Wie kann ich am Besten bzw. am Sinnvollsten in Sachgütern investieren?

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lukyweiß

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Nachdem ich ein grenzenloser Optimist bin (Achtung: Ironie!) bin, habe ich die letzten Jahren immer weitgehend genau geschaut, auf wie viel ich für was ausgebe. Erfreulicherweise und *klopf klopf* ist bislang alles gut gelaufen... daher denke ich, dass ich einen gewissen Teil meiner Ersparnisse (wenn auch auf jeden Fall im vierstelligen Bereich) investieren könnte. Nun bin ich aber auch jemand, der es gerne konkret angeht und begutachten möchte usw.. :rolleyes: Insofern wären Sachgüter denk ich das Passende für mich. Aber wie lässt sich das für einen Noob wie mich am Besten und Sinnvollsten umsetzen? (ja, es liegt auf der Hand, dass ich mich mit einem Bankberater treffen werde, aber ich würde mich auch über unabhängige Meinungen freuen)
 
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Hallo,
nachdem zu den Sachgütern Häuser, Gold oder Aktien zählen, und diese Dinge unterschiedlich schnell und auch mit unterschiedlichen Aufwand gekauft und auch entsprechend wieder verkauft werden können, kann ich Dir nur empfehlen, Aktien aus den USA, aus Australien, aus Kanada und aus Europa zu kaufen. Dabei denke ich allerdings bei Europa nicht so sehr an deutsche Aktien. Aus USA deshalb, weil die jedes Quartal einen Teil ihrer Dividende ausschütten, Australische Aktien, oder englische schütten 2mal im Jahr, deutsche nur 1mal.

Nur mal zur Überlegung, welche Aktien in Frage kommen: Schau Dich in Deinem Leben um, wie Du lebst und welche Güter oder Sachen Du und der Rest der Welt tagtäglich brauchen: z.B. morgens Zähne putzen und waschen mit Colgate Palmolive, Deine Frau Duschen mit Haare und Schönheit mit L'Oreal, Küche und Haus reinigen mit Procter&Gamble, auch die Pampers für die Kleinen von dieser Firma. Für die etwas größeren Kinder mal zu Mc'Donald, dort eine braune süße Brause von Coca-Cola oder PepsiCo. Ins Geschäft mit ExonMobil und dort an der Computer Kiste mit Microsoft und am Bildschirm die gelben Paperl von 3M. Die Banken z.B. aus Australien die Commonwealth Bank of Austr. oder die aus Kanada Bank of Nova Scotia. Für die etwas ältere Generation, die schon einen Herzschrittmacher brauchen, die Hilfe von Medtronic oder die, die sich mit Zucker plagen, Novo Nordisk aus Dänemark. Aus der Schweiz mal Nestle oder auch vielleicht Lind & Sprüngli, weil man gönnt sich ja sonst nichts. Die Amis bauen ihre Häuser auf dem Land aus Holz auf und richten sich die ein aus der Firma Home Depot. Wenn der nächste Wirbelsturm alles um bläst, müssen die ja auch wieder aufgebaut werden. Die Werkzeuge dazu liefert die Firma Illinois Tool Works. Die etwas härteren Drinks nehmen sie von der Firma Brown-Forman.
Wenn man es schafft, sich aus diesen und einer Auswahl von ca 80 wirklich guten weltweiten Aktien ca. 15 ins Depot zu legen, kann man es schaffen, jeden Monat fortlaufend Dividende zu erhalten, um so Dividenden zu hamstern. Diese sollte man allerdings sofort wieder in die Aktien seines Depot zu investieren, um damit sozusagen mit Hilfe der Zinseszinsformel seine monatlichen Dividendenzahlungen auf 200€ , 500€ oder gar 1000€ zu steigern. So kann man sich locker ein schönes Nebenbeieinkommen erzielen. Nebenbei steigen diese Aktien dazu auch noch, wenn man dieses Vorhaben LANGFRISTIG anlegt.

Just do it!
 
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Aussie

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Nachtrag zu meinem Beitrag:

Die in meinem Beitrag erwähnten Firmen - und viele andere - zahlen seit mehr als 50 Jahren, einzelne sogar mehr als 120 Jahre ununterbrochen ihre Dividenden aus. Zusätzlich steigern sie ihre jährliche Dividende von Jahr zu Jahr von 5 bis zu 14%, einzelne sogar um 24%. Kann man im I-Net recherchieren.
Wenn man die Kursverläufe dieser Aktien anschaut, erkennt man, dass sich eine Kurssteigerung aus den letzten 50 Jahren von links unten nach rechts oben - fast wie mit einem Lineal gezogen - ergibt. Natürlich sind einzelne Einbrüche dabei, etwa 1987 bei dem Computercrash im Dow, oder 2000 oder 2008 bei der Lehman-Pleite. Aber alle diese Verluste im Kurs wurden wieder eingeholt.

Bei Kursrückschlägen sollte man daran denken, dies als einen "Rabatt" zu sehen, weil man dann diese Aktien ja erheblich günstiger nachkaufen kann, was natürlich auch die eigene Rendite erhöht.

Diese Firmen verkaufen ihre Waren weltweit. Auch in Indien und China wollen die Frauen schön sein und die Kinder in Moskau trinken genauso gerne die braune Brause wie die Kinder in Tokio oder New York.

