Samsung Galaxy S6 Edge im Test

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Schon lange habe ich mich auf ein Testgerät nicht so gefreut, wie auf das nun erhaltenen Samsung Galaxy S6 Edge. Bisher war das Rezept für ein erfolgreiches Samsung Smartphone recht einfach. Denn Samsung packte eigentlich nur sehr gute und neue Technik in ein Kunststoffgehäuse, packte dazu einen wechselbaren Akku und garnierte das Ganze mit einem Speicherkartenslot. Mit dem Galaxy Alpha und der nachfolgend erschienenen A Serie schien man zumindest hinsichtlich des Gehäuses bei Samsung umzudenken. Hier wurde erstmals beim Gehäuse auf Aluminium gesetzt. Mit dem Galaxy S6 und S6 Edge wurde das ganze nochmal verbessert. In diesem Testbericht könnt ihr nun einen ersten Eindruck vom neuen Galaxy S6 Edge im realen Leben erhalten.

Verpackung und Lieferumfang:

Das Galaxy S6 Edge kommt in einer neuen Verpackung daher, anders als man es von den letzten Geräten her gewohnt ist. Vom Holzdesign der Verpackung wurde nun abgesehen, vielmehr ist das äußere der Verpackung eher eine weißlich, leicht irisierende Farbe, welche je nachdem man die Verpackung hält, leicht metallisch wirkt. Auch besteht die Verpackung nunmehr aus zwei Teilen. Den äußeren Teil mit den Angaben zum Gerät kann man abnehmen, so dass der innere Teil die richtige Verpackung enthält. Geliefert wird das Galaxy S6 Edge mit einem Schnellladenetzteil (dazu kommt später mehr), der üblichen USB Kabel, einem InEar Kopfhörer inkl. Wechselnoppen, sowie ein paar Begleit-Papieren über Garantie und Kurzanleitungen. Und wie schon üblich, Netzteil, USB Kabel und Kopfhörer sind auch beim schwarzen Gerät in Weiß gehalten.

Wer an dieser Stelle beim Lesen des Lieferumfangs die Nennung des Akkus vermisst, sollte sich nicht weiter wundern. Denn beim Galaxy S6 Edge (genauso wie beim Galaxy S6) gibt es keinen wechselbaren Akku mehr. Der Akku ist fest verbaut und damit kann man an dieser Stelle bereits den ersten Minuspunkt des neuen Designs vermerken.nn
Design und Verarbeitung:

Das auffälligste beim neuen Galaxy S6 Edge ist der Bildschirm, der beidseitig zum Rand hin gewölbt ist. Bisher kannte man einen gewölbten Rand nur vom Samsung Galaxy Note Edge, welches jedoch nur auf der rechten Seite gebogen war. Beim Galaxy S6 Edge findet man die Wölbung wie geschrieben jedoch auf beiden Seiten. Im Gegensatz zum Galaxy Note Edge sind beim S6 Edge die Seitenleisten jedoch ohne zusätzliche Pixelreihen. Durch die gewölbten Seiten wird knapp die Hälfte des ohnehin schon recht dünnen Gerätes (7 mm) verbraucht, so dass an den Seiten der Aluminiumrahmen nur noch knapp 3,5 mm misst. Die weiteren Maße betragen in der Länge 142,1 mm und in der Breite 70,1 mm bei einem Gewicht von 132 g. Die Vorder- und die Rückseite bestehen aus Gorillaglas 4. Zusammen mit dem Aluminiumrahmen, der Rückseite aus Glas und den gewölbten Seiten erhält man hier beim Galaxy S6 Edge ein sehr außergewöhnliches Design, was auf den ersten Eindruck zwar etwas gewöhnungsbedürftig ist, aber sehr gut in der Hand liegt und was noch wichtiger ist, sich sehr hochwertig und gut anfühlt.

Die auch aus Metall gefertigten Tasten haben einen guten Druckpunkt und sind recht gut angeordnet. Auf der rechten Seite findet man den Powerbutton und auf der linken Seite die Lautstärketasten im oberen Bereich, so dass man alle Tasten recht gut erreichen kann.

