die zudem noch in Matt gehalten wurde, doch einen guten Eindruck. Denn er fühlt sich nicht nur gut an, sondern sorgt auch dafür, dass das Galaxy S5 besser in der Hand liegt. Weitere Vorteile dieser neuen Rückseite, das ganze Modell ist nicht mehr so glatt, und auch Kratzer, Fussel und Fingerabdrücke sind nicht zu sehen. Wenn man da noch an die Vorgänger denkt, dort wäre das unmöglich gewesen. Auch der silberne Rahmen beim Galaxy S5 besteht aus Kunststoff. Vom Aussehen ähnelt er dem Galaxy Note drei und verleiht so insbesondere dem hier vorliegenden schwarzen Modell doch eine besondere Note.

Ansonsten ist auf der Rückseite alles beim alten geblieben. Die Rückseite kann weiterhin entfernt werden um den Akku zu wechseln oder auch Sim und microSD-Karte einlegen zu können.

Neu hinzugekommen ist aber die IP 67 Zertifizierung, also der Schutz gegen Staub, Feuchtigkeit und Wasser. Am besten erkennbar ist es am USB Port, der nun einen Schutzdeckel besitzt. Auch an der Rückseite, die abnehmbar ist, kann man dies erkennen. Hat man diese entfernt, sieht man innen leichte Gummidichtungen. So kann man das Galaxy S5 nun wenigstens auch im Nebel oder bei leichten Regen ohne weiteres benutzen.



Die Maße des Galaxy S5 sind gegenüber dem Galaxy S4 um einiges angestiegen. Sie betragen nun 140 × 71,5 × 7,9 mm bei einem Gewicht von 145 g. Da das Display nur um 0,1 Zoll angewachsen ist, scheint dieser Größen- und Gewichtszuwachs wohl an der IP 67 Zertifizierung zu liegen. Auch wenn die Maße und das Gewicht leicht angestiegen sind, liegt das Galaxy S5 sehr gut in der Hand und auch längere Nutzung macht sich nicht negativ bemerkbar. Dies natürlich nur für User, die bereits 4,7 oder 5 Zoll Geräte gewohnt sind. Umsteiger werden allerdings bei jedem größeren Gerät Gewöhnungsschwierigkeiten haben.

Ansonsten ist das Galaxy S5 sehr gut verarbeitet, es sind kaum unterschiedliche Spaltmaße zu bemerken, es sitzt alles fest, die Tasten haben kaum Spiel und einen guten Druckpunkt und nirgendwo ist ein Knarzen zu bemerken.Das einzige was man allerdings abwarten muss, wäre die USB Schutzkappe, da diese an der Halterung nicht sehr robust aussieht. Ob dieses Kunststoffband wohl eine häufige Nutzung durchhält bleibt demnach abzuwarten.

Insgesamt ist die Verarbeitung jedoch nicht zu beanstanden und zeugt von hoher Verarbeitungsqualität.


Display:

Gegenüber dem Vorgänger hat das Display minimal zugelegt, und zwar um ganze 0,1 Zoll, womit es jetzt insgesamt 5,1 Zoll groß ist. Ansonsten hat sich nicht viel geändert, denn neue Technik gibt es nicht. Es befindet sich also immer noch ein Super-AMOLED Panel mit 1920 × 1080 Pixeln im Galaxy S5. Wie gehabt sind die Farben immer noch sehr kräftig gehalten und Schwarz bleibt schwarz.

Die Blickwinkelstabilität ist wieder hervorragend, so dass man wirklich auch einen guten Blick von der Seite auf das Display machen und trotzdem noch alles deutlich und ohne die Farben zu verwaschen erkennen kann.

Es gibt zwar immer noch unnatürlich kräftige Farben, allerdings macht sich hier die Farbkontrolle des Galaxy S5 bemerkbar, die jedoch besser arbeitet als noch beim Galaxy S4.

Da die Pixeldichte 432 ppi beträgt, sind auch hier keine unsauberen Schriften zu erkennen.