Der Wunsch, bei Niedrigkursen Aktien zu kaufen und bei Höchstkursen zu VERkaufen, kann man getrost vergessen. Das gelingt nicht mal den Börsenprofis. Dazu verwenden die den Computermillisekundenhandel. Als einfacher Sparer, der für sein Alter vorsorgen möchte, reicht es zu sparen UND dann die jeweiligen Aktien regelmäßig nachzukaufen. Die vielfach von den Laien (zittrige Hände) angewendete Angewohnheit, Aktien bei Krisen, wie im Augenblick sofort zu verkaufen, um den bisherigen Kursgewinn nicht zu verlieren, kostet diese Leute doch eine Menge Geld und Nerven, weil die Frage bleibt, wann steige ich wieder ein? Woran erkennt man, wenn der Kurs am niedrigsten Punkt angekommen ist? Da kann es dann passieren, dass ihnen der steigende Kurs davonläuft und sie teurer einkaufen als sie verkauft haben.
Außerdem kostet der Verkauf und der Kauf wieder Gebühren, die man sich sparen kann, weil man nur Aktien kaufen soll, von denen man überzeugt ist UND die man lange Jahre behalten will.
 
Gladstone

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Nachdem ich ein grenzenloser Optimist bin (Achtung: Ironie!) bin, habe ich die letzten Jahren immer weitgehend genau geschaut, auf wie viel ich für was ausgebe. Erfreulicherweise und *klopf klopf* ist bislang alles gut gelaufen... daher denke ich, dass ich einen gewissen Teil meiner Ersparnisse (wenn auch auf jeden Fall im vierstelligen Bereich) investieren könnte. Nun bin ich aber auch jemand, der es gerne konkret angeht und begutachten möchte usw.. :rolleyes: Insofern wären Sachgüter denk ich das Passende für mich. Aber wie lässt sich das für einen Noob wie mich am Besten und Sinnvollsten umsetzen? (ja, es liegt auf der Hand, dass ich mich mit einem Bankberater treffen werde, aber ich würde mich auch über unabhängige Meinungen freuen)
Herzlichen Glückwunsch, wenn du das gut einschätzen kannst, was du jeweils ausgibst und wo du auch was sparen kannst. ;) Bei mir hapert es ja meistens eher an der Umsetzung. Wenn du überzeugt bist, dass du etwas anlegen möchtest, also dich vorher gut informiert hast, kann man das schon machen aber eben nie mehr als man im Notfall verschmerzen könnte. Muss man sich halt frühzeitig im Klaren sein, welche Summe die Geldanlage haben soll und wie lange etwa geplant ist, also bis wann man etwa das Kapital wieder brauchen würde. Ganz am Anfang würde ich dir raten, dich mit möglichst vielen Quellen zu beschäftigen. Könnte teilweise redundant und ermüdend wirken aber erst wenn man genug Meinungen gehört hat, im Falle von Bankberatern auch sicher solche, die dir direkt etwas verkaufen wollen, kann man wirklich konstruktiv selbstständig entscheiden. Naja, das Feld der Direktinvestitionen ist ehrlich gesagt auch ziemlich groß und enthält von Immobilien, Solaranlagen, Leuchtmitteln, etc. eine sehr breite Palette. Wichtig ist, dass du in der Lage bist, die jeweiligen Angebote auch wirklich zu verstehen und zu beurteilen und wie Aussie sehr umfangreich und realitätsnah unten beschrieben hat, ein guter Korb an mehreren Anlagen ist oftmals am resistentesten gegen Krisen. Wobei Aktien natürlich auch die meiste aktive Arbeit erfordern und man gerade bei großen Namen natürlich viel mehr Startkapital mitbringen müsste. Ich stimme aber natürlich zu, dass man wenn nicht langfristig, so doch zumindest mittelfristig denken sollte. Geringes Risiko ist auf jeden Fall nützlicher als die höchste Rendite.
 
lukyweiß

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Vielen Dank für eure Antworten und für die äußerst ausführlichen Erklärungen! Und ich muss sagen, dass die von Aussie genannten Marken und Hersteller allesamt interessant klingen. Man möge es ja nicht glauben, aber auf einige Produkte greife ich selbst auch im Alltag zurück. ;) Allerdings ist es aber bei Aktien aber, dass die Rendite immer auch vom Aktienkurs abhängt. Und mal unabhängig von der Regelmäßigkeit der Auszahlungen der Dividenden wäre es für mich vor allem im ersten Anlauf wichtig, immer eine mehr oder weniger gleiche Rendite zu erhalten. Damit ich immer auch in etwa weiß, was ich dazu verdiene. Wobei mir das geringe Risiko wichtiger ist. Wie läuft das bei den Direktinvestitionen ab? Wobei ich ehrlich gesagt nicht gedacht habe, dass die Palette dermaßen breit ist.
 
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Hallo!

Zur Berechnung der Rendite einer Aktie gibt es die Formel: Dividende geteilt durch (/) Aktienkurs mal (x) 100 gleich (=) Rendite.

Diese Formel wird verwendet beim Vergleich von mehreren Aktien miteinander, um die vielleicht günstigste oder beste zu finden.

Beispiel 1
Drei Euro Dividende pro Aktie zu Aktienkurs 55 Euro (ergibt eine Dividendenrendite von 5,5 %). Sie ist also besser als z.B. sechs Euro Dividende pro Aktie zu 125 Euro Aktienkurs (ergibt eine Dividendenrendite von 4,8 %).

Wenn man allerdings vor Jahren eine Aktie gekauft habe und möchte zum heutigen Zeitpunkt seine persönliche Aktienrendite dieser Aktie ermitteln, zeigt das Beispiel 2.

Beispiel 2
Eine Aktie wurde bei 20 Euro gekauft. Der aktuelle Kurs beträgt 43 Euro und die aktuelle Dividende 2 Euro je Aktie. Dann ist die veröffentlichte Dividendenrendite 2 Euro / Aktienkurs (43€) x 100 ergibt 4,65 % Rendite.

Die persönliche Dividendenrendite ergibt sich aus der Formel: 2 Euro Dividende / Aktienkaufkurs 20 Euro x 100 ergibt 10%.

