Originalansicht: Die neuen Funktionen von Windows 10 Mobile im Überblick

Aus diversen Gründen konnte sich Windows Phone nie wirklich am Markt durchsetzen. Mit dem kommenden Windows 10 für Smartphones will Microsoft einen neuen Anlauf wagen. Dafür hat man dem mobilen Betriebssystem zahlreiche Neuerungen verpasst, von denen wir nachfolgend die wichtigsten vorstellen


Mit dem neuen Windows 10 Mobile will Microsoft zu Android von Google und iOS von Apple aufschließen. Dafür hat man nicht nur das Betriebssystem grundlegend umgestaltet und durch sogenannte Universal Apps, die gleichermaßen auf PCs, Tablets und Smartphones laufen, erweitert. Auch die kommende Hardware wird an die neuen Möglichkeiten angepasst, weswegen die neuen Smartphones Lumia 950 und Lumia 950 XL mit einem Iris-Scanner ausgestattet werden. Auf älteren Geräten stehen dementsprechend nicht alle neuen Funktionen zur Verfügung. Diese Neuerungen dürfen die Nutzer erwarten:

Windows Hello:
Mithilfe des bereits erwähnten Iris-Scanners kann das menschliche Auge für die Freischaltung verwendet werden. Damit entfällt die Eingabe eines Passwortes. Dank Infrarotunterstützung soll die Erkennung so zuverlässig arbeiten, dass die Identifizierung sogar durch eine Sonnenbrille funktioniert.

Startbildschirm:
Die Hauptseite kann deutlich stärker als bisher an den eigenen Geschmack angepasst werden. Diverse Farben lassen sich mit teilweiser Transparenz und fertigen "Themes" kombinieren.


Continuum:
Ein Smartphone mit Windows 10 lässt sich mit zusätzlicher Hardware (Display Dock) mit Monitor, Maus und Tastatur verbinden, um als PC-Ersatz genutzt zu werden. Das Display des Mobiltelefons kann dabei wie gewohnt verwendet werden, und sogar das geräteübergreifende Arbeiten ist möglich.

Microsoft Edge:
Edge löst den bisher verwendeten Internet Explorer ab. Der neue Browser soll deutlich flüssiger laufen, mehr Funktionen bieten und die reduzierte Anzeige auf kleinen Displays wesentlich besser unterstützen. Favoriten und Leselisten können zudem von anderen Geräten übernommen werden.


Cortana:
Die digitale Sprachassistentin darf auch in Windows 10 Mobile nicht fehlen. Im PC-Bereich ist die Akzeptanz der Nutzer zwar relativ gering, doch im mobilen Bereich wird es dank der Vorbilder Siri und Google Now bestimmt besser aussehen - die Hemmschwelle, mit einem Smartphone zu reden, ist sicher niedriger als bei einem Computer. Bei Bedarf lässt sich Cortana aber komplett abschalten, ohne es grundlegende Auswirkungen auf die Funktion hat.


Texteingabe:
Windows 10 Mobile bekommt auch eine neue Tastatur, die sogar Eingaben mit Wischgesten ("swipe") ermöglicht. Außerdem gibt es einen Cursor zum Verschieben und auch einige neue Emojis.


Microsoft Store:
Der neue Store werden führt viele bislang getrennte Angebote zusammen: Musik, Videos, Spiele und natürlich auch alle Apps werden künftig an einer zentralen Anlaufstelle angeboten.


Action Center:
Das neu gestaltete Benachrichtigungs-Center werden kann künftig noch mehr Informationen anzeigen. Auch der Direktzugriff auf wichtige Funktionen wie Taschenlampe und Kamera ist darüber möglich, und sogar auf eingehende Nachrichten kann geantwortet werden, ohne in ein anderes Programm wechseln zu müssen.


Ab wann Windows 10 Mobile für ältere Smartphones verfügbar ist, ist bislang noch nicht offiziell verkündet worden. Laut aktuellen Gerüchten wird die Veröffentlichung im Lauf des Dezember erwartet.

Meinung des Autors: Die größte Baustelle bei Windows Phone waren die fehlenden oder teilweise unattraktiven Apps. Das soll sich bei Windows 10 Mobile ändern, doch ob das reicht, um (endlich) gegen Android und iOS anstinken zu können, muss sich erst noch zeigen. Viele "Experten" sind da skeptisch und prophezeien das baldige Aus.