Dadurch das Samsung auf einen wechselbaren Akku verzichtet hat, wirkt das Galaxy S6 Edge wie aus einem Stück. Hier kann man drücken wo man will, da gibt es nicht das kleinste Knarzen. Spaltmaße oder ähnliches sind in keinster Weise zu bemerken.

Gewöhnungsbedürftig ist natürlich bei Samsung Geräten, dass sich der Sim Karteneinschub jetzt am oberen Rand des Aluminiumgehäuses befindet. Ein weiterer Nachteil des Samsung Galaxy S6 Edge (wie auch beim Galaxy S6), es gibt keinen MicroSD Karteneinschub mehr. Samsung ist der Meinung, dass hierauf verzichtet werden kann, da immer mehr User auf so genannte Cloud Speicher setzen. Als weiterer Grund wird von Samsung angegeben, dass der Einsatz eines MicroSD Karten Slots die Stabilität des Aluminiumgehäuses beeinträchtigen würde. Meiner Meinung nach ist dieser Grund Unsinn. Denn wenn man sich das Gehäuse des Galaxy S6 Edge oben und unten mal anschaut, dann findet man im unteren Bereich die Anschlüsse für den Kopfhörer, für den USB Anschluss, ein Mikrofon und der Lautsprecher. Im oberen Bereich befinden sich Mikrofon, Infrarotdiode und der Sim Karteneinschub. Hier wäre also ohne weiteres noch Platz für einen MicroSD Karteneinschub gewesen, ohne dass die Stabilität wohl groß Beeinträchtigt worden wäre. Beim Sony Xperia Z1 Compact war es jedenfalls auch kein Problem neben dem seitlichen Sim Karteneinschub auch einen MicroSD Karteneinschub zu verbauen.

Insgesamt muss ich aber sagen, dass Galaxy S6 Edge ist vom Design und Verarbeitung bisher das beste Gerät, dass ich von Samsung jemals in Händen gehalten habe.

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Display:

Das Super AMOLED Display des Galaxy S6 Edge beträgt 5,1 Zoll, die Auflösung 2560 × 1440 Pixel was eine Pixeldichte von 576 PPI ausmacht. Bei einer solchen Auflösung wird es wohl kaum noch jemanden geben, der auch nur noch einen einzigen Pixel sieht. Allerdings wird man auch schon sehr gute Augen benötigen, um überhaupt einen Unterschied zu einem Full HD Display erkennen zu können.

Die Farbdarstellung und der Kontrast haben sich im Vergleich zum Galaxy S5 nochmals deutlich verbessert. Wie auch schon beim Test des Galaxy Alpha kann man auch beim Galaxy S6 Edge in den Einstellungen die Darstellung der Farbe in vier voreingestellten Modi auswählen. Mir persönlich gefiel wieder einmal die Farbeinstellung Amoled-Foto.

Wie immer ist der Blickwinkel gewohnt brillant, so dass Veränderungen auch bei sehr flachen Winkeln kaum auffallen. Wie man im Netz lesen kann ist die Darstellungsebene beim Galaxy S6 Edge wie beim iPhone 6 sehr nahe unter der Touchoberfläche. Zusammen mit dem AMOLED typischen Kontrast und den kräftigen Farben ist das einfach nur Klasse und fast schon brilliant zu nennen.

Das Display bringt eine Helligkeit von 365 cd/m², was schon recht gut ist. Im Automatikmodus soll das Galaxy S6 Edge die maximale Helligkeit sogar auf 780 cd/m² fahren können. Bei Sonnenlicht ist das Display des Galaxy S6 Edge wieder sehr gut ablesbar und gehört für mich derzeit zu den besten Screens, die es auf dem Smartphone Markt gibt.

Hinzu kommen beim Galaxy S6 Edge noch die gebogenen Seiten, von denen zumindest derzeit jeweils eine Seite noch zusätzliche Funktionen enthält. Dazu später noch mehr.