Wichtig zu beachten:
Die persönliche Rendite errechnet sich also aus dem damals eingesetzten Kapital, und nicht aus dem aktuellen Aktienkurs.


Die allermeisten Aktien steigern von Jahr zu Jahr, abhängig von den Gewinnen, die sie im vergangenen Jahr gemacht haben, ihre jährliche Dividende. Wie ich in meinem Nachtrag im 2. Satz ja bereits beschrieben habe, liegen die jährlichen Steigerungen der Dividende bei einigen amerikanischen Firmen zwischen 6 bis zu 14 %. Wenn man sich das mal in Zahlen ansieht, dann sind das schon recht ordentliche Beträge, die da zusammen kommen. Das bekommt man nicht auf ein deutsches Sparbuch!
 
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Aussie

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Nachtrag 2

Da ich immer wieder empfehle, die ausgezahlten Dividenden mit einer monatlichen Sparrate laufend in die Aktienanlage einzubeziehen, um einen Zinses-Zins-Effekt zu bekommen, und für alle die, die den Effekt der Zinses-Zins - Formel nicht kennen, oder die ungeheure Wirkung nicht abschätzen können, verweise ich hier mal ein Beispiel:

Was uns unsere Alltagsgewohnheiten auf Dauer kosten - SPIEGEL ONLINE
 
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Vielen Dank für eure Antworten und für die äußerst ausführlichen Erklärungen! Und ich muss sagen, dass die von Aussie genannten Marken und Hersteller allesamt interessant klingen. Man möge es ja nicht glauben, aber auf einige Produkte greife ich selbst auch im Alltag zurück. ;) Allerdings ist es aber bei Aktien aber, dass die Rendite immer auch vom Aktienkurs abhängt. Und mal unabhängig von der Regelmäßigkeit der Auszahlungen der Dividenden wäre es für mich vor allem im ersten Anlauf wichtig, immer eine mehr oder weniger gleiche Rendite zu erhalten. Damit ich immer auch in etwa weiß, was ich dazu verdiene. Wobei mir das geringe Risiko wichtiger ist. Wie läuft das bei den Direktinvestitionen ab? Wobei ich ehrlich gesagt nicht gedacht habe, dass die Palette dermaßen breit ist.
Solltest du dir auf jeden Fall genauer ansehen die Empfehlungen, er scheint ja auch beim wo/in was investieren Erfahrungen zu haben und seine Art der Berechnung hat durchaus Hand und Fuss. Transparent sind Gewinn und Verlust da ohne jeden Zweifel, geht dann im Endeffekt eben natürlich darum, welches Risiko man für welchen möglichen Ertrag wert ist in Kauf zu nehmen und was man eben selbst abschätzen kann. Das erfordert ja durchaus eine umfangreichere Erfahrung, obwohl das Potential natürlich, besonders für Profis, natürlich vorhanden ist. Sofern man es sich leisten kann, sind bekanntere Namen natürlich mit mehr Sicherheit verbunden als völlige Geheimtipps, die ja auf high risk-high reward abzielen. Bezüglich der anderen Frage mit den Gütern - naja, wenn du beispielsweise bei in Planung befindlichen Immobilien in Osteuropa oder bei der Lichtmiete Invest für durchdachte LED Beleuchtung oder bei Windkraftprojekten in angepassten Gebieten investierst, "erwirbst" du einen Teil der Produkte/Bauprojekte. Da du in den jeweiligen Branchen aber wohl kaum selbst die Geschäfts führen kannst dann, würden die praktisch wie bisher von den neuen "Mietern" bei dir geleitet, also den eigentlichen Herstellern. Wie stabil da aber jeweils Mietzahlungen und die Länge sind, wird bei allen seriösen Firmen vertraglich geregelt - solltest du dir seeehr genau ansehen. Die Frage der Risikos ist hier auch wieder mit Aktiva, Bilanz und Branche verbunden, kann aber eingeschränkt werden. Kannst du eben nur selbst entscheiden.

Lies dir auf jeden Fall auch den Link über meinen Post durch, so von wegen Sparpotential ist das ja häufig ja vermehrt eine Frage der Gewohnheit. Und wenn es nur zum Wundern ist, was uns außer Zigaretten noch alles übertrieben belasten kann.
 
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Das ersparte Geld in Sachwerte anzulegen, ist natürlich auch eine Sache, die zu überlegen ist.

Das Problem bei einigen Sachen, die hier als Beispiele geschildert werden, ist, sie wieder bei Bedarf in Bargeld zu verwandeln. Da wird es dann schon zeitlich aufwendig und schwierig, wenn man es dann schnell braucht. Besonders bei den Dingen, die mein Vorposter hier als Beispiele anführt.

Bei einem Haus oder bei einer Wohnung kann es schon deutlich einige Zeit dauern, bis man einen Käufer findet und die ganze Verkaufsprozedur einschließlich Notar, Grundbuchänderung und schließlich den Geldempfang hinter sich bringt. So etwas kann schon einige Tage oder Wochen oder mehr Zeit kosten.

Bei Gold ist es nicht ganz so schwierig, aber die Banken zahlen bei Kauf nicht den gewünschten Betrag, sondern berechnen Kaufabschlag und eventuell auch noch Gebühren. Auch das ist zeitaufwendig, wenn die Echtheit geprüft wird. Alles nicht so einfach.

Bei Aktien fällt das alles nicht an, da gibt man den Verkaufsauftrag, wählt den entsprechenden Börsenplatz wie Frankfurt, Stuttgart oder Xetra usw. und schon wird der der Auftrag ausgeführt. Am nächsten Tag ist der Verkaufserlös bereits auf dem Konto gut geschrieben.

Das ist die schnellste und leichteste Art und Weise, wieder an sein Geld zu kommen.
 
