Schallis Kurzgeschichten

Diskutiere Schallis Kurzgeschichten im Café Bla Forum im Bereich Community; Tja, wo ich nun endlich der Sandkiste entwachsen bin, mache ich doch gleich mal wieder einen Klassiker auf: Einen Platz für meinen geistigen...
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Schallhofer

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Tja, wo ich nun endlich der Sandkiste entwachsen bin, mache ich doch gleich mal wieder einen Klassiker auf: Einen Platz für meinen geistigen Abfall.
Falls sich an den Zielen oder Richtlinien dieses Forum nun im Vergleich zum Vorforum etwas so entscheidendes geändert haben sollte, dass durch diesen Thread diese Ziele gefährdet würden, so lege die zuständige Personengruppe diesen Thread lam,
vielen Dank.

Und nun zum Tema:



Ok ok, nicht mehr soo aktuell, aber erst war ich im ... Urlaub und dann musste ich ja noch aus der Sandkiste ... na ja, ihr wisst schon.
 
F

Fabian Holzmann

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... und dann musste ich ja noch aus der Sandkiste ... na ja, ihr wisst schon.
Schalli! :mecker:

Hast das Sandkisten-System auch noch nicht verstanden? ;)

Hab dir 100 mal gesagt dass ichs verschieben kann! Geht wohl gegen deinen Ego! :P :D ;)

*AufGeschichtegespanntbin*

Gruß Fabi der dem Sascha die Arbeit auch mal abnehme kann und sich fürs PDF erstellen anbietet....
 
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Schallhofer

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So, und gleich noch einen:

 
Marcel Neumann

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Du sollst keine Bilder posten!!! Du sollst Geschichten schreiben!!! :mecker:

:P

Gruß
Marcel aka sancho
 
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Ja ok, ist ja gut ...



Hoppla, also DAS ist mir so durchgerutscht. DAS tut mir ja nun sooo leid, also wie konnte das denn bloß ...
 
Tinkerbell

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wenn du so weitermachst werde ich als allerfeinste henkerbell zuschlagen :mecker:

schreib endlich neue geschichten :D
 
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Gleich nach den Stichworten "Karlsruhe" und "Urteil" - war ja klar.
Geschichtchen kommen schon noch, gemach gemach. Hab mir grade neue Inspirationen im Chat geholt von Benni und Peedee, sehr interessant.

 
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Meine sehr verehrten Damen und Herren,
ich darf ihnen voller Vorfreude mitteilen, dass hier in wenigen Augenblicken ein Teil einer neuen (und dieses Mal wirklich) Kurzgeschichte erscheint.
Sie hat den umstrittenen und kontroversen Titel "Der Wüsten Planet".

Bitte lösen sie die Sitzgurte, lehnen sie sich zurück und stellen sie das Nichtrauchen ein, in wenigen Minuten geht es los.
 
Tinkerbell

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s p a n n u n g !!!!
 