Auch wenn bei AMOLED Displays grundsätzlich kein richtiges weiß gezeigt wird, beim Galaxy S5 wurde dieses Manko zumindest endlich teilweise ausgeglichen. Und zwar erfolgte die bisher etwas graue Darstellung der Farbe Weiß durch eine mangelhafte Hintergrundbeleuchtung, die im Grunde verringert wurde je heller die Farbe Weiß im Hintergrund wurde. Beim Galaxy S5 bleibt die Helligkeit jedoch auch gleich, je mehr Weißanteil dargestellt wird. Auch große weiße Farbflächen wirken nun nur noch leicht grau. Dieses war bei den vorhergehenden Modellen noch ganz anders.

Auch im hellen Sonnenschein kann das Display des Galaxy S5 noch ganz gut abgelesen werden. Hier macht sich die maximale Helligkeit von 379 cd/m2 bemerkbar. In Verbindung mit dem guten Kontrast des Galaxy S5 ergibt sich im Ganzen der Eindruck eines recht guten Displays.

Hardware, CPU und Speicher:

Als CPU kommt im Galaxy S5 ein Qualcomm Snapdragon 801 zum Einsatz. Die 2,5 GHz Quadcore CPU wird durch eine Adreno 330 GPU mit 578 MHz Leistung sowie 2 GB RAM unterstützt. Insgesamt also eine Hardware, die derzeit kaum Wünsche offen lässt und für ein ruckelfreies und zügiges Arbeiten sorgt. Öffnen bzw. Starten von Apps geht ebenso schnell, wie Scrollen im Launcher oder in Apps.

Der interne Speicher des Galaxy S5 beträgt derzeit 16 GB (eine 32 GB Version soll noch kommen). Bei der ersten Inbetriebnahme stehen davon noch knapp 12 GB zur Verfügung. Hier hat Samsung zumindest nicht den Fehler des Galaxy S4 wiederholt. Als das S4 auf den Markt kam, waren nur noch knapp 10 GB zur freien Verfügung, da über 6 GB allein für das System benötigt wurden. Dies war für ein 16 GB Modell natürlich nicht akzeptabel. Erweitert werden kann das Galaxy S5 per microSD-Karte um bis zu 64 GB (laut Samsung Spezifikation). Es ist aber ohne weiteres damit zu rechnen, das auch 128 GB Karten ohne Probleme genutzt werden können.

Auch die weitere Ausstattung mit Bluetooth 4.0, WLAN 802. 11 b, g, n, ac sowohl im 2,4 als auch 5 GHz Netz, NFC, LTE mit bis zu 150 Mb/s im Download sowie Infrarot, GPS und Glonass, drahtlos laden per Qi, lässt keine Wünsche offen und bietet alles, was derzeit Standard ist.

Ein Schmankerl gibt es noch im Bereich Download und nennt sich Download Booster. Hier kann man bei entsprechenden LTE Vertrag WLAN und LTE zusammenschalten und erhöht somit seine Downloadgeschwindigkeit. Ob diese Funktion allerdings Sinn macht, dürfte nicht unumstritten sein, wenn man an die verfügbaren Daten Flats denkt, die meist nicht mehr als 10 GB im LTE Netz betragen.

Nett auch der USB 3.0 Anschluss, der eine deutlich höhere Datenübertragung per USB Kabel ermöglicht. Wie oben jedoch schon geschrieben, unverständlich, das Samsung kein passendes Kabel beigelegt hat.

Auch wenn der Akku des Galaxy S5 mit 2800 mAh nochmals etwas zum Galaxy S4 zugelegt hat, im Gegensatz zum LG G2 (3000 mAh Akku) hält das Galaxy S5 mit den gleichen Einstellungen und Apps deutlich kürzer durch. Erst nachdem die Push Einstellung der drei Mailkonten deaktiviert wurde (einmal Exchange, zweimal IMAP), konnte eine vergleichbare Akkulaufzeit erreicht werden. Von daher waren wir von der Akkulaufzeit des Galaxy S5 natürlich erst mal etwas enttäuscht. Ob dies ein Fehler in der derzeitigen Firmware ist, kann natürlich nicht gesagt werden, aber wir hoffen, das Samsung mit künftigen Firmwares dieses Problem noch beheben kann.