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Vielen Dank für die weiteren Antworten und Erklärungen zu den Themen Aktien sowie Sachgütern! Auch wenn die Berechnung der Rendite bei Aktien offensichtlich einfacher ist, kann ich sofern das Investment-Objekt für mich sinnvoll ist mit Sachgütern irgendwie mehr anfangen. Zum einen, weil ich mir bei Sachgütern einfach auch konkret einen Gegenstand vorstellen kann und zum anderen, weil die Rendite denk ich weniger bis gar nicht schwankt? Verstehe ich das richtig? Also Mieten sind ja wenn ich das richtig im Kopf habe eigentlich stabil. Es sei denn, bei einem Haus zahlt der Mieter nicht regelmäßig und so, aber das sollte in diesem Fall nicht so sein. Und bei Gold ist es ja glaub ich ähnlich wie bei den Aktien, da gibt es ja auch Wertschwankungen. Liege ich mit dieser Annahme richtig?
 
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Hallo,

Also bei Aktien ist Dir die Sache mit der Rendite klar? Es ist wie beim Sparen bei einer Bank!

Du bekommst für deine "Anlage" regelmäßig jedes Jahr oder auch jedes Quartal entweder Zinsen oder Dividenden ausbezahlt.

Bei Banken ist es sozusagen deine Leihgebühr. Inzwischen gehen die Banken ja teilweise dazu über, für das bisher "sichere Aufbewahren Deiner Geldeinlage" Gebühren zu verlangen, sogenannte Minuszinsen.

Bei Aktien, die ich in meinem ersten Beitrag aufgezählt habe, bist Du ja Miteigentümer dieser Firma. Und dafür bekommst Du dort ja auch regelmäßig einen Teil der Einkünfte aus den Produkten, die die Firma weltweit vertreibt. Das sind Deine Dividenden, aus denen sich die Rendite errechnet. Zusätzlich hast Du natürlich auch noch die Chance, über die Dauer Deines Aktienbesitzes Kursgewinne zu erzielen. Bei entsprechenden langen Anlagezeiträumen können das ganz erhebliche Summen bzw. Prozente sein.

Bei Sachwerten ist es etwas anders.

Bei Gold erzielst Du keine Einkünfte, auch keine Zinsen. Da kannst Du Glück oder Pech haben, dass Du beim Verkauf bei Bedarf über oder unter Deinem Einkaufswert liegst. Das sind dann entweder Gewinne oder Verluste. Nach der Formel Verkaufspreis minus Einkaufspreis. Die Kosten für Aufbewahrung dabei nicht vergessen zu berücksichtigen. Rendite hast Du dabei nicht erzielt. Dasselbe gilt für Diamanten, Münzen, Oldtimer, Weine oder Briefmarken usw......usw....

Beim Kauf einer Wohnung oder eines Hauses, die Du vermietest, ist es etwas anderes. Dort kannst Du regelmäßige Einnahmen erzielen. Die kannst Du dann ja nach der gleichen Formel wie vorher schon am 17.1.19 erklärt, eingesetztes Kapital unter der Einbeziehung Deiner Kosten für Notar, Grundbucheintragung, Finanzierungskosten und Renovierungen, sowie die fällig werdende Grundsteuer zur Berechnung Deiner Rendite verwenden. Das gilt auch für Wohnung oder Haus, das Du bewohnst. Da berechnest Du Deine Rendite auf der Basis der eingesparten eigenen Mietzahlungen.

Ich hoffe, dass ich das nun verständlich erklärt habe.



Noch ein Wort zum Sachwert Gold:

Nirgendswo wird mehr betrogen, als bei Gold aus der Bucht. Man sollte sich nur mal die eingeschweißten Barren der Münze Perth aus Australien anschauen, die in der Bucht als Dachbodenfund oder als Erbe von Großvater angepriesen werden. Weil sie eingeschweißt sind, und um den Barren vor Beschädigung zu schützen, würde die Umhüllung nicht geöffnet.

Deshalb werden diese Barren auch überwiegend als nicht „echt“ angeboten, oder Echtheit könnte nicht garantiert werden von Anbietern mit einer bis 2 Bewertungen.

Jeder Bieter glaubt natürlich, sie seinen trotzdem echt, und die Bieter bieten, als seien sie wirklich echt. Nur leider sind diese Angebote tatsächlich wirklich nicht aus Gold, sondern stammen aus China und sind nur aus Wolfram. Da gibt es einen florierenden Handel falscher Goldbarren.

Das Gleiche gilt auch für eingeschweißte andere Goldmünzen und Barren.

http://www.aurotest.de/counterfeit_gold.htm
 
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Hallo

Das ersparte Geld in Sachwerte anzulegen, ist natürlich auch eine Sache, die zu überlegen ist.

Das Problem bei einigen Sachen, die hier als Beispiele geschildert werden, ist, sie wieder bei Bedarf in Bargeld zu verwandeln. Da wird es dann schon zeitlich aufwendig und schwierig, wenn man es dann schnell braucht. Besonders bei den Dingen, die mein Vorposter hier als Beispiele anführt.

Bei einem Haus oder bei einer Wohnung kann es schon deutlich einige Zeit dauern, bis man einen Käufer findet und die ganze Verkaufsprozedur einschließlich Notar, Grundbuchänderung und schließlich den Geldempfang hinter sich bringt. So etwas kann schon einige Tage oder Wochen oder mehr Zeit kosten.

Bei Gold ist es nicht ganz so schwierig, aber die Banken zahlen bei Kauf nicht den gewünschten Betrag, sondern berechnen Kaufabschlag und eventuell auch noch Gebühren. Auch das ist zeitaufwendig, wenn die Echtheit geprüft wird. Alles nicht so einfach.