Hardware, CPU und Speicher:

Eigentlich hatte man angenommen, das Samsung wie bei den Vorgängermodellen zumindest in Europa wieder auf Qualcomm Chips setzen würde. Da Qualcomm mit dem Snapdragon 810 jedoch im Vorfeld mit einigen Hitzeproblemen zu kämpfen hatte, ist man offensichtlich bei Samsung davon abgegangen, diesen Chipsatz zu verbauen und setzte dafür auf den hauseigenen Exynos 7420.

Hierbei handelt es sich um ein Octa-Core Prozessor mit 64 Bit Unterstützung. Vier Kerne laufen dabei mit bis zu 1,5 GHz (Cortex A53) und vier weitere Kerne mit bis zu 2,1 GHz (Cortex A57). Unterstützt wird das Ganze von einer Mali-T 760 GPU sowie 3 GB LPDDR4 RAM.

Insgesamt scheint diese Entscheidung für den hauseigenen Chip dem Galaxy S6 Edge sehr gut getan zu haben. Es ist tatsächlich rasend schnell. Gedenksekunden wie früher beim Galaxy S5, z. B. beim Wechsel aus dem Menü zum Homescreen gibt es nicht mehr. Auch der Wechsel von der Kamera App nach dem Erstellen eines Fotos zur Galerie geht nun sehr schnell. Endlich fühlt sich das Ganze auch wie bei einem Top Smartphone an. Ich habe hier zum Testen zwar keine Spiele installiert, aber allein bei der Installation der ganzen Apps konnte man beobachten, dass die Geschwindigkeit bei der Installation von Apps deutlich schneller war, als zum Beispiel bei einem LG G3 (was ja nun bekanntlich auch nicht zu den langsamsten Geräten gehört). Je nach Größe der Apps konnte ich bei der Installation bemerken, dass diese auf dem Galaxy S6 Edge bis zu 2 oder 3 Sekunden schneller installiert wurden als beim G3.

Wenn man sich im Netz umschaut wird man feststellen, dass das Galaxy S6 Edge bei vielen Benchmarks vorne liegt. Hier dürfte neben dem Exynos 7420 auch der UFS-2.0 Flashspeicher sowie das entschlackte TouchWiz UI seinen Anteil haben. Der neue Flashspeicher ist deutlich schneller als der bisher verwendete.

Wie schon erwähnt, gibt es keine SD Karten Erweiterung mehr. Dafür gibt es das Samsung Galaxy S6 Edge in drei Speichervarianten. 32 GB, 64 GB und 128 GB. Dies kann man sowohl als Vor- als auch als Nachteil ansehen. Vorteil ist auf jeden Fall, dass die Geschwindigkeit des verwendeten Flashspeichers deutlich besser ist, als jedwede SD Karte, zumal hier der aktuelle UFS-2.0-Standard zum Einsatz kommt (weitaus schneller und auch sparsamer als der bisher verwendete interne Speicher und auch als Speicherkarten). Nachteil, die Größe der Speichervarianten sind natürlich deutlich teurer als MicroSD Karten.

Bei dem hier vorliegenden 32 GB Modell waren nach dem ersten Einschalten noch 25 GB an Speicher frei. Derzeit wurden ca. 80 verschiedene Apps installiert (jedoch davon nur ein einziges Spiel). Aktuell hat das Gerät noch 16 GB frei, obwohl bereits einige Fotos und Videos gedreht wurden. Ob dies jedem User reichen wird ist eine andere Frage, aber man hat ja auch die Möglichkeit - da das Galaxy S6 Edge dieses unterstützt - unterwegs einfach Dateien auf Micro SD Karten Leser oder USBtoGo Sticks auszulagern.

Der Fingerabdruckscanner wurde beim Galaxy S6 Edge wieder in den Homebutton integriert und deutlich gegenüber den Vorgängermodellen verbessert. Nun muss man nicht mehr über den Homebutton streichen, sondern braucht einfach nur den Finger auflegen. Das Ganze funktioniert zwar immer noch nicht ganz so gut, wie man es von den Apple Produkten her kennt (ich nutze ein iPad Air 2 mit Fingerabdruckscanner), wenn man z. B. den Daumen nur einmal scannt. Aber da man mehrere Fingerabdrücke hinterlegen kann, ist dies dann kein Problem. Ich habe z. B. von meinem rechten Daumen drei Abdrücke in verschiedenen Positionen hinterlegt. Erst danach hat die Erkennung so funktioniert, wie ich es vom iPad her gewohnt bin. Vorher musste ich, wie schon seinerzeit beim Galaxy S5, mehrfach den Daumen auflegen um ins System zu kommen. Möglich wäre es hier daran zu denken, das der Scanner bei den Apple Produkten in einem runden Button steckt und daher eine bessere Erkennung hat als der in den Samsung Geräten verbaute Scanner, da hier der Homebutton flacher und schmaler ausfällt.