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Schallhofer

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"Ich komme ja schon! Moment noch ... .", rief ich gehetzt durch den Zubringer, während ich um mein Leben laufe. Unten sehe ich noch, wie die Packer meine Koffer in die Maschine werfen. Ich werde ärgerlich. Ich hatte der Dame am Schalter trotz meiner Eile eindringlich klar gemacht, dass in den Koffern empfindliche Elektronik verpackt ist und vorsichtig behandelt werden müsse. "Aber da steht ja gar nicht Vorsicht - zerbrechlich drauf.", hatte sie immer wieder geantwortet, bis ich kopfschüttelnd zum Abflugschalter lief. "Na ja," denke ich so bei mir, "vielleicht sind sie schon vorsichtiger und werfen die Gepäckstücke sonst weiter."
In Sichtweite der Tür ruft mir die erschütternd hübsche Stewardess zu: "Na endlich, Herr Schallhofer. Wir warten schon alle sehnsüchtig auf sie." Verlegen schaue ich auf meine Uhr, während ich ihr mein Ticket zeige. 7 Minuten Verspätung, wegen mir, wie viele Passagiere? 200 ungefähr? Hmmmm ... . "Ok Herr Schallhofer, Reihe 5 hinter der ersten Tür, Platz 29, Fensterplatz.", sagt sie mit einem Lächeln und einem Augenaufschlag, das mir ganz anders wird. "Verdammt gut trainiert, diese Häschen.", denke ich in mich hinein. Eine etwas zu lange Pause verrät mich, dass ich mich an ihrem Oberkörper festgeguckt habe, aber sie lächelt nur noch stärker und neigt den Kopf etwas zur Seite. Ok, jetzt sieht sie in etwa genau so scheel aus, wie die blöde Hupe vom Schalter, die einfach nicht kapieren wollte, das sie mit meinen Koffern vorsichtig sein soll, obwohl da nicht Vorsicht drauf steht und den ganzen Tag nichts anderes zu tun hat, als gut auszusehen.
Als ich zu meinem Platz in der ersten Klasse gehe, merke ich zwar, dass mich einige Damen und Herren etwas genervt ansehen, aber keiner sagt ein Wort. Hinter mir höre ich, dass die schwere Tür geschlossen wird. Der Flug ist nicht ausgebucht, jedenfalls nicht die erste Klasse. Ich stelle meine Tasche zunächst auf den leeren Platz neben meinem, und noch bevor ich meine Jacke im Gepäckfach verstaut habe, wird der Flieger schon von einem Fahrzeug rückwärts vom Abfluggebäude des Hamburger Flugplatzes weg geschoben.
Eine andere süße Stewardess müht sich mit meiner Vier-Minuten-Tasche ab, diese runde Lederwurst ins Gepäckfach zu stopfen. Eine Vier-Minuten-Tasche ist eine Tasche, die in vier Minuten gepackt wurde. Ein paar Hemden, Hosen, Unterhosen, keine Socken, kein Deo, dafür Rasierer und die Zahnbürste ohne Zahnpasta, und genau 3,57€ in der Tasche.
Als die Stewardess von Erfolg gekrönt die weiteren Plätze vor dem Abflug überprüft, merke ich, dass sie ein Mann ist. Verdammtes Klischee.
Tja, warum die Vier-Minuten-Tasche: Es war kurz nach neun Uhr Vormittags, also kurz nach der Frühstückspause. Um die Pause noch ein wenig auszudehnen, hatte ich mir die ct´ unter den Arm geklemmt und mich gerade auf dem Tempel der Verdauung häuslich eingerichtet, als mein Telefon klingelt. Genervt ging ich ran, es war Lutz: "Oh Gott sei Dank, dass ich dich erreiche, Schalli! Du musst unbedingt ganz schnell für mich einspringen!" Spontan, wie ja nun mal bin, antwortete ich: "Einspringen? Für dich? Wo? Als was?" Er unterbrach mich ungeduldig. Ich musste mich anstrengen, meine dringenden Geschäfte zurückzuhalten. "Du musst für mich zur Jahreshauptversammlung. Mir ist etwas dazwischen gekommen."
"Ok," sagte ich, "wann ist die?"
"Morgen Vormittag."
"Ach sooo, ok." Ich entspannte mich wieder. "Wo denn?"
"Saudi Arabien." Ein lauter Pfurz hallte in der Kabine wider.
"Wie bitte? Ist das dein Ernst?"
"Ja, natürlich."
"Wie komme ich da hin, ich meine ...?
"Mit einem Flieger. Karte ist meine. Alles schon gebucht und fertig."
"Wie viel Zeit habe ich?"
Es verging ein Augenblick, in dem Lutz wahrscheinlich auf die Uhr sah und die verbleibende Zeit ausrechnete. "43 Minuten bis zum Flug. Nimm ein Taxi nach Hause, packe ein paar Sachen ein und lass dich dann zum Flughafen bringen. Halle 1, Lufthansa. Hamburg – King Kahlid. Etwa 5 Stunden Flug" Es verging wieder ein kurzer Augenblick. "Machst dus?"
"Ja!" Ich legte auf. Ok, das meiste hatte ich vor Schreck erledigt, aber um die ct´ war’s schade. Ich veranlasste Angelique mir ein Taxi zu rufen und eine Nachricht an meine Frau zu senden, ich müsse ein paar Tage weg, ein Notfall in der Firma. Sie solle sich keine Sorgen machen. (Das letzte Mal, als ich ihr so etwas schrieb, musste sie mich im Krankenhaus besuchen, nachdem ich rücklings wegen einer Explosion durch eine Gebäudemauer ins Freie gestürzt war - aber sie hören die Worte so gern.) Ich fuhr also nach Hause, griff eine Sporttasche vom Schrank, und packte alles ein, was mir einfiel - und das in vier Minuten. Darum die Vier-Minuten-Tasche.