Wenn das Galaxy S5 erst mal richtig konfiguriert und eingestellt ist, gab es aber auch keine Probleme mit der Akkuleistung über den Tag zu kommen. Soll heißen, mit 15 minütigem Mail Abruf von drei Konten, häufiges Internet, nebenbei Musik hören, Tapatalk und ICQ Nutzung, hielt der Akku dann von morgens 5:00 Uhr bis abends 23:00 Uhr und hatte noch eine Restladung von gut 30 %.

Nach Berichten im Netz soll das Galaxy S5 bis zu knapp 14 Stunden Video Laufzeit haben, was einen sehr guten Wert ergibt. Einen solchen Test haben wir natürlich nicht absolviert. Längere Laufzeiten verspricht dagegen der Energiesparmodus sowie als zusätzliche App der Ultra-Energiesparmodus. Dieser Zusatzmodus schränkt die Funktion allerdings erheblich ein, was sich zwar dann durch eine extrem lange Akkulaufzeit bemerkbar macht, aber das Galaxy S5 dann eher an ein einfaches Handy, wie es vor zehn Jahren üblich war, erinnern lässt. Immerhin sollen so 10-12 Tage Stand-by möglich sein. Eingeschränkt werden zum Beispiel WLAN und Bluetooth, welche nur separat zugeschaltet werden können und müssen. Und auch die Mobile Datennutzung wird nur aktiv, wenn der Bildschirm eingeschaltet ist. Weitere Einschränkungen gibt es dann noch hinsichtlich der Apps, von denen sich nicht alle im Ultra-Energiesparmodus starten lassen.


Software und Bedienung:

Beim Galaxy S5 hat Samsung nun auch die Neuerungen an der UI eingeführt, die bereits bei den Pro Tablets gezeigt wurden. Links neben dem Hauptbildschirm verbirgt sich nun das neue My Magazine. Dahinter versteckt sich lediglich die App Flipboard, mit der man sich gewünschte Neuigkeiten aus allen möglichen Bereichen anzeigen lassen kann. Schön gemacht, da die Homescreens dadurch im Mittelpunkt des Geschehens bleiben.

Ganz neu erscheint beim Galaxy S5 nun das Einstellungsmenü, welches vom bisherigen Aussehen deutlich abweicht. Die einzelnen Menüpunkte erscheinen jetzt wie kleine Apps. Es gibt hier also keine Kategorien wie „Verbindungen“, „Gerät“ oder ähnliches nebeneinander mehr mit einzelnen Menüzeilen, sondern kleine Buttons, die dann die entsprechenden Einstellmöglichkeiten aufzeigen. Teilweise ist das ganze wirklich gut gelöst, da man früher zum Beispiel in die SMS App rein musste, um an die Einstellungen für SMS und MMS zu gelangen. Nun sind diese ebenfalls hier gelandet. Allerdings bedingt dies auch, dass das Einstellungsmenü schon fast überfrachtet wirkt.

Die größte Neuerung ist hier natürlich der Fingerabdrucksensor, der über das Menü Einstellung geschaltet werden kann. Insgesamt können drei verschiedene Fingerabdrücke hinterlegt werden. Zusätzlich Schutz bietet daneben die erforderliche Eingabe einer persönlichen Pin, um das Galaxy S5 auch dann freischalten zu können wenn der Abdruck nicht erkannt wird.