Auch die übrige Ausstattung kann sich sehen lassen. LTE Cat 6 (Download bis zu 300 Mbit/s), GSM, UMTS, HSUPA, HSDPA, WLAN 802.11 a/b/g/n/ac im Dual Band und mit MiMo Technik (mehrere WLAN Antennen), Bluetooth 4.1, NFC, Infrarot, GPS und Glonass. Hinzu kommt noch ein Pulsmesser.

Im Galaxy S6 Edge befindet sich ein fest verbauter Akku mit 2600 mAh. Aktuell mit der bei Auslieferung vorinstallierten Firmware (AOCV) - bei den Providergeräten wurde diese Firmware mittlerweile nachgeliefert - ist die Akkuleistung bei vielen Usern offensichtlich nicht ausreichend. Auch hier im Test mussten wir feststellen, dass wir mit dem Galaxy S6 Edge nicht über den Tag kommen.

Das ganze scheint unterschiedliche Gründe zu haben, für die offensichtlich zum Teil die verwendeten Apps verantwortlich sind, die der einzelne User sich installiert, aber auch Fehler in der Firmware. Denn bei dem hier vorliegenden Gerät war zum Beispiel der größte Verbraucher die Mail App, welche für die Synchronisation des Exchange Accounts zuständig war. Genauer gesagt, war es die Mail Synchronisation welche den höchsten Akkuverbrauch aufwies. Nachdem ich den Exchange Account gelöscht hatte, zusätzlich sämtlich Maildaten unter "Anwendungen/Alle" gelöscht hatte und dann ein externes Mailprogramm (Mailwise) installiert hatte, kam ich endlich wieder auf einen guten Tag Nutzung. Zwar nicht so lange wie mit dem LG G3, aber das hat ja auch einen stärkeren Akku.

Hier wird Samsung trotz des stromsparenden Exynos Chips unbedingt nachliefern müssen. Denn bei einem Top Smartphone sollte auch bei stärkerer Nutzung eine Mindestlaufzeit von mindestens 18-20 Stunden (jetzt mal ohne Spiele und stundenlanges Video schauen gerechnet) Voraussetzung sein.

Als Vorteil kann man jedoch sehen, dass der von Samsung mitgelieferte Netzstecker ein Schnellladegerät ist. Das Aufladen von 0 auf 100 % klappt damit in gut 90 Minuten. Samsung verspricht übrigens, das eine Ladezeit von nur 10 Minuten zu 4 Stunden Nutzung ausreichend sein soll. Dies wird wohl allerdings nur klappen, bei den Usern, bei denen es keinen Akkudrain gibt. In der hier vorliegenden Konstellation ist das leider nicht der Fall, wenn man nicht zu alternativen Mitteln greift.

Ferner kann das Galaxy S6 Edge auch kabellos aufgeladen werden. Bei vorherigen Modellen von Samsung was ja meist so, dass noch eine extra Rückseite angeschafft werden musste, um diese Funktion nutzen zu können. Das Galaxy S6 Edge verwendet hier nicht nur die QI Ladetechnik, sondern kann auch neue Powermatters (PMA) Technik verwenden.

Software und Bedienung:

Ausgeliefert wird das Galaxy S6 Edge mit Android Lollipop 5.0.2. Somit ist es relativ auf dem neuestem Stand, der Google aktuell an der Veröffentlichung von Android Lollipop 5.1 arbeitet. Darüber hat Samsung wie üblich die eigene Benutzeroberfläche Touchwiz UI gelegt, welche allerdings dezenter daherkommt und im Gegensatz zu früher es auch erlaubt, die ein oder andere vorinstallierte App zu deinstallieren. Ferner wurde mittlerweile von Samsung auch nicht mehr ganz so viel an Bloadware vor installiert.