Kurz nach dem Ende des steilen Aufstiegs ertönt dieses unverwechselbare -Plong- und die Anschnallsymbole gehen aus. Zusätzlich erleuchtet ein Symbol, auf dem ein Handy abgebildet ist. Sofort legen alle Geschäftsmänner ihre Zeitungen bei Seite, schnallen sich ab und klappen ihre Palms, PPCs, Notebooks und was weiß ich noch alles auf. "Ready for gratissurfen", sage ich leise und strecke mich, "im Preis mit inbegriffen. Es ist gut, zu den Richtigen zu gehören."
Angelique schaltet mein SX4 vom Flugzeugmodus wieder auf online, und sofort bekomme ich eine Nachricht über den Messenger. Lutz scheint nur auf mein Auftauchen in seiner Buddyliste gewartet zu haben und lädt mich zu einem Videogespräch ein. Mein Bluetooth Knöpfchen noch im Ohr nehme ich an. Das Bild zeigt Lutz in einem Wagen, er wird gefahren. Als er aufschaut, hört er mit dem Tippen auf - aha, Notebook also.
"Thomas, endlich. In der Luft. Hast dus also doch noch geschafft."
"Ach locker,", flachse ich, "hab vorher noch ein Kaffee getrunken, ehe sie uns einließen."
"Thomas, ich sende dir nun die Unterlagen für die Besprechung zu. Lies sie dir bitte gut durch. Es sind Statistiken und Analysen über unsere Arbeit auf dem Sicherheitssektor." Auf dem Display erscheint die Meldung einer Dateisendung. Ich weise ihr einen Ordner zu und bestätige.
"Der Siemens Vorsteher Klaus Kleinfeld liest nicht gern selbst. Er lässt sich sowas lieber vorführen. Viel Zeit hat er nicht; darum auch der merkwürdige Ort. Bereite einen kurzen prägnanten Vortrag vor mit ein paar aussagekräftigen Bildern. Ich habe dir ein paar geschickt." Die Verbindung wird schlechter. „Du wirst vom Flughafen abgeholt; Ausgang C3. Viel Glück und viel Spaß.“
Das Schedulemodul der Siemens Office Software hatte nur sehr wenig Termine gefunden, an denen die wichtigsten Leute verfügbar sind. Ich kann mich noch an das Gejammer erinnern, als es um die Prioritäten von Terminen ging, die auf einen Tag dieses Treffens fielen.
Lutzs Unterlagen sind ausgezeichnet; viele Tabellen und Protokolle der heißesten Fälle diesen Jahres, hübsche Trenddiagramme und gut ausgearbeitete Zukunftsvorschläge. Ich ziehe mir alles auf meinen Loox 780. Auf einem PPC einen Vortrag mit Vorführung zu kreieren ist zwar etwas hakelig, aber ich habe keinen Lappi dabei. Als ich mit der Arbeit fertig bin, schaue ich zufrieden auf die Uhr: Na, doch 3,5 Stunden gebraucht. Ich stecke den Loox zum Laden ans Bordnetz, stelle meine weiche Lederlehne weit nach hinten und schlafe den Rest der Reise.