Leider muss man sehr oft von der Pin Gebrauch machen. Denn im Gegensatz zu Apples iPhone 5S erkennt der Sensor den Fingerabdruck nicht durch Auflegen auf dem Button sondern durch das Drüberziehen des entsprechenden Fingers. Das ganze wäre ja noch nicht einmal so schlimm, wenn man den Finger nicht nur ausschließlich mittig von oben nach unten ziehen müsste. So kommt es aber häufig zu Fehlversuchen, nach dem Motto „nicht erkannt“, „nicht mittig““, zu schräg“ oder ähnliches. Und auch mit der Sicherheit scheint es nicht weit her zu sein, wie unsere Meldung vom 15.04.2014 zeigt. Hier muss Samsung auf jeden Fall noch deutlich nachbessern.

Weitere Funktionen für den Fingerabdrucksensor sind bei Samsung die Möglichkeit der Authentisierung der Zahlung per PayPal oder im Samsung Appstore.

Im Galaxy Note 3 und auch beim Galaxy S4 wurde ja bereits die Sicherheitsfunktion Samsung Knox aktiviert. Beim Galaxy S5 findet man zwar derzeit noch kein Samsung Knox, aber dafür etwas ähnliches Namens Privat Modus. Ist dieser aktiviert, hat man die Möglichkeit, Bilder, Videos, Musik, Dokumente in einen extra gesicherten Bereich zu verschieben, so dass diese nicht mehr im „normalen“ Bereich zu finden sind. Dieser Privat Modus muss selbstverständlich mit einem eigenen Passwort geschützt werden und wird erst nach entsprechender Eingabe (oder auch Fingerabdruck) gestartet.

Neben den üblichen Android Google Apps wie Gmail, Chrome, Google +, Maps, die ganzen Play Apps, Drive und Hangouts liefert auch Samsung eine Reihe hauseigener Apps mit. Dazu zählen ChatOn, Smart Remote, Samsung Apps, S-Planner, S-Voice sowie S-Health.

Mit S-Health lässt sich zum Beispiel in Verbindung mit dem unter der Cam verbauten Pulsmesser der Puls messen. Dies klappt sogar recht präzise. Jedoch dürfte er als medizinischer Ersatz auf keinen Fall ausreichend sein. Ansonsten soll S-Health vor allem in Verbindung mit den neuen Samsung Gear Geräten, also den Smartwatches Uhren, seine Stärken ausspielen. Insbesondere für sportliche User kann das Ganze eine interessante Ergänzung sein, indem Schritte oder Pedalumdrehungen beim Fahrradfahren in Distanzen umgerechnet werden können. Sogar ganze Trainingsziele oder Trainingsintervalle lassen sich hinterlegen. In Verbindung mit den Smartwatches von Samsung lassen sich sogar richtige Kommandos zum Training ausgeben.

Schön auch, das nun die App S-Finder im Galaxy S5 Einzug gehalten hat, welche man schon aus dem Galaxy Note 3 kennt. Diese erlaubt es, das komplette Handy und gleichzeitig das Netz nach bestimmten Begriffen zu durchsuchen. Gibt man im S-Finder z. B. WLAN als Begriff ein, so werden kurze Zeit später nicht nur die entsprechenden Menüpunkte im Galaxy S5 angezeigt, sondern eben auch Links aus dem Internet. So kann man sich die manchmal mühevolle Suche durch das Menü des Galaxy S5 vereinfachen.

Und noch eine schöne App namens Toolbox hat Einzug im Galaxy S5 gehalten. Es handelt sich hierbei um ein frei schwebendes und frei verschiebbares Shortcut Menü mit bis zu 5 Anwendungen, die man auch selber bestimmen kann. Aktiviert schwebt dann ein kleines rundes Shortcut über dem Homescreen. Beim Klick auf diesen öffnet sich dieser und bietet dann die 5 Anwendungen an. Ein weiterer Klick auf eine dieser Anwendungen startet diese dann.

Ansonsten läuft aber auf dem Galaxy S5 Android KitKat 4.4.2, also die derzeit aktuellste Version. Insgesamt merkt man aber, das Samsung seine Touchwiz UI deutlich entrümpelt und verbessert hat. Die bisher typischen Aussetzer auf der Oberfläche waren nun nicht mehr zu bemerken.

