Testbericht Sony Ericsson V600i

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Mario Plötner

Mario Plötner

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Durch die geringe Verbreitung von UMTS hatten die Hersteller wohl bisher kaum ein Interesse daran die Gerät möglichst kundenfreundlich und klein zu gestalten. Das V600i und sein Schwestermodell K600i ist eines der ersten welches UMTS Funktionen in ein angenehm kleines Gehäuse verpackt. Dass das V600i dabei auch andere Sony Ericsson Tugenden und leider auch Schwächen mit sich bringt zeigt das Gerät recht deutlich.

Technische Eckdaten

TriBand GSM 900/1800/1900/UMTS
WAP 2.0
Digitalkamera 1,3 Megapixel
Frontkamera für Videotelefonie
104,3 x 45 x 18,9 mm

getestete Firmwareversion: R2H002


Gehäuse / Verarbeitung
Die Verarbeitung des V600i schlichtweg hervorragend. Auch nach mehrwöchiger Nutzung knarzt und klappert nichts an dem Gerät. Mitverantwortlich dafür ist sicher der neue Gehäuseverschluss. Dabei wird das Rückgehäuse an einer Seite eingehakt und dann auf der anderen Seite mit zwei Schiebehaltern arretiert. Aber auch die restliche Verarbeitung weiss zu überzeugen. Die Spaltmaße sind gering und alle beweglichen Teile wie die Linsenabdeckung der Kamera bewegen sich sauber in der Führung. Gegenüber dem K750i ist auch der Platz um den Joystick herum geringer ausgefallen. Damit dürfte es eindringender Staub etwas schwerer haben.

Tastatur
Die Tastatur des V600i gefällt mir ebenfalls recht gut. Die Tasten des Ziffernblocks sind zwar etwas klein geraten, lassen sich durch Ihre erhabene Form leicht ertastet. Der Druckpunkt ist angenehm leichtgängig. Lediglich wenn man den Rand einer Taste erwisch wirkt diese etwas schwammig. Rechts und links vom Joystick liegen die von SE bekannten "Zurück" und "C" Tasten. Und direkt darüber die beiden Softkeys. Leider ist hier die Unterscheidbarkeit nicht ganz so gut und man gerät beim blind-tippen schon mal auf die falsche Taste.

An den Gehäuseseiten befindet sich links die Taste für Videotelefonie. Rechts befindet sich der Auslöseknopf für die Kamera, die Vodafone Live! Taste sowie die Tastenwippe für die Lautstärke bzw. Zoomstufe der Kamera.

Die Ausleuchtung der Tasten ist recht dezent gehalten aber bei allen Lichtverhältnissen gut erkennbar. Im dunkeln schimmert die sonst weisse Tastenbeschriftung in blau.

Display
Das Display mit einer Auflösung von 176 x 220 Pixeln ist offenbar das gleiche was im K750i eingesetzt wird. Allerdings wirkt es etwas heller als das vom Schwestermodell. Die 262.000 Farben reichen auf jeden Fall für eine brillante Bilddarstellung. Auch sonst ist das Display bei Auflösung und Grösse allen Ansprüchen gewachsen. Auch bei Videotelefonie bleibt ausreichend Platz zur Darstellung des Gegenübers und des Eigenporträts. Dieses ist allerdings im Notfall abschaltbar.

Menü / Bedienung
Wie bei Vodafone mittlerweile üblich verändert der Netzbetreiber das Menü seiner Telefone auf einen einheitlichen Look. Ich war und bleibe auch weiterhin kein Fan dieser Modifikation. Allerdings muss man sagen, das die Vodafone Menüs schon schlechter aussahen. Die Icons sind hier nicht mehr so blass und durch die Themes lässt sich das Aussehen noch weiter anpassen.

Sonst dominiert das bekannte Schema eines Icongitters auf der ersten Menüebene sowie einer Mischung aus Textlisten und Tab Menüs auf den darrunterliegenden Ebenen. Auch das Activity Menü aus dem K750i findet sich hier wieder. Allerdings gibt es keine spezielle Taste um dieses zu starten. Dafür lässt sich aber der Joystick mit diversen Funktionen und eben auch dem Activity Menü belegen.