Als ich am Ausgang des Fliegers stand und mir die dicke warme Luft in die Kehle drang, bin ich fast Ohnmächtig geworden; die 45°C bin ich nicht gewohnt. Aber nun, wo ich hier am Gepäckband stehe und auf meine Koffer warte, geht es mir wieder besser. Mit der Tasche über der Schulter und zwei Koffern „schlendere“ ich interessiert durch die Halle und steuere auf einen Ausgang zu. Ich dachte mir eigentlich, dass irgendwo an der Tür oder in der Nähe die Bezeichnung des Ausganges stehen müsse, aber da irrte ich mich. Was hatte Lutz noch gleich gesagt? B3? C2? Eigentlich egal, ich kann keinen der Ausgänge finden. Nach 10 Minuten, mehreren Menschenmengen und verschwitzt habe ich keine Lust mehr und steuere einen Ausgang an, an dem ich schon ein paar Mal vorbei gekommen bin und dort viele Menschen und Taxis gesehen habe. Kaum, dass ich die Tür angefasst habe, schießen 3 brabbelnde Taxifahrer auf mich zu. Und nachdem sie geklärt haben, wer mich nun als erster gesehen hat, nimmt mir der Sieger geschickt meine Tasche und die Koffer ab und schleift mich förmlich zu seinem .... Taxi. Ein unglaublich altes Fahrzeug, dessen Marke mir völlig unbekannt ist; das heißt, einige Teile des Fahrzeuges kann ich schon verschiedenen Marken zuordnen. Ich besinne mich, versuche stehen zu bleiben und setzte zur Frage an. Doch der Mann brabbelt nur noch schneller und lauter. Es ist unheimlich heiß, ich verstehe kein Wort und will mich nicht von einem wildfremden umherfahren lassen, der kein Wort von dem versteht, was ich sage. Mit einem Ruck bleibe ich stehen und werde nun lauter. Tja, ist er wohl gewohnt. Es kommt noch ein Fahrer dazu, mit dem er sich nun lautstark brabbelnd unterhält und schon mal meine Koffer in seinem Taxi verstaut; auch nicht grade sanft! Wir stehen nun zu dritt zwischen alten Taxis und ich versuche buchstäblich mit Händen und Füßen zu erklären, dass ich ja nur den Ausgang C3 oder so suche, habe aber langsam das Gefühl, ich komme um eine Fahrt mit diesem Esel nicht herum.
Doch da bemerke ich im Augenwinkel drei Männer auf uns zugehen; der eine im hellen Sakko, hellbraune Weste, sehr edel, eher englischer Stil, recht kleine schmale Statur, vielleicht 1.70m, freundliche Erscheinung, er lächelt sanft; allerdings fällt mir auf, dass er konzentriert ist. Die beiden anderen übertreffen die 1.90m locker, auch in hellen Sakkos aber dunklen Hemden, sie schwitzen überhaupt nicht, ich beneide die Jungs, sehr muskulös gebaut, während der eine die Umgebung beobachtet, fixiert uns der andere unablässig. Der helle schmale Mann bleibt gute 5 Meter vor uns stehen und lässt sich von den beiden Riesen überholen. Sofort greift sich der eine den später dazu gekommenen Fahrer und geht etwas beiseite; nur einen kurzen Augenblick später geht der Fahrer zügig zu seinem Taxi, steigt ein und wartet still, während der Hüne zu uns zurück kommt. Der zweite Riese legt meinem Fahrer fast freundschaftlich seinen kraftvollen Arm auf die Schulter und dreht ihn etwas von uns weg. Ich höre, wie er mit dem Fahrer ganz freundlich diskutiert, aber ich verstehe kein Wort; jedoch verstehe ich gut, als der Riese dem Fahrer 50$ in die Hand drückt. Der schmale Mann ist auf mich zugekommen und reicht mir lächelnd seine Hand.
„Guten Tag, Herr Schallhofer. Mein Name ist Etién Marie Bricolet und das sind meine beiden Kollegen Søren Fries und Andreï Karkosch. Ich hoffe, ihr Flug war angenehm und nach ihren Vorstellungen?“ Neben mir höre ich, wie die Diskussion lauter wird; der Fahrer ist aufgebracht darüber, dass Andrei meine beiden Koffer aus seinem Flickenauto entnimmt. Er macht das mit so einer Leichtigkeit, als wenn er grade zwei Gänseblümchen gepflückt hat. Søren packt ihn fest am Handgelenk, so fest, dass der Fahrer die Hand öffnet. Dann nimmt er ihm die 50$ weg und legt 20$ statt dessen hinein. Er lässt ihn langsam los und stemmt seine Vorschlaghammer großen Fäuste in seine Hüften; dabei streift er das Sakko auseinander, sodass seine mattschwarze Dessert Eagle im Brustholster einen riesigen Schatten auf seinen gut trainierten Bauch wirft.