Bei Aktien fällt das alles nicht an, da gibt man den Verkaufsauftrag, wählt den entsprechenden Börsenplatz wie Frankfurt, Stuttgart oder Xetra usw. und schon wird der der Auftrag ausgeführt. Am nächsten Tag ist der Verkaufserlös bereits auf dem Konto gut geschrieben.

Das ist die schnellste und leichteste Art und Weise, wieder an sein Geld zu kommen.
Hallo noch einmal, Aussie,

da sprichst du, zumindest partiell, schon etwas Wahres an. In manchen Fällen ist dann dann zweifellos eine mehr oder weniger große Herausforderung, vor allem, wenn man selbst wenig Fachwissen hat. Darum wird das ja bei seriösen Firmen durchaus direkt im Kauf/Mietvertrag gleich festgelegt, wie lange solche Investitionen jeweils dauern und das die Firmen sich ja auch dazu verpflichten, die jeweiligem Güter oder aber Anteile wieder zu übernehmen, was ja auch langfristig in deren Interesse ist. Dass es bei einer Immobilie natürlich komplexer sein kann, anders als bei einem Set Solarprodukten aus Düsseldorf oder bei der Lichtmiete Invest, verstehe ich natürlich auch wieder. Immerhin sind die Anbieter dann zumeist schon dann erfolgreich, wenn das Gebäude gekauft ist. Beim aktuellen Mietboom ist das dann aber natürlich auch wieder ein anderer Aspekt, geht insgesamt halt doch um die aufgewendete Zeit. Der Goldpreis war in letzter Zeit auch sehr unterbewertet, obwohl es langsam nach oben geht. Die Geschwindigkeit von Aktien sind natürlich ein Faktor aber ob Verkauf zum Zeitpunkt X optimal ist, steht halt immerzu in den Sternen und ist auch Erfahrungssache. Danke aber für deine langen und infohaltigen Beiträge!

Vielen Dank für die weiteren Antworten und Erklärungen zu den Themen Aktien sowie Sachgütern! Auch wenn die Berechnung der Rendite bei Aktien offensichtlich einfacher ist, kann ich sofern das Investment-Objekt für mich sinnvoll ist mit Sachgütern irgendwie mehr anfangen. Zum einen, weil ich mir bei Sachgütern einfach auch konkret einen Gegenstand vorstellen kann und zum anderen, weil die Rendite denk ich weniger bis gar nicht schwankt? Verstehe ich das richtig? Also Mieten sind ja wenn ich das richtig im Kopf habe eigentlich stabil. Es sei denn, bei einem Haus zahlt der Mieter nicht regelmäßig und so, aber das sollte in diesem Fall nicht so sein. Und bei Gold ist es ja glaub ich ähnlich wie bei den Aktien, da gibt es ja auch Wertschwankungen. Liege ich mit dieser Annahme richtig?
Du solltest dir generell geistig alle Optionen offen halten, auch Anleihen aber sofern man von den jeweiligen Gütern selbst etwas versteht. fühlt sich die Beurteilung irgendwie solider an. Naja, sofern das Produkt nachgefragt wird, egal ob aufwendige Roboter, LED Beleuchtung oder neue Windräder, ist die Rendite stabil, da ja festgeschrieben. Die Frage ist dann eher, ob die Hersteller liefern können und da ist auch die Eigenverantwortung der Selektion. Gold ist ein eigenes und sehr komplexes Thema aber dazu hat Aussie direkt über mir ja einen überaus informativen Beitrag geschrieben. Ja oder Nein sind da zumeist keine ausreichenden Kategorien, geht schon um tiefere Inhalte. Lies dir einfach mal in Ruhe eine Reihe von Prospekten durch und versuche dann einen guten Mix zu basteln.
 
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Vielen Dank für die weiteren Antworten und entschuldigt mich bitte, dass ich erst jetzt darauf zurückkomme. Bzw. das gilt natürlich in erster Linie für Aussie! Außerdem finde ich beeindruckend, wie viel ihr zu diesem Thema eigentlich drauf habt bzw. schreibt. Ich wäre froh, wenn ich das genauso zusammenbringen würde. Wie die Rendite bei einer Aktie ausschaut, habe ich jetzt denk ich geschnallt. Wo ich momentan nicht mitbekomme, ich ist der Vergleich mit den Ersparnissen bei einer Bank. Inwiefern ist es dasselbe? Bezüglich des Goldes und dessen Wertes hat sich zumindest einmal in dieser Diskussion meine Meinung bestätigt. Und in der Bucht würde ich es schon gar nicht kaufen. Und das mit der festgeschriebenen Miete als Rendite ist meines Erachtens der klarste Ansatz für einen Noob in diesem Thema, oder? Wobei wenn es um eine Immobilie geht, muss man ja auch sicher sein, dass es ein zahlender Mieter gibt. Bei Gladstones Beispielen ergibt sich das, wenn ich das aus den vorherigen Beiträgen richtig im Kopf haben, quasi von selbst? (also, dass man eine Miete erhält) Stimmt das so?
 
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Hallo,

Wie die Rendite bei einer Aktie ausschaut, habe ich jetzt denk ich geschnallt. Wo ich momentan nicht mitbekomme, ich ist der Vergleich mit den Ersparnissen bei einer Bank. Inwiefern ist es dasselbe?
wenn ich mich mal so einige Jahre zurück erinnere, liefen alle meine Bekannten Anfang Januar zu ihrer Bank oder Sparkasse, um dort ihre Zinsen vom vergangenen Jahr in ihr Sparbuch eintragen zu lassen. Ich weiß nicht, ob das heute auch noch so ist, weil ich schon ewig lange kein Sparbuch habe. Vermutlich hast Du das ja auch so vor einigen Tagen gemacht.

