Originalansicht: GPD Pocket Mini Laptop mit Windows 10 (oder wahlweise Ubuntu) als Nachfolger des GPD WIN

Der Hersteller GPD hat mit dem GPD WIN so einige User für sich gewinnen können. Das Konzept aus Windows 10 Handheld mit Touchscreen und vollem Joypad für Gamer ging auf. So manchem war das Ganze aber zu verspielt, zu klobig und für ernstere Anwendungen ungeeignet. Nun hat GPD darauf reagiert und mit dem GPD Pocket quasi eine Business Variante des GPD WIN auf IndieGoGo gestartet.


Die Kampagne auf IndieGoGo ist noch frisch und läuft noch einen Moment. Von den erwünschten 200.000 US-Dollar hat man aber aktuell mit fast schon 2.000.000 US-Dollar das Ziel zu 1000% erreicht. Immerhin kostet ein GPD Pocket hier direkt dann nur 399 US-Dollar und soll später für 599 US-Dollar über die virtuellen Ladentheken wandern. Aber was bekommt man für diesen Preis?


Das 180 x 106 x18,5mm kleine Gerät wiegt 480 Gramm und als erstes sei gesagt, dass es im Gegensatz zum GPD WIN ohne spielerische Komponenten daher kommt. Dafür bekommt man ein sehr flaches aber seriöses Design und ohne das komplette Joypad hat eine besser nutzbare Tastatur mehr Platz. Ein Touchpad gibt es nicht, sondern einen kleinen Knubbel der, quasi wie bei IBM Laptops und anderen Geräten, für die Maussteuerung zuständig ist. Ansonsten vergleich man sich mutig mit Geräten wie dem Apple Air Book oder dem Microsoft Surface 3, auch wenn das natürlich sehr gewagt ist.


Das 7 Zoll große touch-fähige Display löst mit 1.920 x1.200 Pixel 16:10 Full-HD auf und wird von Corning Gorilla Glass 3 geschützt. Als CPU kommt der Intel Atom x7-Z8750 Quad-Core Cherry Trail Prozessor auf 1,6Ghz mit der Intel HD 405 GPU zum Einsatz und ihm zur Seite gestellt werden 8GB RAM und 128GB interner Speicher, der aber scheinbar nicht per Micro-SD erweitert werden kann. Man könnte aber, wie auch am GPD WIN, mit einem Micro-USB Stick als externe Platte unterwegs arbeiten.


Kameras gibt es keine, aber dafür hat mal WLAN, Bluetooth 4.1, einen USB-Typ C 3,0 Anschluss, einen USB-Typ A 3.0 Anschluss und einen HDMI Ausgang verbaut. Im Gegensatz zu manchem Smartphone bekommt man auch seinen 3,5mm Klinkenanschluss. Die Tastatur ist im QWERTY, aber für die Größe relativ komplett und gut nutzbar, wie gut man mit dem Trackpoint arbeiten kann bleibt abzuwarten und der Akku liefert ordentliche 7.000mAh. Eine LTE Variante wird es nicht geben, hier muss gegebenenfalls ein Smartphone als Hotspot herhalten.


Wer aktuell zuschlägt kann das Gerät über die IndieGoGo Seite also für 399 Dollar vorbestellen und in Paketen mit mehreren Geräten den Preis sogar noch weiter senken oder für 10 Dollar mehr einen USB-Hub dazu bekommen. Wer bis zum offiziellen Release wartet zahlt 599 Dollar.


Meinung des Autors: Persönlich würde ich mir das Gerät FAST zulegen, aber für Gaming und Emulatoren bin ich mit dem GPD WIN bereits gut bedient und würde hier die Steuerungsmöglichkeiten vermissen. Für den Backer Preis zu 399 Dollar sicher gut, für 599 Euro immerhin handlich? Was haltet Ihr vom GPD Pocket? Käme er für euch in Frage, oder ist es dann doch ZU klein?