„Ja ja, war ganz nett soweit.“, antworte ich abgelenkt und schaue meinen Koffern nach, die grade in einer langen weißen Limousine verstaut werden. Etién legt mir freundlich eine Hand auf die Schulter und dreht mich in die richtige Richtung. Langsam gehen wir in Richtung Limousine.
„Entschuldigen sie bitte, dass wir sie nicht früher erlöst haben, aber wir waren uns nicht sicher über ihr Aussehen; wir wollten sie nicht verwechseln.“ Er zeigt mir ein Foto, anhand dessen er mich auf dem Flugplatz gesucht hatte. Darauf zu sehen bin ich, wie ich auf dem Boden sitze, meine Tasche neben mir, nachdem ich von diesem Transportband unter dem HQ gestürzt war – sehr witzig, danke.
„Ja ja, ähm, das Licht war da auch nicht so gut. Außerdem habe ich ja auch den Ausgang B2 nicht gefunden, wo wir wahrscheinlich verabredet waren.“ Der Riese und der Fahrer haben sich wahrscheinlich geeinigt, denn beide Riesen schlendern nun hinter uns her.
„C3, aber das ist auch nicht so einfach für neue Besucher. C ist der erste Buchstabe des Mittelnamens eines Scheichs, der hier vor etwa 120 Jahren herrschte; und 3 ist der dritte Ausgang. An seiner Statue müssen sie vorbei gekommen sein, sie steht in der Mitte der Halle, in der sie angekommen sind.“ Klar bin ich an dem Onkel vorbei gekommen, etwa 20 Mal.
„Jedenfalls herzlich willkommen in Ash Sharqîyah, Saudi Arabien. Bitte steigen sie ein.“ Søren öffnet mir die Tür; dabei bemerke ich, wie dick diese gepanzert ist. Die Scheiben sind sehr dunkel und stark verspiegelt. Auf der gegenüber liegenden Straßenseite wartet ein riesiger weißer Geländewagen mit laufenden Motor. Auch seine Scheiben sind sehr dunkel, aber ich kann erkennen, dass 4 Personen in ihm sitzen. „Na wenn das mal alles gut geht hier ... .“, denke ich verwirrt bei mir und steige ein.
In der Limousine habe ich auf einem großen kühlen Ledersessel Platz genommen und trinke einen frischen O-Saft aus der Bar. Mir schräg gegenüber sitzt Etién, vorne sitzen Søren und Andreï; hinter uns fährt der Geländewagen. Etién ist ein wirklicher Könner in Sachen Small Talk; nach kurzen 20 Minuten kommen wir im Nachbarort Hafar al Bãtin an. Wir fahren auf ein größeres umzäuntes Gelände zu. An einem geöffneten Tor steht ein junger Mann in kurzer Hose, schmutzigem Hemd und einem kleinen Turban; er hat eine Kalaschnikow über der Schulter hängen und grüßt freundlich. Ich erkenne ein Flugfeld, während uns der weiße Geländewagen überholt. Er hält parallel zu einem Jet; das Dach faltet sich nach hinten weg und ein Mann mit einem CAR M4 im Anschlag beginnt die Gegend hinter uns zu überwachen, während die anderen drei Männer aussteigen. Am Jet stehen noch weitere Wachen, eine jeweils vorne und hinten und zwei an der schon ausgeklappten Treppe.
„Warum sind wir nicht gleich vom Airport aus weiter geflogen?“, frage ich Etién.
„Das ist ein öffentlicher Flughafen, zu unsicher, dort können unsere Vorsichtsmaßnamen nicht nach Wunsch durchführen. Dieses Flugfeld hier ist mehr oder weniger Privat. Hier gibt es keine Probleme.“
Unser Wagen hält direkt am Jet, meine Tür wird geöffnet und wir steigen um. Im Jet sieht es ähnlich aus, wie im Wagen, nur etwas mehr Platz. Als ich mich setze, sehe ich die Wagen grade noch hinter einer Flugzeughalle verschwinden. „Wie lange werden wir fliegen, Herr Bricolet?“
„Oh, höchstens eine Stunde. Es geht nach Afif, in Ar Riyằd, und von dort auf das Anwesen von Herrn Sinclair. Er ist ihnen doch bekannt?“ Na ja, bekannt, er ist ein Selfmade Millionär, er leitet eine Agentur für Firmenberatung mit Sitz in Amerika, Kunden wie Microsoft, Coca Cola oder IBM lassen sich von ihm verbessern, Siemens berät er persönlich, sein Bereich ist eher die handwerkliche Richtung wie Maschinenbau und Elektronik, seine Kollegen bearbeiten IST, Forschung und Versicherungen, er ist vermutlich einer der 5 einflussreichsten Menschen der Welt. „Nein, den kenne ich kaum.“, antworte ich und wie vermutet, erzählt mir Etién während des Fluges eine ganze Menge über Sinclair, Kleinfeld, Buffett, Kilts und Co.