Empfang / Datenübertragung
Wie schon beim K750i ist auch hier die Empfangsstärke als eher durchschnittlich zu bezeichnen. Die getesteten D-Netze zeigen ähnliche Werte wie beim K750i. Die Empfangsstärke im UMTS Netz könnte

Um das Gerät als UMTS Modem zu nutzen hat Vodafone eine CD mit der benötigten Software beigelegt. Die Übertragungsgeschwindigkeit bewegt sich dabei im erwarteten Rahmen irgendwo zwischen ISDN und DSL. Zur Nutzung der höheren Übertragungsgeschwindigkeit hat Sony Ericsson noch ein USB Kabel beigelegt was an einen Mini USB Anschluss an der Seite des V600i angeschlossen wird. Das Gerät verfügt nämlich noch nicht über den neuen FastPort wie z.B. das K750i.

Akustik / Klingeltöne
Auch hier zeigt das V600i typische Sony Ericsson Eigenschaften. Der Klang an sich ist recht klar und ausgewogen. Allerdings wie immer auch eine Spur zu leise. Das gleiche gilt für den integrierten Freisprecher.

Die Klingeltöne werden unabhängig vom Format laut und deutlich wiedergegeben. Dafür sorgt der Lautsprecher der Freisprechanlage auf der Rückseite. Auch beim V600i lassen sich jetzt eigene Töne als Nachrichtensignal verwenden. Interessant; Trotz Vodafone Branding lassen sich scheinbar eigene MP3s abspielen und als Klingelton verwenden.

Messaging
Hier bietet das V600i alle Funktionen die ein gerät dieser Klasse haben sollte. SMS, E-Mail und MMS gehören ja mittlerweile auch zum guten Ton. Wichtig dabei: Die Grösse von MMS ist nicht auf 100 KB begrenzt.

Adressbuch
Das interne Adressbuch des V600i kann insgesamt 500 Kontakte speichern. Für jeden Kontakt stehen folgende Felder zur Verfügung: Mobiltelefon, Telefon Privat, Telefon Geschäft, Faxnummer, andere Telefonnummer, 3 E-Mail Adressen, Webadresse, Anruferbild, Rufton, Titel, Firma, Straße, Ort, Bundesland, PLZ, Land, Info und Geburtstag.

Ausserdem kann für jede gespeicherte Nummer noch ein Sprachbefehl hinterlegt werden.

Kalender / Organizer
Dieser Bereich entspricht im grossen und ganzen dem des K750i. Neben dem umfangreichen Kalender mit diversen Ansichten und Erinnerungsliste bietet der Organizer auch eine Aufgabenverwaltung und Notizfunktion. Das alles kann natürlich mit dem Computer zu Haus synchronisiert werden. Auch eine Fernsynchronisation nach SyncML Standard ist möglich. Weitere Organizer Funktionen sind ein Timer, eine Stoppuhr, ein Taschenrechner sowie die Code-Memo Funktion zum sicheren Speichern diverser Geheimnummern und Zugangsdaten.

Ausserdem wurden noch die Fremdanwendungen WorldClock (eine optisch schöne Weltzeituhr) sowie HP Print (Anwendung zum schnellen Drucken von Handydaten auf HP Druckern) integriert.

Der integrierte Wecker ist bereits aus den Vorgängern bekannt. Man kann sowohl eine einmalige Weckzeit als auch einen Wiederholungswecker einstellen, welcher für diverse Wochentage individuell an- oder ausgeschaltet wird. Neu ist, dass man sich auch vom integrierten Radio wecken lassen kann.

Media Player
Der Mediaplayer wird bei vielen Nutzern sicherlich eine der Lieblingsanwendungen werden. Als Music Player spielt er unter anderem MP3 Files auch mit variablen Bitraten ab. Der Klang kann über den integrierten Equalizer individuell angepasst werden. Es sind allerdings auch diverse Equalizer Presets gespeichert. Insgesamt klingt der Player sehr gut, und auch nicht so basslastig wie das K750i

Als Videoplayer gibt er Movies im mittlerweile recht verbreiteten *.3gp Format wieder. Erstmals ist auch eine Vollbildwiedergabe möglich. Während der Wiedergabe lassen sich sogar Einzelbilder als Screenshot speichern.

Der Player bietet die Möglichkeit individuelle Abspiellisten zusammenzustellen. Diese dürfen sowohl Audio- als auch Videodateien enthalten. Während des Abspielens lässt sich der Player minimieren, so dass man mit dem Gerät weiterarbeiten kann während z.B. Musik läuft.

Wirklich unverständlich bleibt warum Sony Ericsson diesem Gerät keinen Wechselspeicher gegönnt hat. Das interessanteste an der Musicplayerfunktion ist nämlich, dass sie sich getrennt von der Telefoneinheit des V600i aktivieren. Im Flugzeug könnte man dann einfach Musikhören ohne durch GSM Strahlung zu stören. Der begrenzte interne Speicher mach dieses Vorhaben leider zu einer Farce.