Dann stehen dort als letzter Eintrag deine Zinsen des vergangenen Jahres. Wenn Du nun meinen 2. Beitrag nochmals liest, steht dort sinngemäß:

Dividenden (Gutgeschriebene Zinsen) geteilt durch Kapital (Sparguthaben ) mal 100 ergibt Deine persönliche Rendite in Prozent auf Dein Sparguthaben.

Also ganz einfach. Solltest Du Dich tiefer mit der Rechnerei befassen wollen, kann ich nur empfehlen, mal in der Wikipedia nach Rendite, bzw Dividendenrendite zu suchen.

Noch ein paar Worte zu den Sachanlagen.

Vor einigen Tagen war ich hier bei einem Vortrag über Solaranlagen, Stromspeichern und Elektroautos. War recht interessant. Die Besucher waren durchweg ältere Ehepaare. Mit einigen habe ich mich sehr gut vor dem Vortrag unterhalten. Es waren auch Leute dabei, die schon seit mehr als 10 Jahren die Förderung der Solarenergie auf die Solaranlagen auf ihren Hausdächern kassieren. Der Vortragende erklärte auch, wie sich die Anlage im Laufe der Zeit rentiert. Da war vom Break even Point von 20 Jahren die Rede. Dazu auch der "richtige" Hinweis, das Geld, welches fast unverzinst auf den Bankkonten liegt, rentabel einzusetzen. Man sprach von einer jährlichen Rendite von ca. 1,5 Prozent in Form von selbst erzeugtem und selbst verbrauchtem Strom aus der Sonne. Da hat der Mann sogar Recht, denn kaum ein Mensch traut sich, so wie ich, das Geld etwas gewinnbringender anzulegen. Die Rede war von 10.000,- € für die Paneele, 9.000.-€ für die Batterie entsprechender Größe und dann von 20.000.- bis 40.000.-€ für das Elektroauto. Das ist sicher eine gute Möglichkeit, sein Erspartes in Sachwerte zu investieren. Was mich persönlich dabei allerdings sehr gestört hat, war das Kapitel über die zu erklärenden und zu zahlenden Steuern. Denn auch für den selbst erzeugten Strom muss man Steuern zahlen, da lässt der Staat nicht mit sich handeln.

Allerdings kann ich nicht verhehlen, dass ich bei den Einkünften aus Aktien auch Steuern zahlen muss. Die werden mir aber nach Ausschöpfung des Freibetrages automatisch von der Bank abgezogen. Trotzdem bleibt mir da aber immer noch eine Rendite von mehr als 10 Prozent. Und natürlich auch noch die Kursgewinne, z.T. mehr als 500 Prozent, Nachdem das aber bisher noch nicht realisierte (fiktive) Gewinne sind, tut mir ein Rückgang von 10 oder 20 Prozent bei einzelnen Werten sowieso nicht weh. Die werden früher oder später doch wieder eingeholt. Das zeigen mir die Kurshistorien seit 1984, die mir bei meinen Aktien vorliegen.
 
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wie ich heute gerade sehe, hat sich auch FOCUS-Online inzwischen mit der Möglichkeit beschäftigt, monatliche Dividendenzahlungen über das gesamte Jahr zu erzielen. Sie empfehlen dazu eine Kombination bestimmter ETF's, die allerdings genau die Aktien enthalten, auf die ich als Dividendenaristokraten in meinem ersten Post bereits hingewiesen hatte.

https://www.focus.de/finanzen/boerse/dividenden-etfs-jeden-monat-dividende_id_10344576.html

Jeder, der mehr aus seinem Geld machen möchte, sollte sich diesen Artikel mal genauer ansehen.
 
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Vielen Dank für die weiteren Antworten und entschuldigt mich bitte, dass ich erst jetzt darauf zurückkomme. Bzw. das gilt natürlich in erster Linie für Aussie! Außerdem finde ich beeindruckend, wie viel ihr zu diesem Thema eigentlich drauf habt bzw. schreibt. Ich wäre froh, wenn ich das genauso zusammenbringen würde. Wie die Rendite bei einer Aktie ausschaut, habe ich jetzt denk ich geschnallt. Wo ich momentan nicht mitbekomme, ich ist der Vergleich mit den Ersparnissen bei einer Bank. Inwiefern ist es dasselbe? Bezüglich des Goldes und dessen Wertes hat sich zumindest einmal in dieser Diskussion meine Meinung bestätigt. Und in der Bucht würde ich es schon gar nicht kaufen. Und das mit der festgeschriebenen Miete als Rendite ist meines Erachtens der klarste Ansatz für einen Noob in diesem Thema, oder? Wobei wenn es um eine Immobilie geht, muss man ja auch sicher sein, dass es ein zahlender Mieter gibt. Bei Gladstones Beispielen ergibt sich das, wenn ich das aus den vorherigen Beiträgen richtig im Kopf haben, quasi von selbst? (also, dass man eine Miete erhält) Stimmt das so?
Naja, klingt zwar oft nach Hexerei aber ist eigentlich nur Erfahrung und eine regelmäßige Beschäftigung mit dem Thema. Die meisten, die sich hiermit betätigen, können auch nur mit Wasser kochen. Natürlich kann man das Ganze auch wie im Casino angehen aber das fände ich unseriös und wenig hilfreich, auf jeden Gewinner kämen da endlos viele Verlierer. Analyse und ein wenig Gefühl sind langfristig erheblich wichtiger. Ansonsten hat Aussie ja ohnehin bereits dargelegt was er meinte. Mietlösungen können schon sehr konstruktiv und ertragreich sein, wenn die Modalitäten stimmen und sowohl Branche als auch zukünftige Rentabilität positiv erscheint, das stimmt, ja. Die Informationen, um das zu bewerten, sollten aber in Prospekten alle sehr sauber aufgelistet sein. Freut mich, wenn die Beispiele zumindest interessant klangen aber ich rege ja, wie gesagt, seit dem ersten Post dazu an, sich das selbst anzuschauen, Ratings zu studieren und mit den Direktinvestitionen Erfahrungen zu sammeln. Bezüglich Immobilien - ja, die Mieterfrage ist ein Aspekt aber bis man soweit ist, gibt es meistens noch Dutzende andere Probleme bei Bau, Bewilligung, etc. ;)