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Telefonfunktion:

Bei der Telefonqualität weiß das Galaxy S5 zu überzeugen. Zwar hören sich die Gesprächspartner eher etwas gekünstelt denn natürlich an, aber als Ausgleich werden Hintergrundgeräusche beim Telefonieren fast komplett ausgeblendet. Soll heißen, der Gesprächspartner bekommt davon so gut wie nichts mehr mit. Somit sind auch Gespräche in etwas lauterer Umgebung möglich.


Kamera:

Im neuen Galaxy S5 ist als Hauptkamera eine 16 Megapixel Cam verbaut. Zusätzlich wurde die Software überarbeitet. Zusammen soll dies dazu führen, dass die AF Funktion innerhalb von 0,3 Sekunden scharf stellen soll. Ob dies tatsächlich funktioniert, konnten wir nicht feststellen ob der Kürze der Zeit.

Subjektiv erfolgte die Scharfstellung jedoch schneller, als es bei anderen Modellen wie dem Galaxy Note 3 oder dem LG G2 geschah.

Eine weitere neue Funktion nennt sich Selektiver Fokus. Hiermit kann man manuell einen Punkt fokussieren, der sich dann gegenüber dem Hintergrund etwas abhebt, also schärfer dargestellt wird. Aber auch diese Funktion kommt nicht an eine echte Kamera mit selektivem Fokus heran. Bei optimalen Lichtbedingungen reicht es aber ohne weiteres aus und macht auch ganz gute Bilder.

Noch eine Neuerung ist Echtzeit HDR. Dank der schnellen CPU kann bei aktivem HDR Modus der entsprechende Effekt bereits vor der Aufnahme im Display angeschaut werden. Ansonsten sind die Einstellmöglichkeiten mal wieder immens. Angefangen bei den verschiedenen Modi wie Auto, schönes Portrait, Shot and More, Panorama, virtuelle Tour, Dual Kamera bis hin zum direkten Download Button für zusätzliche Kamera App Käufe, gibt es alle möglichen Einstellungen zur manuellen Bedienung. Vieles davon steht auch dem Videomodus zur Verfügung, unter anderem HDR, digitaler Bildstabilisator, Bitrate und Auflösung, Audio Zoom. Die Videoauflösung reicht übrigens bis zu 3840 × 2160 Punkten im 16:9 Format, was einer UHD Auflösung entspricht. Allerdings muss die UHD Funktion ohne HDR auskommen. Ebenso fehlen im UHD Modus die Funktionen Dual Kamera, Videoeffekte, Remotesucher und auch die Möglichkeit, während der Videoaufnahme zusätzlich Fotos zu erstellen. Von daher muss man sich vorher genau überlegen, welche Einstellungen man vornimmt. Weitere interessante Funktionen für die Videoaufnahmen sind Zeitlupe (leider nur in 720p) sowie Zeitraffer.

Insgesamt überzeugen die Videoaufnahmen in Full-HD mit natürlichen und satten Farben und einer guten Detailschärfe. Interessant hierbei ist, dass Videoaufnahmen auch bei nicht optimalen Lichtverhältnissen bessere Aufnahmen gestatten, als dieses im Bildmodus möglich ist.

Die Frontkamera des Galaxy S5 besitzt dagegen nur eine Auflösung von zwei Megapixel. Dies reicht für Videotelefonate ohne weiteres aus. Für Bilder, insbesondere für die immer beliebter werdenden Selfies, ist sie hingegen nicht geeignet, da Farben zu blass werden und auch die Detailschärfe schwindet. Von daher ist die Frontkamera lediglich als zweckmäßig anzusehen.

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Entertainment:

Die Samsung Musik App „Musik“ hat ausreichend Einstellmöglichkeiten, angefangen bei Automatik über Presets bis hin zu einem siebenfachen Equalizer. Hinzu kommen diverse Presets, die nur für ein Headset aktiviert werden können. Auch eine Funktion namens „Intelligente Lautstärke“ ist vorhanden, die die Lautstärke der einzelnen Titel automatisch angleicht. Die Möglichkeit direkt Wiedergabelisten zu erstellen, fehlt ebenfalls nicht.