Als Coca Cola am 14.04.1985 die schon im Vorwege kritisierte Cola3 mit der neuen Formel raus brachte und die alte vom Markt nahm (1903 kam Cola2 raus; in ihr waren keine Kokainanteile mehr), ging es bergab. Die neue Formel schmeckte den Menschen im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr. Die neue Formel schmeckt nicht mehr so süß und stütz sich auf Zutaten, die durch einen breiteren Markt leichter zu beschaffen sind. Roberto Goizueta und Donald Keough, die beiden Manager des Projektes, führten in den nächsten Wochen einen wahren Todeskampf, der von der Firmenleitung nach 87 Tagen am 10.07.1985 beendet wurde. Dem „Board of Directors“, in dem ein Teil der Reichsten Menschen der Erde sitzen, wurde die Sache zu heiß. Sie verloren etwa 2,8% Marktanteile in den Tagen, was etwa einen Verlust von 200.000$ pro Tag darstellt. Am 88. Tag bot sich der alte Sinclair mit seiner kleinen Firma als Berater der Weltgrößten Firma an. Seine Antwort auf eine Frage bei seiner „Bewerbung“ hängt wohl angeblich noch heute im Büro des Managerdirektors: „Warum? Eure Cola schmeckt scheiße; ich lass mir doch nicht das Lieblingsgetränk meiner Kinder versauen!“
Aber er musste das Board überzeugen; und er überzeugte sie. Und er überzeugte den Anlage-Guru Warren Buffett, nach Bill Gates der zweitreichste Mensch der Erde und Mitglied im „Board of Directors“ bei Cola und Gillette, den amtierende Chef des Rasierklingen-Konzern Gillette, James M. Kilts, näher zu beleuchten. Der alte Sinclair kannte Kilts recht gut und fand, dass er der richtige Mann sei. Der 56-Jährige hatte zwar erst vor wenigen Wochen seinen Vertrag bei Gillette um ein Jahr verlängert, die Gerüchte um seinen Wechsel waren dadurch allerdings nicht verstummt. Für Gillette wäre der Wechsel ein herber Schlag. Trotz erster Erfolge war die Umstrukturierung des Unternehmens aus Boston noch nicht abgeschlossen. Kilts würde sein Gilette-Jahresgehalt von 2,75 Millionen Dollar bei Coca-Cola mehr als verdoppeln - ein guter Grund, die Arbeit anderen zu überlassen. Vor allem aber spricht sein enges und vertrautes Verhältnis zu Warren Buffett für ihn. Der alte Sinclair setzte alles auf eine Karte und gewann. Buffett vertraute ihm, das Board vertraute Buffett, und Sinclair hatte mit Buffett nicht nur bei Cola und Gilette nun einen sehr dicken Fuß in verschiedenen Türen.
Mit Cola ging es vom ersten Tag der Beschäftigung an wieder bergauf. Sinclair mähte durch die Colastandorte der ganzen Welt; entließ Roberto Goizueta und Donald Keough sowie 247 Manager um sie herum und brachte Coca Cola wieder an den seit Cola3 Wachstumsführenden Pepsi heran. Sein Überholmanöver war nicht weniger brillant: Als weltweit erster Getränkekonzern stellte Cola, und dann gleich zu 100%, auf recyclingfähige Plastikflaschen um. Damit eroberte Cola die Herzen vieler Menschen und Organisationen im Sturm, weit bevor viele Staaten dies später gesetzlich festhielten.
Nun galt es, einen Vorsprung herauszufahren, und das gelang ihm schon in der ersten Kurve: Er lud das gesamte Board of Directors zu einer Besprechung ein, etwas das noch nie ein firmen- oder boardfremder Mensch zuvor getan hatte, und pumpte sie um Geld an; fantastisch. Etién muss lachen. „Wenn ich mir die Gesichter der ausgebuchten reichsten Menschen der Welt vorstelle, wie sie da vor einem fremden Menschen sitzen, der sie nicht nur frecher Weise eingeladen hat, nein, auch noch die Stirn hatte, das zu tun, um sie um Geld anzupumpen – köstlich."
Aber er lebt immer noch. Sein Plan sah folgendes vor: Er wollte die Olympischen Spiele nach Atlanta, die Heimatstadt von Cola, einkaufen. Dazu wollte er von den 10 Anwesenden je 1 Million Dollar geliehen bekommen. Dann sollten die zudem Firmen gründen, die in etwa das selbe tun, wie ihre jetzigen Firmen, nur spezieller. Dann musste ein Technologietransfer erfolgen, sodass die Firmen sofort sehr erfolgreich wurden, und das Aufsehen verschiedener Börsenhunter erregten. Das Geld hatte er dann an bei Börsengang der Firmen in deren Aktien als Holder investiert. Das heißt, dass nur ein Bruchteil der Aktien für den offenen Markt zur Verfügung standen. Und die neuen Firmen waren heiß begehrt; erst recht, als die im Hintergrund stehenden großen Firmen bekannt wurden. Die Spiele nach Atlanta zu holen, war nicht besonders schwer; damals waren die Gelder, die bestimmte Herren überzeugen, noch nicht unbezahlbar hoch. Als die Beteiligung der neuen Firmen an den Spielen bekannt wurde, erreichten die Aktienpreise ihren Höchststand; und Sinclair verkaufte. Er zahlte seine Schulden ans Board und an verschiedene Sportmanager zurück und hatte danach noch ein bescheidenes Taschengeld von 473 Millionen U$ übrig für breit angelegte Aktionen rund um Cola. Da diese Aktionen Cola ja technisch kein gespartes Geld kostete, hatte Sinclair quasi freie Hand. Er wandelte den berechtigt schlechten Ruf der Firma Coca Cola vom Sklaventreiber Verein zu einer guten Firma, die sogar ganze SOS Kinderdörfer allein baute. Dieser Clou überzeugte das Board of Directors und er war drin.
Während ich den Geschichten lausche, kommt mir bei so vielen Details unweigerlich die Frage: Wer ist eigentlich Herr Bricolet? Also frage ich ihn. Er ist ein hoher Assistent und guter Freund des jungen Sinclair und kümmert sich unter anderem um die Belange und Wünsche von Siemens. Und als guter Freund bekommt man natürlich so über die Jahre einiges mit.