Hallo,
Vor einigen Tagen war ich hier bei einem Vortrag über Solaranlagen, Stromspeichern und Elektroautos. War recht interessant. Die Besucher waren durchweg ältere Ehepaare. Mit einigen habe ich mich sehr gut vor dem Vortrag unterhalten. Es waren auch Leute dabei, die schon seit mehr als 10 Jahren die Förderung der Solarenergie auf die Solaranlagen auf ihren Hausdächern kassieren. Der Vortragende erklärte auch, wie sich die Anlage im Laufe der Zeit rentiert. Da war vom Break even Point von 20 Jahren die Rede. Dazu auch der "richtige" Hinweis, das Geld, welches fast unverzinst auf den Bankkonten liegt, rentabel einzusetzen. Man sprach von einer jährlichen Rendite von ca. 1,5 Prozent in Form von selbst erzeugtem und selbst verbrauchtem Strom aus der Sonne. Da hat der Mann sogar Recht, denn kaum ein Mensch traut sich, so wie ich, das Geld etwas gewinnbringender anzulegen. Die Rede war von 10.000,- € für die Paneele, 9.000.-€ für die Batterie entsprechender Größe und dann von 20.000.- bis 40.000.-€ für das Elektroauto. Das ist sicher eine gute Möglichkeit, sein Erspartes in Sachwerte zu investieren. Was mich persönlich dabei allerdings sehr gestört hat, war das Kapitel über die zu erklärenden und zu zahlenden Steuern. Denn auch für den selbst erzeugten Strom muss man Steuern zahlen, da lässt der Staat nicht mit sich handeln. .
Interessante kleine Anekdote, danke dafür und ja, sind dann natürlich in diesem Fall langfristige Planungen. Du verfügst ja offensichtlich über den ausreichenden Wissensstand, um das Ganze generell etwas struktureller beurteilen zu können. Finde auch schade, dass die Forschung hier häufig vermehrt in China weitergeht und sich Deutschland selbst da nicht stärker einbringt. Du hast natürlich Recht bezüglich der Steuern, allerdings kenne ich Leute, die inzwischen den Eigenstrombedarf damit doch so sehr senken konnten, dass es sich wirklich auszahlte, kommt aber eben auch auf die Wohnsituation an. Denke aber da werden wir, wie gesagt, noch technische Fortschritte sehen.
 
lukyweiß

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Vielen Dank für die weiteren Antworten! Aussie also verstehe ich richtig, dass sich Aktien nur dann wirklich auszahlen, wenn trotz der Steuern die Rendite 10% oder mehr betragen bzw. es auch derartige Kursgewinne gibt? Du hast mir ja eine umfangreiche Liste mit Beispielen geschrieben und es freut mich für dich zu sehen, dass sich diese Analysen für dich auszahlen. Und ich schließe nicht aus, dass auch in diese Richtung streuen werde, aber zuerst möchte ich auch herausfinden, was sich mich für lohnt. Der Punkt mit dem Eigenstrombedarf ist für mich vermutlich weniger rentabel, weil ich keine Immobilie besitze bzw. eine Wohnung habe, aber ich habe wieder etwas dazu gelernt. Streuen werde ich aber ziemlich sicher bei Deutsche Lichtmiete Invest, denn mir hat mittlerweile auch ein Arbeitskollege dazu geraten. Er selbst hat sich vor ein paar Jahren für das Projekt entschieden.
 
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Aussie

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Hallo Luckyweiß,

mit großem Interesse hab ich die Fragen und Antworten zu meine Informationen gelesen. Es freut mich sehr, dass ich doch einige Informationen aus meinem langjährigen Aktionärsleben weitergeben konnte. Grundlage dafür waren und sind immer noch Informationen, die ich versuche aktuell zu erlangen.

Natürlich recherchiere ich dafür auch mal sehr intensiv im Internet, um mich auf den neuesten Stand zu bringen.

Zu der Investition über die Deutsche Lichtmiete Invest bin ich dabei auch über eine Warnung der Hessen Depesche Wirtschaft / Stiftung Warentest aus dem vergangenen Jahr gestoßen. Den Link dazu stelle ich hier mal zur Verfügung.

https://www.hessen-depesche.de/wirtschaft/stiftung-warentest-rät-von-direktinvestments-der-deutschen-lichtmiete-ab-alexander-hahn-unter-druck.html

Es scheinen einige schwerwiegende Vorbehalte zu geben. Das Risiko, das der Anleger hier trägt, erscheint mir sehr hoch. Ich würde in diesem Fall wohl sehr zur Vorsicht raten.


Nur mal so zu meinem Verständnis:

Schaut man sich dieses Produkt an, so wird klar, dass Du als Anleger Geld für ein "Werkzeug" - nämlich Lichtwerbung ausgeben sollst. Du kaufst also deren Produkt und bist damit Eigentümer. Als weiterer Punkt liefert diese Firma Dir einen oder mehrere Kunden, bei denen Du Dein Werkzeug dann für einige Jahre installieren oder anwenden kannst. Dafür kassieren die Lichtwerbung dann auch noch Provision für diese Vermittlung. Das bedeutet, Deine Einkünfte aus Deinem "Werkzeug" werden dann geteilt zwischen der Lichtwerbung und Dir. Nach Ablauf einer gewissen Zeit kauft Dir die Lichtwerbung das inzwischen alte "Werkzeug" wieder ab.