Ansonsten gibt es auch beim Samsung Galaxy S6 Edge wieder den Stromsparmodus sowie den Ultrastrom Sparmodus. Wie auch schon bei vorhergehenden Modellen, bringt der Ultrastrom Sparmodus zwar eine extrem lange Laufzeit, aber dafür ist es dann auch extrem eingeschränkt.

Auch vorinstalliert ist eine Sicherheitssoftware von McAfee, bei der ich aber noch nicht sicher bin ob diese schon vor installiert ist, oder ob sich diese erst beim ersten Aufruf herunterlädt und installiert. Denn McAfee findet man nur über die Smart Manager Funktion, die auch über den Akkuzustand, Speicher und verwendetem RAM informiert. Insgesamt wurde das System jedoch von Samsung ganz schön entschlackt zumal sich die meisten Apps zumindest deaktivieren lassen.

Das Galaxy S6 Edge kann man so einstellen, dass bei eingehenden Anrufen der gesamte Bildschirm in einer bestimmten Farbe aufleuchtet, und zwar der Farbe, die für einen bestimmten Kontakt festgelegt wurde. Liegt das Galaxy S6 Edge mit dem Bildschirm auf dem Tisch hat man auch die Möglichkeit, ein eingehender Anruf einfach abzuweisen, indem man auf die Blitz LED tippt. Dies kann so eingestellt werden das dem Anrufer eine automatische SMS zugesandt wird, wobei der Text variabel ist.

Auch hat das Galaxy S6 Edge wieder ein Pulsmesser, der unterhalb der Blitz LED verbaut ist. Um seinen Puls zu messen, muss lediglich die App S-Health gestartet werden. Die Pulsmessung erfolgt sogar relativ genau.

Kommen wir nun zu den Edge Seiten, also den abgerundeten Seiten des Galaxy S6 Edge. Diese sind zwar formschöner ausgefallen als noch beim Note Edge (welches ja auch nur an der rechten Seite einer Wohnung hat), aber dafür hat das Galaxy S6 Edge nicht so viel Funktionen.

Eingestellt werden kann lediglich eine Seite (also entweder rechte Seite oder linke Seite) und nicht beide Seiten, was eigentlich schade ist. An Funktionen gibt es zum einen eine Nacht Uhr, die sehr schön abgedimmt leuchtet und somit den Wecker ersetzen kann, diverse Feeds für News, Sport Ergebnisse oder Aktienkurse (das ein oder andere an Feeds kann nach geladen werden) sowie eine Einstellung für eure fünf wichtigsten Kontakte, die in unterschiedlichen Farben dargestellt werden können. Das heißt also, solltet ihr einen Anruf eines dieser Kontakte verpassen oder sollte euch einer dieser fünf Kontakte eine Nachricht schicken, dann leuchtet die Seite in der entsprechenden Farbe auf. Auch über verpasste Anrufe kann euch die Seite informieren, wobei es den Vorteil gibt, dass man mit einem Wisch direkt einen Rückruf starten kann. Über die Feed Einstellungen hat man auch die Möglichkeit, sich über eingehende Mails oder Nachrichten informieren zu lassen. Ein großer Nachteil ist derzeit, dass sich die Seitenleiste nicht automatisch einblendet wenn Nachrichten eingehen, sondern dass man zuerst über die Seitenleiste kurz streichen muss (in der Art von oben nach unten und unten nach oben, also ein Doppelwisch). Ob Samsung hier noch nachbessern kann, wird sich also erst in der Zukunft finden, wäre aber sehr zu wünschen.

Ansonsten finden wir auch die üblichen bereits bekannten Sachen beim Galaxy S6 Edge wieder. Zieht man die Infoleiste herunter erhält man die Schnellstart Buttons (die sie natürlich nach eigenem Geschmack anordnen lassen), ebenso wie die Helligkeitseinstellung, S-Finder und Quick Connect. Im Menü selber habe dann auch den Download Booster, Tools wie Memo, Diktiergerät, Smart Remote und Dateimanager sowie den reichhaltig gefüllten Google Ordner.