Nach etwa 50 Minuten unterbricht mich Etién und weist aus dem Fenster nach unten. Wir sind tiefer gegangen und man kann am dunstigen Horizont eine Stadt und eine weiße Pipeline erkennen. Je näher wir kommen, desto mehr interessiert mich diese weiße Schlange; eine Pipeline ist es wohl nicht, sie verläuft im Kreis. Ist das eine Straße? Ein Rennkurs?
„Es ist das Anwesen von Herrn Sinclair Junior. Die Mauer umfasst sein Grundstück.“ Mauer? Die Fläche ist riesengroß. Der Pilot fliegt eine Kurve und wir verlieren an Höhe. Mein Orientierungssinn sagt mir, dass wir in dem Areal landen werden. Die letzten Eindrücke, die ich noch von dem Anwesen erhaschen kann, sind mehr als eindrucksvoll. Ich sehe riesige Rasenflächen – mitten in der Wüste, und einen Wald, Häuser und Pools. Mitten in einer Landschaft, die ich durchaus ins üppig grüne Nord Frankreich einordnen würde, landen wir.
 
N

Nochnoi Dozor

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Seeehr geil!
Genau mein Geschmack!
aber wer und was ist dieser "Marek"?? :D

Ein unglaublich altes Fahrzeug, dessen Marek mir völlig unbekannt ist...

Außerdem solltest Du etwas näher auf die Stewardessen eingehen.... :D

regards
Tom
 
Marcel Neumann

Marcel Neumann

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*thomaszustimm*

Wie heißt es doch so schön! SEX Sells!!!

Egal! Sehr genial! Obwohl ich mich frage ob du diesen Part wo der Typ im das im Flugzeug erzählt alles selber ausgedacht hast? Denn das ist Hammer!!

Und nein, er ist nicht der gute alle Schalli...

and now...
ladies and gentleman...
we present...
the new...
unstobbable...
unbelieveable...

Schallinator!! :cool:

Gruß
sancho
 
S

Siesam

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Moin Moin !!

Herr Schallhofer, wirklich nicht schlecht - Wie immer :up: :D :up:
Die PDF-Version ist auch online: klick hier... (850kB)

Frage:
Ist das nun schon das "Ende", oder ist das wieder ein Werbeblock??

Greetinx, Sascha
 
S

Schallhofer

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@tinker: Ja klar bin ich noch der alte, warum denn auch nicht?!