Hab ich das so richtig verstanden?

Was passiert, wenn die Lichtwerbung im Laufe Deines Vertrages in Insolvenz geht? Dann sitzt Du auf Deinem Werkzeug und Dein Geld ist weg! Was macht die Firma, wenn Dein "Werkzeug" inzwischen technisch veraltet ist? Bekommst Du dann auch noch den vorher vereinbarten Rückkaufswert? Was passiert, wenn die Lichtwerbung keinen anderen Kunden mehr für Dich findet, bei der Du Dein Werkzeug installieren kannst? Fragen über Fragen.

Zu diesem Thema nur mal ein kleiner Vergleich zum Nachdenken:

Zu Zeiten des Goldrausches in Kalifornien und Alaska und heute auch in Australien. Wer hat da das Geld wirklich verdient, wer wurde da wirklich reich?

Nein, nein,..... nicht die Goldgräber, die Tag und Nacht geschuftet haben! Nein, es waren die Verkäufer der Schaufeln und Goldwaschschüsseln. Sie haben das große Geld gemacht.
So sieht die Wahrheit aus! Jetzt denk mal über Deine Idee nach, Geld zu investieren.


Noch ein Nachtrag, eben gelesen:
https://www.focus.de/finanzen/boerse/besser-als-zinsen-jedes-jahr-mehr-das-sind-die-besten-dividendenzahler-der-welt_id_10421058.html
 
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lukyweiß

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Vielen Dank für deine weitere Antwort! Wobei ich gleich einmal sagen muss, dass es sich hier nicht um Lichtwerbung, sondern um LED-Beleuchtungssysteme handelt. Und die Leuchtmittel werden quasi an den Hersteller zurück vermietet, ehe sie dann nach sechs Jahren zurück verkauft werden. Und die Rendite sind die quasi die Mietbeträge, die man quartalsmäßig erhält, und eben der festgelegte Betrag für den Rückkauf. So hat mir gerade erst gestern wieder mein Kollege erklärt.
 
Gladstone

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Vielen Dank für die weiteren Antworten! Aussie also verstehe ich richtig, dass sich Aktien nur dann wirklich auszahlen, wenn trotz der Steuern die Rendite 10% oder mehr betragen bzw. es auch derartige Kursgewinne gibt? Du hast mir ja eine umfangreiche Liste mit Beispielen geschrieben und es freut mich für dich zu sehen, dass sich diese Analysen für dich auszahlen. Und ich schließe nicht aus, dass auch in diese Richtung streuen werde, aber zuerst möchte ich auch herausfinden, was sich mich für lohnt. Der Punkt mit dem Eigenstrombedarf ist für mich vermutlich weniger rentabel, weil ich keine Immobilie besitze bzw. eine Wohnung habe, aber ich habe wieder etwas dazu gelernt. Streuen werde ich aber ziemlich sicher bei Deutsche Lichtmiete Invest, denn mir hat mittlerweile auch ein Arbeitskollege dazu geraten. Er selbst hat sich vor ein paar Jahren für das Projekt entschieden.
Aussie hat seine eigene Strategie ja sehr nuanciert und ausführlich dargestellt und auch mit Alternativen verglichen. Sofern man sich sehr sicher ist und bereit ist, viel zu verlieren und viel Wissen mitbringt, ist so ein spekulativeres Vorgehen natürlich auch eine Option. Ist dann halt aber selbstverständlich schon ein ganz anderes Level und obwohl es natürlich jedem offensteht, für Einsteiger doch eher problematisch. Unabhängig davon, ob es da nun um Güter oder Anderes, ob um Lichtmiete Invest oder Immobilien geht, auf eine Handvoll eher minder spekulative Angebote zu streuen wäre für dich da natürlich die sicherere Option. Sofern du damit Erfolg hast, wirst du wohl sowieso auf den Geschmack kommen und kannst, wenn gewünscht, auch Dinge mit geringerer Sicherheit ausprobieren aber da muss man schon bereit sein, auch viel Kapital abzuschreiben. Deiner Darstellung im anderen Post folgend, hast du ja schon genauer hingesehen, wie die Feinheiten von Mietzahlungen und die Modalitäten ausschauen würden, die Fachbegriffe und Bilanzen sollten dir aber halt auch ein Begriff sein. Viel Erfolg jedenfalls und nur am Ball bleiben.

@Aussie:

Danke für den Focusartikel, ist für den Fall das hier mehr noch recht neue Einsteiger bei der Thematik mitlesen absolut konstruktiv und spricht natürlich viel Wahres an. Dass es nie eine totale Garantie gibt, haben wir ja oben schon durchgekaut, geht dann halt natürlich immer darum, ob man ein geringes Risiko in Kauf nimmt oder doch ein höheres. Wie etwa bei Direktinvestitionen Rückzahlungen verlaufen sollte bei allen seriösen Angeboten ja vertraglich festgelegt sein, da muss natürlich auch der Kunde wissen, wonach er genau schauen muss bevor er seine Zustimmung zu einer Geldanlage gibt. Das im Zweifelsfall - sowohl betreffend Anleihen als auch Güterinvestitionen - Unternehmen hypothetisch immer pleite gehen können ist natürlich eine totale Wahrheit. Anhand von Geschäftsmodell, Transparenz, Ratings und bisherigen Geschäftsjahren lässt sich aber halt natürlich doch einiges ableiten und besser einschätzen. Wobei man sagen muss, dass die Anlagekultur im deutschen Raum leider auch sehr gering ausgeprägt ist, leider. Das das dann auch bei der Gründerkultur eher weniger produktive Ergebnisse auslöst, ist dann ja leider zu erwarten....
 
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