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Telefonfunktion:

Bei den Telefonfunktionen gibt es nichts zu mäkeln. Im Gegenteil, die Gesprächsqualität ist ausgezeichnet und besser als bei den Vorgängern. Nebengeräusche sind kaum noch zu hören. Lediglich beim Gesprächspartner kann es ab und an mal etwas blechern klingen.

Kamera:

Ein absolutes Highlight ist auch die neue Kamera des Galaxy S6 Edge. Die Hauptkamera mit 16 Megapixel steht etwas aus dem Gehäuse hervor (was der schmalen Bauweise geschuldet ist). Die neue Blende von f1.9 ist nicht nur deutlich lichtstärker sondern wird jetzt durch einen optischen Bildstabilisator unterstützt (was sich hauptsächlich bei Videos auswirkt). Ansonsten gibt es auch wieder den HDR Modus für kontraststärkere Fotos und eine Zeitlupenfunktion, welche mit 240 Bildern pro Sekunde (fps) bei 1280 x 720 Pixeln aufnimmt.

Die vordere Kamera wurde auch verbessert und nimmt nun mit 5 Megapixeln auf (ebenfalls Blende f1.9). Eine sehr schöne Funktion für Selfies wurde eingebaut, indem man mit dem Finger auf den Blitz auf der Rückseite tippt, wird das Selfie ausgelöst. So kann man schöne Selfies mit nur einer Hand erstellen.

Die Hauptkamera ist auch Schnappschussfähig. Bei ausgeschaltetem Homescreen wird sie mit Doppelklick auf den Homebutton aktiviert und ist in unter 1 Sekunde einsatzbereit.

Insgesamt gefielen die bisher gemachten Bilder und Videos mit dem Galaxy S6 Edge sehr gut. Gerade bei schlechteren Lichtverhältnissen konnten schärfere Bilder gemacht werden und auch Nachtaufnahmen unter Verwendung des eingebauten Blitzlichtes gelangen wider Erwarten erstaunlich gut.

Und für User, die gerne mehr selber einstellen, gibt es den Modus „Pro“, in dem man diverse Sachen wie Belichtung, ISO, Weißabgleich etc. manuell einstellen und auch in 3 Profilen abspeichern kann. Ansonsten gibt es die üblichen Modi wie selektiver Fokus, Panorama, Zeitlupe, Zeitraffer, Virtual Shot (weitere Auto Modi kann man dazu noch herunterladen). Und auch sonst machen die diversen Einstellmöglichkeiten einen recht guten Eindruck.

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Nachtfotos (mit und ohne Blitz):

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Entertainment:

Der Lautsprecher des Galaxy S6 Edge befindet sich unten rechts im Rahmen, also nicht auf der Rückseite, wie oft üblich. Das macht Sinn, denn meist liegt das Gerät beim Musik hören über Lautsprecher auf dem Tisch und wird so nicht verdeckt. Dieser ist zwar etwas lauter als bei den Vorgänger Modellen, klingt aber häufig überspitzt und verzerrt dann doch etwas. Dies kann aber je nach Unterlage und Einstellung gemildert werden. Aber Hi-Fi Qualität darf man bei diesen Smartphone Lautsprechern eh nicht erwarten.

Dafür liefern die beigelegten InEar Kopfhörer einen ganz guten Klang und sind doch deutlich besser als die bisherigen von Samsung. Insgesamt könnte beim Klang aber zumindest von der Software Seite noch etwas verbessert werden.

Videos machen dagegen auf dem guten und hochauflösenden Display wieder sehr viel Spaß um sich auf Reisen die Zeit zu vertreiben.