Der Lautsprecher beim Galaxy S5 ist ausreichend laut, um in einem ruhigen Raum Musik anzuhören. Wie üblich reicht dieser jedoch nicht aus, um Musikgenuss in Hi-Fi Qualität zu hören. In Verbindung mit einem guten Headset ist der Musikgenuss jedoch wirklich nicht schlecht für ein Smartphone. Daneben gibt es noch die Google App „Play Music“. Hier sind die Einstellmöglichkeiten nicht so ausgeprägt und auch nicht so einfach zu finden. Dafür hat man die Möglichkeit, für 9,99 € im Monat den Google Musikdienst zu nutzen und hiermit auf jede Menge Songs im Netz zugreifen zu können.

Auch die Videoplayer „Video“ und „Play Movies“ sind vorhanden. Je nach Qualität des Videos sind diese auf dem Galaxy S5 mit 5,1 Zoll Displaygröße eine gute Möglichkeit, sich unterwegs Videos anzuschauen.


Fazit:

Es wird schwierig, eine Empfehlung für das Galaxy S5 auszusprechen. Denn groß ist der Unterschied zwischen dem Galaxy S4 und dem Galaxy S5 nun mal nicht. Optisch hat sich nur wenig getan, auch wenn nun die Rückseite des Galaxy S5 einen gummierten, nicht glänzenden Aufbau hat, und somit deutlich mehr gefällt. Die größten Neuerungen haben mehr unter der Haube stattgefunden. Dazu ein etwas größerer Akku, eine etwas bessere Kamera, eine überarbeitete Software, die gut entschlackt wurde sowie ein Gehäuse, das gegen Umwelteinflüsse unempfindlicher ist.

Das Niveau ist jedenfalls gegenüber dem Galaxy S4 angestiegen und im Zusammenspiel mit allen Komponenten sowie der kompletten Ausstattung spielt das Galaxy S5 wieder ganz vorne mit. Gefallen hat auch das Display des Galaxy S5, das knackig scharf aber nicht mehr ganz so grell daherkommt, wie es noch bei früheren AMOLED Displays der Fall war.

In einem internen Vergleich mit den hier vorliegenden Sony Xperia Z1 Compact und dem LG G2 müssen wir sagen, dass uns das LG G2 immer noch besser gefallen hat.

Von daher muss jeder User sich selbst entscheiden, welches der neuen Geräte wie dem Galaxy S5, dem Sony Xperia Z2, dem HTC One M8 oder dem kommenden LG G3 er den Vorzug gibt. Für Galaxy S4 User lohnt sich der Umstieg jedoch definitiv nicht.

Und hier unser großer Videotest zum Samsung Galaxy S5.
 
M

mokulaura

Gast
Hallo Rainer,
den Testbericht fand ich sehr aufschlussreich und gut.
Möchte folgendes anfügen:
Das von Dir angesprochene Kunststoffband am USB-Port ist bei mir nach nur 4 Wochen schon abgebrochen.
Wollte das durch Samsung beheben lassen (2 Jahre Garantie) aber Samsung meint, dies sei kein Garantiefall. Es sei kein Material/Konstruktionsfehler, sondern eine mechanische Beschädigung.
Dürfte nach so kurzer Zeit doch nicht schon reissen/brechen,
Was meinst Du?
Kann ich da nichts machen?

Mit freundlichen Grüssen
moku
 

Robbie

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Schwieriges Thema. Allerdings würde ich mich innerhalb der ersten 6 Monate nach Kauf auch nicht an Samsung halten sondern an den Verkäufer. Innerhalb der ersten 6 Monate muss der Dir beweisen, das der Fehler nicht bei Dir lag. Kann ja auch ein Konstruktionsfehler oder ein Fehler sein, der bereits bei Auslieferung vorlag.
 
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