@Thomas: Oh man, ihr mit eurer Fehlersuche immer ... ich dachte, das Thema hatte ich im alten Forum gelassen. Und: Nein, auf die Häschen im Flieger gehe ich wohl nicht weiter ein. Aber vielleich auf ein paar andere.

@sancho: Vielen Dank der Ehre, Schallinator ... muss ich noch drüber nachdenken. Und: Tja, Sanchman, da musst du dich wohl weiter fragen oder was feines zum lesen suchen, denn: Kein Kommentar.

@Sascha: Na, hört sich DAS nach einem Schalli Ende an? Natürlich nicht. Mach Werbung. Ich schreib schon dick ENDE drunter, wenn ich was beende. Und: Der Titel dieser Geschichte ist: "Der Wüsten Planet", bitte ändern.


Ach ja, P.S.: Und die Geschichte soll so mit son paar Schmankerln, wie die im Flugzeug, weitergehen. Ich hoffe, ihr mögt sowas.
 
P

posti

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Originally posted by Schallhofer@30.07.2004, 18:59
Ich hoffe, ihr mögt sowas.
Hallo Schalli,

sowohl der Form als auch dem Inhalt entnehme ich, daß Deine Heirat für die Kurzgeschichten einen ungeahnten qualitatativen Aufschwung bedeutet, der sich in mir bisher ungewohnter Frivolität, Beobachtungsgabe, Leichtigkeit und Spannung äußert.

Deshalb von mir nachträglich herzliche Glückwünsche und Empfehlung an die Gattin!

Ohne Fortsetzung würde mir genauso viel fehlen wie Dir.

Gruß
Jürgen
 
S

Schallhofer

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Moin Jürgen,
vielen Dank für Dein Lob. Ich bin stolz, dass ein 41' er meine Geschichten mag, bzw. diese jetzt mag ;)
Ich entsinne mich nicht, von dir schon mal einen Kommentar zu meinen geistigen Ergüssen bemerkt zu haben, dennoch scheintst du ja die anderen gelesen zu haben. Und am Ausdruck merke ich, dass du dich wohl vor geraumer Zeit zum Zweitbuch entschieden hast.
Und doch ist es, denke ICH zu mindest, ein Zufall, dass dir die Änderungen an meinem Stil in dieser Geschichte im Zusammenhang mit meiner Hochzeit erscheinen. Ich taste mich nur langsam durch den Urwald der Möglichkeiten hindurch und stoße hier und da mal an interessante Früchte. Da das von dir als "Aufschwung an Qualität" bezeichnet wird, merke ich mir diesen Weg; er ist wohl nicht allzu falsch.

Beobachtungsgabe hmmm, du scheinst auch außenpolitisch interessiert und hellhörig zu sein. Darf ich hier so öffentlich fragen, woher dein Antrieb kommt?
Stichwort Spannung: Schön, dass du das erwähnst. ich setze bei dieser Geschichte nicht auf klassische Spannungsbögen, sondern eher auf eine Art "Aha"-Effekte; ich dachte nicht, dass diese als Spannung interpretiert würden; aber sehr schön das.

Vielen Dank für diesen Kommentar.
 
G

Gast001

Gast
Ei ei ei ich komm mir ja hier vor wie bei Reich-Ranicki's "Literarischem Quartett", ihr mitt euerm hochtrabende geschwätz do :P :D

aber nun mal :klatsch:


sehr nett deine geistigen Ergüsse, ich freu mich auf die Fortsetzung!

Marcel

P.S: wer hat kontakte zu nem Verlag? langsam nimmt das ganze Buchdimensionen an ;)
 
S

Schallhofer

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Originally posted by Marcel Silberhorn+1.08.2004, 19:22--></div><table border='0' align='center' width='95%' cellpadding='3' cellspacing='1'><tr><td>QUOTE (Marcel Silberhorn @ 1.08.2004, 19:22)</td></tr><tr><td id='QUOTE'>Ei ei ei ich komm mir ja hier vor wie bei Reich-Ranicki's "Literarischem Quartett", ihr mitt euerm hochtrabende geschwätz do [/b]

Jaaa, ist ja schon wieder vorbei nu.

<!--QuoteBegin-Marcel Silberhorn
@1.08.2004, 19:22
Sehr nett deine geistigen Ergüsse, ich freu mich auf die Fortsetzung![/quote]
Und die kommt, da kannste sicher sein.
 
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