Fazit:

Das Galaxy S6 Edge ist vom Design her so wie man es sich von Samsung schon lange gewünscht hat. Metall und Glas, dazu die abgerundeten Seiten, was derzeit kein anderes Gerät bietet, das hat schon was. Und auch von der Leistung her belegt das S6 Edge einen der vorderen Plätze. Ob sich der Mehrpreis von gut 150 € zum normalen Galaxy S6 wirklich lohnt, dürfte eigentlich nur eine Frage des persönlichen Geschmacks und des persönlichen Geldbeutel sein. Sicher ist, durch die abgerundeten Seiten hat man einen richtigen Hingucker. Wenn Samsung noch die Geschichte mit der Akkulaufzeit hin bekommt (was ja aber auch nicht jedem User trifft), dann erhält man mit dem Galaxy S6 Edge ein wirkliches Top Smartphone.

Ein kleiner Hinweis noch zum Schluss. Im Grunde kann man sagen, das alles, was zum Samsung Galaxy S6 Edge hier geschrieben wurde, auch für das Galaxy S6 gilt, da dieses baugleich bis auf die gewölbten Seiten ist.
 

kimi11

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Hallo Robbie,
kannst du mir bitte mitteilen welche Sprachen auf dem S6 einstellbar sind? Kann man Deutsch und Englisch auf alle Geräte, auch hier in Thailand gekauftes S6 einstellen? Leider bekomme ich hier immer die Antwort, I don't know.
Vielleicht erinnerst du dich noch an mich :)

Liebe Grüße nach Deutschland und vielen Dank!!

Theo
 

Robbie

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Hallo Theo, na klar erinnere ich mich. Aber wohl wie auch schon seinerzeit, ist das nicht so einfach zu beantworten. Denn die Geräte in Europa und Thailand können ohne weiteres unterschiedlich sein. Nicht nur von der Firmware sondern auch von der Hardware her.

Wenn die Hardware dieselbe ist, dann wäre es ohne Probleme ja möglich, per Odin eine deutsche Firmware zu flashen, wenn diese denn benötigt wird.

Sofern deutsch und Tahiländisch benötigt wird, bleibt wohl nur über, ein Gerät im Laden in die hand zu nehmen und dieses mal direkt zu starten, auf Werkseinstellungen zurücksetzen (geht ja aus dem menü heraus) und dann zu schauen, welche Sprachen beim folgenden Start angezeigt werden.

Denn ich gehe mal davon aus, das Du die komplette Sprache z. B. auf Deutsch haben möchtest und nicht nur die Eingabesprache beim tippen.

Ob dieses S6 Edge, welches ich derzeit hier habe, auch Tahi kann, weiß ich nicht. Dazu müsste ich es ja dann auch zurücksetzen und Du wirst verstehen, das ich das derzeit nicht machen möchte, nachdem alles eingerichtet wurde und es jetzt auch halbwegs zufriedenstellend läuft (Akku). Früher oder später werde ich es mit Sicherheit zurücksetzen, nur kann ich nicht sagen wann, da es auch darauf ankommt, wann Root verfügbar ist, ohne Knox zu verändern.

Bzgl. Hardware, kannst Du denn heruasfinden, welche Bezeichn ung das gewünschte Samsung Handy hat? Also dieses hier nennt sich z. B. SM-G925F, zu finden unter Einstellungen / Geräteinformationen. Dann könnte ich mich noch mal umschauen.
 

kimi11

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Hallo Robbie, danke für deine Antwort. Ich habe nochmals bei Samsung nachgebohrt, und die sagten mir, dass auf dem Gerät S6 auch die deutsche und engl. Sprache einstellbar ist. Aber wie ich hier in den letzten Jahren in Thail. die Erfahrung gemacht habe, glaube immer nur das, was du selber siehst....
Die Bezeichnung des S6 wäre, SM-G920FZKACAM ich glaube die kürzere Bezeichnung ist SM-G920F
Leider gibt es hier in der Pampa Thailands keinen Shop der das S6 auf Lager hat, sonst hätte ich mich selbst davon überzeugt wegen der Sprache, man kann es aber Online bei Samsung in Bangkok bestellen.
Hier in Thailand ist Samsung noch etwas langsam, denn man bekommt bis dato die Geräte nur mir 32GB, aber das würde für meine Zwecke durchaus reichen.
Viele Dank für deine Mühe!!

Gruß nach Deutschland, Theo

Ps: Mein Angebot von damals hat kein Verfallsdatum.
 
Thema:

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