Radio
Wie schon das K750i verfügt das integrierte Stereo Radio über eine RDS Funktion zur Anzeige des Sendernamens und die automatische Sendefrequenzfolge. Auch das V600i lässt sich als Radiowecker nutzen. Insgesamt können bis zu 20 Sender abgespeichert werden.

Kamera
Beim V600i wurden zwei Kameras integriert. Eine mit VGA Auflösung an der Gerätefront für Videotelefonie sowie eine 1,3 Megapixelkamera für Fotos auf der Rückseite. Die Qualität der Fotos kommt in meinen Augen nicht ganz an die des S700i heran. Von der Qualität eines K750i ist sie sogar erheblich weit entfernt. Dafür sind die Bilder einfach nicht scharf genug. Natürlich stehen noch diverse Funktionen für Fotoaufnahmen zur Verfügung. So kann man das Bild mit Effekten (Sepia, Negative etc.) versehen. Ausserdem sind Serienbilder, Rahmen und Panoramaaufnahmen möglich. Für Nahaufnahmen steht eine Makrofunktion zur Verfügung: Für Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen lässt sich eine sehr helle Leuchtdiode aktivieren und ausserdem kann noch ein Nachtmodus zugeschaltet werden. Als Zubehör wird in Kürze auch noch ein Blitzmodul erhältlich sein. Ein Selbstauslöser ist genauso wie der manuelle oder automatische Weissabgleich integriert.

Videos nimmt die Kamera mit einer Auflösung von 176 x 144 Pixeln auf. Mit der integrierten Video DJ Software lässt sich dieses Video später noch mit Bild und Ton nachbearbeiten.

Positiv fällt noch die geschützte Line der Kamera auf, zieht man den Schutz zur Seite wird die Kamera automatisch aktiviert. Die Bedienung ist eng an aktuelle Sony Cybershot Modelle angelehnt. Übrigens: ist das Gerät lautlos geschaltet hört man auch kein Auslösegeräusch der Kamera.

Videotelefonie
Videotelefonie soll sicherlich eine der Killerapplikationen von UMTS werden. Mangels Endgeräten ist sie jedoch derzeit kaum verbreitet. Tatsächlich habe ich noch jemand gefunden mit dem ich das ganze testen konnte. Das Gegenüber war ein Nokia 6680. Dabei konnten wir Videotelefonate sowohl innerhalb eines Netze (T-Mobile) also auch Netzübergreifend (Vodafone - T-Mobile) testen. Beides funktionierte überraschend gut. Bei wenig Bewegung im Bild ist die Qualität wirklich annehmbar. Erst bei schnellen Kameraschwenks oder viel Bewegung sind stärkere Kompressionsartefakte erkennbar.

Branding
Wie bereits bekannt handelt es sich beim V600i um eine spezielle Vodafone Version des K600i. Die allgemeinen Funktionen der beiden Geräte sind gleich. Vodafone hat allerdings einige Anpassungen vorgenommen. Neben den bekannten Vodafone Menüicons sind natürlich alle Verbindungs- und Online-Profile auf Vodafone voreingestellt. Wer das Gerät in einem anderen Netz nutzen möchte kann das aber umkonfigurieren. Auch hardwareseitig wurden ein paar Anpassungen vorgenommen. Neben der veränderten Gehäuseschale mit Vodafone Schriftzügen auf Vorder- und Rückseite wurde auch die Tastatur leicht verändert. Die rechte Seitentaste, welche normalerweise frei belegbar ist, wurde fest mit einem Link zu Vodafone Live! verknüpft.


Fazit
Wie eingangs schon erwähnt handelt es sich beim V600i um ein typisches Sony Ericsson Handy mit allen Vor- und Nachteilen. Glücklicherweise überwiegen die Vorteile doch stark. Was mir besonders gefällt ist die umfangreiche Multimediaausstattung sowie die einfache Bedienung. Auch das Vodafone offensichtlich dazugelernt hat und auf einige seiner Brandingeinschränkungen verzichtet fällt positiv auf. Hauptkritikpunkt ist in meinen Augen der fehlende Wechselspeicher. Gerade der gute Mediaplayer, welcher sogar im Standalone Betrieb laufen kann schreit geradezu nach mehr Speicher. Trotzdem ist das V600i und sein Schwestermodell K600i ein gutes und vor allem kompaktes UMTS Gerät welches ausserdem recht günstig angeboten wird.

*** Kompletter Testbericht mit Bildern ***
 
M

Mischa

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K600i Livebilder noch als Prototyp ;)

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